Öko-Modell-Regionen

Projekte / Ökoackerbau

Unterirdische Stickstofffabrik in Grassach
Biobauer Hans Glück erläutert bei einem Rundgang die Funktionsweise der biologischen Landwirtschaft

Den Artikel können Sie hier lesen:

14.07.2018: Unterirdische Stickstofffabrik in Grassach, in Südostbayerische Rundschau, Rainer Zehentner (PDF)

 


 

 

Ein Pionier zeigt seine Felder 

 

Tengling. (al) Franz Obermeyer in Tengling ist sicher einer der Pioniere im Bemühen um eine nachhaltige Bio-Landwirtschaft in unserer Gegend. Von Zeit zu Zeit lädt Obermeyer ein zu Felderbegehungen und Erklärungen über diese Art zu wirtschaften. Neulich war eine dieser Gelegenheiten, sich über viele Aspekte und Möglichkeiten für eine regionale und vielfältige Versorgung mit Getreide und Pflanzen zu informieren.

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Wie immer brachte Obermeyer auch diesmal recht überraschende Dinge zur Sprache, die er in seiner bodenständigen, leicht verständlichen Art vermittelte. Eines davon gleich zu Beginn seiner Erklärungen, Es sei gut und schön Veganer zu sein, meinte Obermeyer, dabei müsse aber ins Gedächtnis gerufen werden, eine gute Landwirtschaft ohne Tiere sei nicht möglich. Sie würden gebraucht für Bodenzubereitung und Dünger. Zwar könne dabei übertrieben werden, wie mit zu viel Gülle, die bei Massentierhaltung anfalle, aber es komme halt auf die „Dosierung“ und die Art der Ausbringung an. Dabei spiele auch die natürliche Boden-beschaffenheit, tiefer Humus, sandig, steinig etc. eine wichtige Rolle.
Obermeyer setzt beim Anbau seines Getreides auf Sorten, die zwar bekannt sind, aber in der sogenannten „modernen“ Landwirtschaft wenig bis gar nicht genutzt werden. Das erste Feld, zu dem er seine etwa 25 Besucher führte, war mit Braunhirse bebaut. Viele betrachteten Braunhirse als Unkraut, meinte Obermeyer, dabei sei das ein sehr nützliches Getreide. Die Meinung, Braunhirse sei Unkraut, komme daher, weil Braunhirse dazu neige, andere auf dem Feld angebaute Arten zu überwuchern. Weitere Felder, die Obermeyer seinen Besuchern zeigte, waren mit Einkorn, Dinkel, Roggen, Leinsamen und Buchweizen bebaut. Obermeyer gab zu jeder dieser Sorten Interessantes und Wissenswertes zum Besten. So sagte er, alle Weizensorten gingen auf das Einkorn zurück, das schon vor etwa 10000 Jahren in Mesopotamien kultiviert worden sei.

Unter den Feldern war auch eines mit Kartoffeln, zu denen Obermeyer meinte, es sollten nie Früh- und Spätkartoffeln Seite an Seite angebaut werden, denn Frühkartoffel tendierten zu Krankheiten, die sie auf später zu erntende Sorten übertragen würden.
Etwas, das Obermeyer im Laufe der Feldbegehung anprangerte, waren die Versuche von Großkonzernen, Samen-, Pflanzen- und Getreidesorten für sich patentieren zu lassen. Das würde Bauern dazu zwingen, jedes Jahr Samen neu zu kaufen, statt eigene, für den Wiederanbau aufbewahrte zu verwenden. Zudem würde das die Artenvielfalt beeinträchtigen und nur auf einige, von diesen Konzernen zugelassene Sorten beschränken. Diese Samen könnten sich auch für bestimmte Boden- oder Klimaverhältnisse als ungeeignet erweisen und dadurch Erträge verringern, sagte Obermeyer.
Wie schon so viele, stellte sich auch diese Feldbegehung als sehr interessant und informativ heraus und die meisten der Teilnehmer werden sicher an weiteren teilnehmen, um von einem erfahrenen Pionier der Bio-Landwirtschaft mehr erfahren zu können.
Artikel von Alois Albrecht aus der SOR vom 19.07.2018

 

Das Einkorn vor ihm und der Dinkel hinter ihm seien Getreidesorten, die in unserer Gegend  mehr Beachtung verdienen würden, meint Franz Obermeyer. Foto: Albrecht Auch Insekten genießen offensichtlich die chemielosen Pflanzen auf den Feldern von Franz Obermeyer. Foto: AlbrechtFranz Obermeyer pries bei einer Feldbegehung Braunhirse als nützliches Getreide. Foto: Albrecht

