Öko-Modell-Regionen

Josef und Maria Berghammer

Weder wachsen, noch weichen!

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Der Hof der Berghammers liegt malerisch an einem Hügel in Gmund. Am Tegernsee tummeln sich viele Menschen, vor allem bei schönen Wetter ist er ein beliebtes Ausflugsziel der Münchner. Hier kann man wandern, radeln, im Sommer baden und im Winter Skifahren.

 

Mit 20 Hektar Grünland kann der Hof schon seit längerem keine Familie mehr ernähren. 20 Hektar ernähren 20 Kühe mit Nachzucht, davon allein lässt es sich nicht mehr leben. So haben schon die Eltern der Berghammers mit Gästezimmern begonnen, das Einkommen aufzubessern. Die Berghammers betreiben neben dem Hof nun 5 neu gebaute Ferienwohnungen. Sepp geht nebenbei arbeiten. Mit drei Einkommensquellen stimmen die Finanzen. Was dann aber nicht mehr stimmt, ist der Arbeitsaufwand eines Milchviehbetriebs. Morgens und abends in den Stall: füttern, säubern, melken.

 

Lange haben die beiden überlegt, ob sie ganz aufgeben mit der Landwirtschaft. Oder ob sie einen großen Stall bauen. Aber sie konnten sich weder zum einen, noch zum anderen entschließen. Bauer sein das bedeutet mehr als nur einen Beruf zu haben. Es ist eine eigene Kultur- und Lebensform. Beinah die einzige Traditionelle noch existierende. Denn das Handwerk hat sein Gesicht stark verwandelt und ist teilweise ganz ausgestorben. So ein Hof ist Lebensort und Arbeitsstätte, ist die Schnittstelle mit der Natur, die uns ernährt. Der Ort –  wo Mensch und Natur sich begegnen, wo spürbar wird, wie alles miteinander in Verbindung steht.

 

Nach langen Überlegungen finden die beiden ihre Lösung: Sie wollen auf eine Mutterkuhherde umstellen. Damit sich das lohnt, steigen sie in die Direktvermarktung ein. Im direkten Kontakt mit dem Verbraucher wird es möglich, die Tiere artgerecht auf der Weide zu halten, ihnen ein langes Leben zu ermöglichen und das auch bezahlt zu bekommen. Was dabei entsteht, ist ein schmackhaftes Stück Fleisch von einem Tier, das ein gutes Leben hatte. Die ab Hof vermarkteten Pakete gehen auch auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Verbrauchergruppen ein: mit kleineren Paketen sowie Grill-Fleisch und Burgerpatties zum Kurzbraten  können auch ungeübte Hobbyküche am gesunden, leckeren Genuss teilhaben.

 

Im letzten Jahr wurde durch Verbraucherbeteiligung das Geld für den Stallumbau gesammelt. Nun geht es darum, ein echtes Premiumprodukt zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit der Metzgerei Killer und Köchen aus der Region wird ein Fleisch entstehen, das heimischen, verantwortungsvollen Genuss direkt erfahrbar macht.

 

www.berghammers.de