Öko-Modell-Regionen

Markus Schenk

Vom Schäfer der auszog, die Welt zu erobern: der Stratege mit Herz und Verantwortung

Markus Schenk

Markus Schenk ist in der Schäferbranche ein Begriff. Der gelernte Tierwirtmeister entdeckte schon früh, dass seine Leidenschaft nicht nur die Landwirtschaft, sondern das Schäfern ist. Mit viel Mut und Zuversicht startete er vor 20 Jahren mit einer kleinen Schafherde in Deining als Quereinsteiger in eine eingeschworene Gemeinschaft. Damals wohnte er noch in einem Wohnwagen und war mehr im Gasthaus als dort anzutreffen. Das erwies sich langfristig als gelungene Dorfintegration und über die Jahre sicherte sich Markus immer mehr Flächen und seine Herde wuchs auf nunmehr 1300 Tiere. Damit beweidet er mittlerweile 236 ha darunter auch Naturschutzflächen. Zudem betreibt er nun auch einen Hof und für den Eigenbedarf halten sich die Schenks ein paar Schweine. Seine Frau Sandra hat mit dem Backen begonnen und möchte das gerne weiterverfolgen, nun wo die Kinder nicht mehr so viel Betreuung brauchen. Vielleicht wollen die Dorfbewohner ja wieder eigenes Brot? Zumindest wurde das Fehlen desselben auf der diesjährigen Kirwa aufs Schärfste beklagt!

 

Die Familie mitsamt den Angestellten ist aktiver Teil des Dorflebens. Der Erhalt dörflicher Strukturen, das wertschätzende – auch vergnügte – Miteinander ist ihnen ein Herzensanliegen. Das zeichnet den erfolgreichen Ökoschäfer aus: interessiert an gesunden, kleinen, regionalen Strukturen schreckt er dennoch nicht vor Größe und Innovation zurück. Sein elektronisches Herdenmanagement, das auf einer intelligenten Nutzung der sowieso vorgeschriebenen Ohrenmarkte basiert, ist mittlerweile vor allem auch in Osteuropa nachgefragt. Auch in der Arbeitsgruppe zum Getreidelager denkt er groß: akribisch recherchiert er bei anderen Lagern, fragt nach, denkt nach. „Schon so mancher hat mich gefragt, ob ich studiert habe und wundert sich, woher ich all die Ideen habe und woher mein Geschäftssinn kommt“ Die Ideen und die Muse, alles überlegt und in Ruhe umzusetzen, diese Fähigkeit hat sich beim Schafe hüten entwickelt, meint er. Davon profitiert er noch immer,  auch wenn dafür heute nicht viel Zeitbleibt. Und, so wie es aussieht, profitiert davon auch die Ökomodellregion Neumarkt, wenn ein modernes Getreidelager als Umschlagplatz auch den ansässigen Ackerbauern eine gute und langfristige Perspektive bietet.