 


 

Gemüsebau als Mitmach-Projekt
Verbraucher unterstützen Gärtnerei durch Abnahmegarantien –
Über 50 Gemüsesorten werden bei Tettenberg angebaut

Waging am See/Otting. Bei der Ortschaft Tettenberg in der Nähe von Otting – Gemeinde Waging am See – entsteht auf einer 1,3 Hektar großen Anbaufläche ein gemeinschaftlich getragenes Gemüsebau-Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ (SoLaWi). Wer sich daran beteiligt, kann sich Woche für Woche mit einem breit gefächerten Gemüse-Paket versorgen. Inhaberin ist die Demeter-Landwirtin Kristine Rühl aus Siegsdorf, ihre Nichte Karoline Widur und eine Gruppe von weiteren freiwilligen Helfern arbeiten dabei mit. Unterstützt wird das Projekt neben dem „Netzwerk Solidarische Landwirtschaft“ von der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel.

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Bei einem Besuch auf der L-förmigen Gemüseanbau-Fläche zeigt sich, dass die vor wenigen Wochen noch leeren Felder bereits teilweise von allerlei Pflanzen bedeckt sind – gefördert durch die nach wochenlanger Trockenheit jetzt doch endlich eingetroffenen Regenfälle. Es sind vor allem verschiedene Salatsorten und Radieschen und einige Kräuter, die inzwischen bereits geerntet werden können. Und so wird am übernächsten Freitag erstmals schon Gemüse an die festen Abnehmer verteilt. Die beiden Verteilungsstellen sind im ehemaligen Rossstall am Ottinger Pfarrhof und an der Zentrale des Kreisbildungswerks im Campus St. Michael an der Kardinal-Faulhaber-Straße in Traunstein.

 

Das ist das Konzept dieses biodynamischen Gemüsebau-Projekts: Interessierte Verbraucher unterstützen die Gärtnerei durch feste Abnahmegarantien und ermöglichen dieser somit eine nachhaltige, von Marktzwängen weitgehend befreite Bewirtschaftung der Flächen. So wird dieser Personenkreis vom Konsumenten zum Unterstützer und sichert sich selbst langfristig hochwertige Lebensmittel. Bisher sind es rund 20 Haushalte, die sich per Jahresvertrag zu einer monatlichen Zahlung und damit zur wöchentlichen Abnahme einer gewissen Menge der jahreszeitlich anfallenden Gemüsesorten verpflichtet haben und diese jeden Freitag an einer der beiden Ausgabestellen abholen.
Kostenloses Acker-Frühstück erstmals kommenden Samstag
Zwar wird hier in Tettenberg schon im vierten Jahr angebaut, aber erst heuer steigt Kristine Rühl, eine ehemalige Werbegraphikerin, voll ein. Und da dieses Verteiler-Projekt somit gerade in seinen Anfängen steckt, ist es für interessierte Abnehmer noch das ganze Jahr über möglich, sich einzuklinken: Kontakt entweder über die Internetseite
www.solawi-chiemgau.de, über E-Mail info@solawi-chiemgau.de beziehungsweise über Telefon 08662/409505 oder 0170/2941196.

Wer sich über das Projekt näher informieren will, hat zudem weitere Gelegenheiten dazu: entweder beim Festival der Utopie am 9./10. Juni in Traunstein, beim 3. Biosphärentag der Biosphärenregion Berchtesgadener Land am 1. Juli am Abtsdorfer See, beim Regionaltag am 8. Juli am Landratsamt Traunstein oder – und das ist ganz neu – bei einem kostenlosen

„Acker-Frühstück“ auf der Anbaufläche bei Tettenberg, erstmals am kommenden Samstag, 26. Mai, um 11.30 Uhr.
Dazu ist Anmeldung erwünscht, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist.

 

Wie kommt eine Werbegraphikerin dazu, solch einen Gartenbaubetrieb aufzubauen?
Rühl erzählt, dass sie vor etwa sieben Jahren im Demeter-Journal einen Bericht gelesen hat, in dem beschrieben wurde, wie wertvoll und wichtig landwirtschaftliche Tätigkeit ist.

 

Dieser Artikel hat offenbar großen Eindruck auf sie gemacht. „So etwas Wertvolles würd‘ ich auch gerne machen“, war ihr damals durch den Kopf gegangen. Und tatsächlich begann sie, sich dieser Idee nach und nach anzunähern. Zunächst theoretisch, indem sie viel darüber gelesen, und dann auch praktisch, als sie mehr und mehr bei sich zu Hause in Siegsdorf ausprobiert hat. Viel Erfahrung sammelte sie nicht zuletzt bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Portugal auf einem Betrieb, der Jungpflanzen selbst aufzieht und diese im Freiland mit Permakultur-Ansätzen kultiviert.

 

Vor fünf Jahren wagte sie schließlich den Sprung ins seinerzeit noch recht „kalte Wasser“: Sie kaufte das 1,3 Hektar große Grundstück bei Tettenberg und begann mit einigen Helfern mit dem Gemüseanbau, zunächst noch in relativ kleinem Stil. Und für ihre Produkte fand sie ausreichend Abnehmer: in Bioläden und auch in der Gastronomie.

Dieses Frühjahr aber war dann der Start in die doch recht umfangreiche Produktion mit über 50 verschiedenen Gemüsesorten und auch etwas Obst. Für alle Fälle ist inzwischen auch eine Wasserleitung an das Grundstück verlegt worden: Gerade in den vergangenen Wochen war dies sehr günstig, brauchten doch manche Pflanzen etwas Feuchtigkeit – auch wenn der Großteil auch so ganz gut zurechtgekommen sei, wie Kristine Rühl zufrieden erzählt. Sie selbst ist jetzt jeden Tag auf der Fläche, Mitakteurin Karoline Widur, die „nebenher“ als Coach arbeitet, ist zwei Tage fest auf der „Plantage“ tätig, und dazu kommen weitere freiwillige Helfer, die Spaß an der Arbeit haben. Wenn jemand Interesse hat, zeitweise mitzuwerkeln, kann er oder sie sich gern an die Gärtnerin wenden.
Gemüse, Obst, Beeren, Kräuter und Tee im Anbau
Vor allem Gemüse und Salate werden in Tettenberg in großer Vielfalt angebaut. Kartoffeln aus eigenem Anbau gibt es dagegen nur sehr begrenzt, da die Fläche für die benötigte Menge zu klein ist. Bereits vorhanden sind etwa 20 noch junge Obstbäume, vor allem Äpfel, aber auch Birnen und Sauerkirsche. Die Auswahl an Obst und auch an Beeren wird im Laufe der nächsten Jahre noch zunehmen. Johannisbeeren allerdings sind bereits reichlich vorhanden, da sie schon vor einigen Jahren gepflanzt wurden. Auch Kräuter und Teepflanzen werden angebaut. Demnächst werden noch zwei Gewächshäuser aufgebaut, die zunächst hauptsächlich für Tomaten gedacht sind, in denen dann aber in der kalten Jahreszeit die winterharten Salate und Gemüsesorten angebaut werden sollen. Was aktuell in den kommenden Wochen vor allem geerntet werden kann, sind Salate, Radieschen, Kohlrabi und Fenchel.

 

Was beim Gespräch mit Kristine Rühl und Karoline Widur beeindruckt, sind ihre Begeisterung und die Unaufgeregtheit, mit der sie das doch recht umfangreiche und auch finanziell nicht ganz kleine Projekt angehen. „Die zwei Tage sind wie Freizeit“, sagt Karoline Widur, die beruflich bundesweit als Bloggerin, Coach und Referentin arbeitet und dabei – vielfach über das Internet – berufliche Neuorientierungen, Persönlichkeitscoaching und Veränderungsprozesse begleitet. Für sie ist die Arbeit in der Gärtnerei ein „hochwertiges Erlebnis, eine Auszeit im normalen Alltag“ – und das verbunden mit dem Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles zu tun.

 

Und so oder so ähnlich sehen es auch die anderen freiwilligen Mitarbeiter, denen die Erfahrung, selbst Hand anzulegen und dann ganz frisches Gemüse mit heimnehmen zu können, eine ganz intensive und wichtige ist. Dabei handelt es sich, wie Kristine Rühl sagt, um einen festen Kreis von etwa neun Leuten, der über die vergangenen Jahre hinweg angewachsen ist. „Langsam und gesund wachsen“: Das ist auch ihre Philosophie für das gesamte Gärtnereiprojekt. Ideen gibt es noch ganz viele: Beispielsweise soll, zumindest in kleinem Stil, auch Spargel angebaut werden.

 

23.5.2018 Artikel und Fotos von Hans Eder

 

Die fleißigen Gärtnerinnen bei der Arbeit auf der Gemüseanbau-Fläche bei Tettenberg.  Im Hintergrund sieht man weit ins Land hinein und auch den Waginger See. Fotos: EderEin gemütliches Acker-Frühstück auf der Gemüseanbau-Fläche bei Tettenberg nahe Otting: Interessierte können sich an diesem idyllischen Fleckchen erstmals am kommenden Samstag ab 11.30 Uhr – nach vorheriger Anmeldung – daran beteiligen. Foto: Eder


 

Nur Gewinner beim neuen Öko-Getreidelager Ministerin in der Mussenmühle:

Beispielhafte Kooperation zwischen Ökomodellregion, Betrieben und Landwirten

 

Tacherting-Teisendorf-Nussdorf – „Das Öko-Getreidelager Musenmühle in Tacherting ist ein echter Meilenstein für unsere Ökomodellregion“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Vorstellung dieses Projektes der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel.

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Alle Beteiligten – drei heimische Unternehmen und Bio-Pioniere, die Eigentümerfamilie Huber und an die 30 kleinbäuerliche Betriebe – profitieren von dieser Kooperation. Sie wurde nun im Hotel Gut Edermann und bei einer Führung in der Mussenmühle näher vorgestellt. Viele dieser landwirtschaftlichen Betriebe, die Ökoackerbau nur auf kleinen Flächen betreiben oder im Nebenerwerb wirtschaften, haben keine guten Lagermöglichkeiten. So hatten sie bisher ihr Getreide sofort nach der Ernte zur Mühle gefahren oder an eine Vermarktungsgesellschaft übergeben, wobei hier kein besonders guter Preis erzielt werden konnte. „Selber ein Lager vorzuhalten wäre auch mit immensen Kosten verbunden“, ergänzt Landwirt Ludwig Braml aus Nussdorf bei Traunstein auf Anfrage der Redaktion. Zudem wäre es sehr aufwändig, mit einem Lkw die vielen kleinen Partien bei den einzelnen Landwirten einzusammeln.

 

„Wir sind da der Schlossbrauerei Stein sehr dankbar“, erklärte er. Die Brauerei, einer der ersten Kooperationspartner der Ökomodellregion, pachtete das leer stehende Lager in der Mühle für eine separate Lagerung von heimischem Biogetreide an. Alle Partner unter Vorleistung der Brauerei Stein und der Besitzerfamilie Huber investierten zuerst in die Sanierung der Siloanlagen und der vorhandenen Anlagen für Trocknung und Belüftung. Nun konnte die Braugerste, für die Stein den zwölf beteiligten Landwirten einen fairen Preis, in der Regel über dem Bio-Marktpreis, zahlt, getrocknet, belüftet, umgewälzt, gelagert und zum Mälzen gebündelt werden.

 

2017 gelang es der Brauerei, mit Unterstützung ihres Technik-Experten Ulli Probst, in Pappenheim im Altmühltal eine passende Reinigungsmaschine zu erwerben und einzubauen. Zwei über 80-jährige Männer, die einst in Pappenheim für Projektleitung und Montage zuständig waren, unterstützten Probst beim professionellen Einbau der Anlage der Gebrüder Schmidt. Sie funktionierte vom ersten Tag an. Wie der Steiner Brauer Markus Milkreiter erläuterte, können in mehreren Reinigungsschritten Kleingetreide und Leindotter vom Getreide getrennt werden. Seither kann neben Biodinkel auch Biohafer eingelagert werden, dessen Lagerung aufwändiger ist.

 

Um die Auslastung des Lagers zu erhöhen, wurde der Knuspermüsli-Hersteller Barnhouse aus Mühldorfs mit ins Boot genommen. Die Bayerin Sina Nagl hatte mit dem Engländer Neil Reen nach der Gründung 1979 die ersten fünf Münchner Bioläden beliefert. Inzwischen hat sie in Mühldorf 100 Mitarbeiter. Die Geschäftsführerin sieht sich in der Verantwortung, zu mehr Ökolandbau und ökologischem Bewusstsein beizutragen. „Dass man das nicht zum Nulltarif kriegt, ist selbstverständlich.“ Durch Drei-Jahres-Verträge erhalten ihre Lieferanten Planungssicherheit. Der von diesen vorgeschlagene faire Preis werde nicht diskutiert, stellte Nagl klar. Beim Hafer werde die Hälfte, beim Dinkel ein Drittel des Bedarfs aus der Region gedeckt; Ziel sei 100 Prozent.

 

Zwischen acht und zehn Bauern aus der Ökomodellregion bauen seit 2015 Dinkel und Hafer für Müsli an. Durch die Bündelung in der Mussenmühle kann auf einem Schlag so viel Ökogetreide angeliefert werden, wie gewünscht ist – ob 25, 50 oder noch mehr Tonnen. „Ich finde es super, dass wir über die Ökomodellregion unser Getreide vermarkten können“, betont Andreas Remmelberger aus Burgkirchen. Da die Getreidemenge in der Region für den Müslihersteller nicht reiche, sei die Ökomodellregion Isental mit ins Boot genommen worden. „Spaß macht vor allem die Umsetzung immer neuer Ideen. So haben wir ein Bienenhotel bekommen und können mit Mehrnutzen-Feldern dem Insektensterben entgegen wirken.“
„Wir haben dort die Möglichkeit, unser Getreide optimal zu lagern“, erläutert Ludwig Braml, der dafür eine monatliche Einlagerungsgebühr zahlt. Der Nussdorfer hat vor gut zehn Jahren auf Bioland-Ackerbau umgestellt. Früher hatte er 140 Rinder, darunter 40 Milchkühe. Bereits vor 15 Jahren habe er mit der Milch auf Bio umstellen wollen, doch damals sei die Nachfrage noch nicht so groß gewesen. Da sein Hof denkmalgeschützt ist, waren zudem Umbauten nicht möglich. Und aussiedeln wollte Braml nicht, „weil sowieso genug Milch und Fleisch am Markt ist“. Er baut nun auf seinen Feldern in der von den Vorfahren überlieferten Fruchtfolge unter anderem Ackerbohnen und Futtergetreide an – und seit zwei Jahren auch jeweils acht Hektar Dinkel und Hafer für Müsli.
Der dritte Partner für eine verbesserte Wertschöpfung im Ökoackerbau ist Byodo in Mühldorf, für den fünf bis neun Landwirte bereits Biosenf anbauen, darunter Sepp Probst aus Chieming. Er erntete im vierten Jahr etwa zwei Tonnen Senf, den er wegen der Anfälligkeit für Schädlinge zusammen mit Erbsen kultiviert. Darüber hinaus baut er Leindotter und Öllein für eine Ölmühle und alte Sorten wie Emmer und Einkorn – „meine Leidenschaft“ für eine Chieminger Bäckerei an. Auch die Besitzerfamilie, ein junges Ehepaar mit vier Buben, ist begeistert. Burgi Huber übernahm die Mühle vor zehn Jahren von ihrem Vater und führt sie in der 8. Generation. „Das Projekt ist spannend. Aber es funktioniert. So ein Biolagerhaus ist einmalig“, stellt ihr Mann Markus Wallner-Huber stolz fest.

 

Artikel von Veronika Mergenthal aus dem Trostberger Tagblatt 24.04.2018.

 

	(Mussenmuehle_Fuehrung) Brauer Markus Milkreiter (li.) von der Schlossbrauerei Stein bei der Führung im Öko-Getreidelager. Rechts neben ihm Barnhouse-Geschäftsführerin Sina Nagl und ganz rechts von vorne Eigentümerin Burgi Huber und Brauerei-Geschäftsführer Stefan Haunberger.	(Mussenmuehle_Reinigung) Technik-Experte Ulli Probst präsentiert die neuste Errungenschaft der Schlossbrauerei Stein für das Öko-Getreidelager, eine professionelle Reinigung. Bild: Veronika Mergenthal	(Mussenmuehle_Sieb) Ein Sieb in der Reinigungsmaschine. Zunächst wird das Ökogetreide von Kleingetreide getrennt und in einem weiteren Schritt wird aus diesem der Leindotter Bild: Veronika Mergenthal


 

Biogelbsenf aus der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel

Zwei Handvoll Landwirte aus der Ökomodellregion und aus Nachbarslandkreisen haben sich heuer zusammengeschlossen, um im dritten Jahr versuchsweise heimischen Biogelbsenf anzubauen und einen benachbarten Biohändler aus Mühldorf damit zu beliefern. Ihre Erfahrungen haben sie zum Jahresabschluss ausgetauscht, denn Erfahrungsberichte von Praktikern aus der Region gibt es bisher so gut wie keine. Selbst die Landesanstalt für Landwirtschaft hat noch keine Sortenversuche zu Bio-Gelbsenf im Programm; die Entscheidung im Anbauprojekt fiel 2016 und 2017 auf die Sorte Matigena als erucasäurearme Sorte.

 

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 Der Anbau von Bio-Gelbsenf, botanisch auch Weißer Senf genannt, dürfte ackerbaulich das anspruchsvollste Produkt sein, das in der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel 2015 begonnen wurde, das wurde beim Erfahrungsaustausch deutlich. Der Gelbsenf gehört zur Familie der Kreuzblütler, ist also mit Arten wie Rüben, Rettich und den Kohlgewächsen verwandt – oder mit Raps, und deshalb kann er auch von der gleichen Gruppe an Rapsschädlingen befallen werden. Was im konventionellen Raps- oder Senfanbau ab einer bestimmten Schadschwelle durch den Einsatz von Insektiziden gelöst wird, ist im Bioanbau tabu – nur über die Förderung eines aktiven Bodenlebens und somit gute Startbedingungen für die Kultur, über die Förderung vielfältiger Nützlinge z.B. durch vernetzte Landschaftsstrukturen und pflanzenstärkende Maßnahmen versucht der Biolandwirt, seine Kulturen gegenüber Schädlingsbefall zu stärken. 2017 war der Schädlingsdruck bei fast allen teilnehmenden Betrieben zum Glück gering.
Es tut dem Boden gut und verringert den Schädlingsdruck, wenn der Biosenf nicht im Reinanbau, sondern gemischt mit anderen Kulturen angebaut wird. Die Landwirte, ein Großteil davon im Demeter-Verband organisiert, waren sehr experimentierfreudig: Von der Mischung mit Schmetterlingsblütlern wie Ackerbohnen und Erbsen bis zu Getreidearten wie Weizen, Dinkel oder Buchweizen reichten die Spielarten des gemeinsamen Anbaus unterschiedlichster Hauptfrüchte mit dem Nebenprodukt Senf. Da das Saatgut heuer sehr spät angeliefert wurde, waren die Mischungen von Getreide mit Senf im Ertrag wenig erfolgreich, der Senf wurde zu spät in die wachsenden Sommergetreidekulturen eingesät und meist von der Hauptfrucht überwachsen, wie Landwirte aus
Tittmoning und Tengling berichteten. Solang sich die Hauptfrucht positiv entwickelt und normale Erträge liefert, ist das ökonomisch kein Schaden. Eine positive Ausnahme bildete das Gemenge von Matthias Posch aus Obing, der erstmalig die seltene alte Kulturart Purpurweizen, eine sehr extensive Sorte mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen – das sind rötlich-violette Farbstoffe, die auch gesundheitlich wertvoll sind – mit Senf gemischt hatte und damit gute Erträge bei beiden Kulturarten erzielte. Positive Ergebnisse wurden auch in der Mischung von Erbsen mit Senf erzielt, wie z.B. bei Sepp Probst aus Chieming oder Hans Posch aus Nußdorf – während die Erbsen als Leguminosen dem Senf natürlichen Stickstoff über Bodenbakterien bereitstellen, dient der Senf als Stützfrucht für die Erbsen.
Die Kunst des Gemengeanbaus erfordert aber nicht nur die passende Auswahl der Gemengepartner in Abhängigkeit von der Bodenart und der betrieblichen Fruchtfolge, der Abreifezeitpunkt beider Kulturarten soll nah beieinander liegen, es muss auf den Feuchtegehalt beider Kulturen und möglichst wenig Verunkrautung vor der Ernte geachtet werden und nicht zuletzt soll sich das Gemenge nach der Ernte gut trennen lassen und der Speisesenf eine intensive Gelbfärbung aufweisen, damit nicht bei der späteren Reinigung durch Farbausleser ein Großteil guten Senfs herausgereinigt wird. Für 2018 planen deshalb einige Landwirte erstmalig, auf kleinen Flächen Senf im Reinanbau zu testen – ein vielfältiger Fruchtwechsel ist bei allen teilnehmenden Landwirten ohnehin garantiert.
Das Projekt wurde 2015 in einer Kooperation eines Mühldorfer Biohändlers und der Ökomodellregion gestartet. Karin Huber von der verarbeitenden Firma aus Mühldorf lobte die Landwirte aus dem Ökomodellregions-Projekt für die großen Bemühungen zur Produktion von heimischem Biogelbsenf als echter Rarität. Das Handelsunternehmen und sein Verarbeiter sind am Bezug regionaler Rohstoffe zunehmend interessiert und fördern das Projekt durch einen fairen, überdurchschnittlichen Preis, ohne den der Anbau mit all seinen Risiken für den Landwirt uninteressant wäre, sowie durch die Unterstützung bei den Reinigungsmaßnahmen. Ziel des Projekts ist es, im Laufe eines fünfjährigen Testanbaus die für unsere Region passenden Anbauformen herauszufinden, um zu stabilen Erträgen zu kommen. Ziel ist es auch, mittelfristig soviel heimischen Senf zu bekommen, dass eigene Regionalsorten produziert werden können – bisher wird der heimische Senf noch dem überregionalen Gelbsenf beigemischt. Die teilnehmenden Landwirte leisten hier ackerbauliche Pionierarbeit und werden auch 2018 wieder an der Testphase teilnehmen.

 

 

Hans Posch aus Nußdorf bei der Begutachtung von Senfpflanzen im Gemenge mit Ackerbohnen. Foto: Anne Bogdanski

 


 

Der Laufener Landweizen in der Ökomodellregion Waginger See–Rupertiwinkel  – eine Bereicherung
Ein wesentlicher Hebel für mehr Biolandbau ist die Stärkung der Wertschöpfung bis zur Verarbeitung der heimischen Produkte, ob Milch, Fleisch oder Ackerfrüchte. Biolandbau lohnt sich, wenn der Mehraufwand durch einen fairen Preis für die Erzeugnisse entlohnt wird. Die Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel setzt sich für mehr Biolandbau ein und deshalb sind bereits mehrere solcher Leuchtturm-Kooperationen zwischen Biobauern und heimischen Verarbeitern entstanden: So wird in der Region das erste Biobier aus heimischer Braugerste produziert, das erste Müsli mit heimischem Hafer und Dinkel sowie Gelbsenf mit Senf vom Waginger See hergestellt – alles in Kooperation mit hervorragenden Bio-Verarbeitern.

 

 

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Seit 2015 gibt es auch erste Kooperationen für eine bessere Vermarktung beim Laufener Landweizen. Für die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel ist der Laufener Landweizen eine echte Bereicherung. Die Regionalsorte aus dem Rupertiwinkel wird dank der Initiative einer jungen Unternehmerin, Jessica Linner, zum „Bioflaschlbrot“, das es handabgefüllt in mehreren Sorten gibt und das vor Ort z.B. als „Rupertiwinkler Milchbrot“ oder als „Waginger Kerndlbrot“ vermarktet wird. Das Flaschlbrot entwickelt sich zu einem unverwechselbaren Präsent aus der Region. Simon Angerpointner, Biopionier aus Taching, baut den Laufener Landweizen aus Freude am Erhalten seit vielen Jahren an und ist der Hauptlieferant. Er hat im Anbau Pionierarbeit geleistet, genau wie Peter Forster, Landwirtschaftsmeister auf dem Staatsgut in der Lebenau, der Saatgut vom Landweizen erzeugt, und Matthias Spiegelsperger aus Teisendorf, der den Weizen auch direkt vermarktet. Die Biobäckerei Wahlich in Surheim sammelt schon länger Erfahrungen mit dem alten Getreide und stellt z.B. Nußschnecken daraus her. Mit im Boot ist auch die Bäckerei Neumeier aus Teisendorf, die den Landweizen zu Bio-Baguette verbäckt.

 

Als Kooperationspartner der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen (ANL) im Projekt Laufener Landweizen erweitert die Ökomodellregion seit 2016 behutsam ihr Netzwerk an Erzeugern und Verarbeitern und hilft beim Sich-Finden der Marktpartner. Zwei Landwirte sind 2016 beim Anbau in der Modellregion neu dazugekommen, zwei weitere Landwirte stellen ihren Betrieb gerade auf Ökolandbau um und könnten neue Partner im Erzeugernetzwerk werden. Damit gibt es inzwischen mindestens sieben Landwirte aus der Ökomodellregion, die den Landweizen anbauen. Gespräche mit weiteren Abnehmern vor Ort stehen bevor.

 

Mit seinem extensiven Anbau versinnbildlicht der Landweizen wesentliche Ziele der Ökomodellregion: der schonende Umgang mit Ressourcen, mehr Vielfalt auf dem Acker, gesunde heimische Produkte und der Erhalt von Landschaft und Natur. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Stadt Laufen als Namensgeber für den Landweizen ein, die der Ökomodellregion 2016 beigetreten ist.

 

Zur Ökomodellregion gehören zehn Gemeinden, die sich dem Ziel von Minister Brunner verschrieben haben, bis 2020 eine Verdoppelung des Biolandbaus zu erreichen: sechs Gemeinden im Einzugsgebiet des Waginger Sees – Waging, Taching, Wonneberg, Petting, Teisendorf und Kirchanschöring -, und vier Gemeinden im Salzachtal – Tittmoning, Fridolfing, die Stadt Laufen und Saaldorf-Surheim. Ökologische Projekte werden auch in den Gemeinden selbst und mit allen interessierten Landwirten vorangetrieben.

 

Ein wichtiger Grund für dieses Engagement der Gemeinden ist die Notwendigkeit, an der ökologischen Gewässerqualität langfristig etwas zu verbessern, der Erhalt heimischer Höfe und auch touristische Chancen, die sich in Richtung einer Biogenussregion ergeben. Der Laufener Landweizen kann dafür ein Paradebeispiel werden – er steht für einen Schatz aus der Region, den es wieder zu heben gilt.

 

Den Artikel können Sie sich auch hier herunterladen:

10.08.2017: Laufener Landweizen als Bereicherung für die Ökomodellregion (PDF)

 

Laufener Landweizen in Tittmoning 2017, Feld von Hans Glück, Foto: Anne Bogdanski

 


 

Haferaussaattag bei Barnhouse

Der Haferaussaattag von Barnhouse für´s regionale Granola-Müsli fand Anfang April auf dem Hof von Andreas Remmelberger in Burgkirchen statt. Andreas Remmelberger Senior und Junior, beide seit langem überzeugte Biobauern, haben die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel von Beginn an interessiert begleitet und unterstützt und waren mit die ersten Teilnehmer am fairen Anbauprojekt von Hafer und Dinkel für Barnhouse in Mühldorf. Nachbarn, Landwirte aus der  Ökomodellregion Waginger See, aus dem Isental und von Tagwerk sowie Sina Nagl, die Barnhouse-Chefin, mit ihren Mitarbeitern hatten viel Spaß beim gemeinsamen Säen und beim anschließenden Bio-Büffet, das Claudia Häußler, die Wirtin z´Gallenbach, hergerichtet hatte.

 

20.05.2017: Biohafer aus der Region für Barnhouse, aus: Südostbayerische Rundschau, Michaela Resch (PDF)

24.04.2017: Barnhouse Aussaattag, aus: Altbayerische Heimatpost, Michaela Resch (PDF)

 

Impressionen (Fotos: Barnhouse)

Foto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: Barnhouse

 


 

Bio-Lebensmittel aus der Region für die Region – Verarbeiter aus der Öko-Modellregion stellen sich vor
Preis für Rohstoffe muss bäuerliche Existenz sichern – Seit zwei Jahren gibt es die Öko-Modellregion (ÖMR) Waginger See-Rupertiwinkel mit nunmehr zehn Mitgliedsgemeinden. Ein wichtiges Ziel der Projektarbeit ist die Erzeugung und Vermarktung regionaler Bio-Produkte. „Wir sind bestrebt, ein enges Netzwerk zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern zu schaffen“, erklärte Projektmanagerin Marlene Berger-Stöckl bei einem Treffen von Vorstandschaft und geladenen Gästen in Gausburg (wir berichteten). Wie eine solche Vernetzung funktionieren kann, erfuhren die Besucher anhand verschiedener Beispiele.
Den gesamten Artikel können Sie hier herunterladen:

22.12.2016: Lebensmittel aus der Region für die Region, aus: Südostbayerische Rundschau, Norbert Höhn (PDF)

 


 

Bioprodukte zur Verkostung

Die Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel arbeitet mit mehreren Bioverarbeitern in enger Kooperation zusammen, die heimischen Biolandwirten einen fairen Preis für ihr Produkt bezahlen: Landwirte bauen Biosenf für den Feinkosthändler Byodo in Mühldorf an, Biobraugerste für die Brauerei Stein in Stein an der Traun, Biodinkel und –hafer für den Müslhersteller Barnhouse in Mühldorf sowie Laufener Landweizen für die Bäckereien Wahlich in Surheim und Neumeier in Teisendorf. Zum Jahresabschluss fand eine Verkostung in Saaldorf-Surheim statt, an der die beteiligten Firmen die neuen regionalen Bioprodukte den Vorständen vorstellten: Prokurist Josef Stellner präsentierte den neuen Gelbsenf mit regionaler Senfsaat, Geschäftsführer Stefan Haunberger und Braumeister Markus Milkreiter das regionale Biozwicklbier mit und ohne Alkohol, Geschäftsführerin Sina Nagl drei neue Sorten Granola-Knuspermüsli mit regionalem Hafer sowie die Bäckermeister Michael Wahlich und Andreas Neumeier ihre Spezialitäten aus Laufener Landweizen. Dazu gab es ein Käsebuffet von der Hofkäserei Paulbauernhof und den drei Biokäsereien Obermaier in Fridolfing, Frisch in Wonneberg und Scholz in Sondermoning (mobile Hofkäserei).

 

Den gesamten Artikel können Sie hier herunterladen:

19.12.2016: Bioprodukte zur Verkostung anbieten, aus: Südostbayerische Rundschau, Norbert Höhn (PDF)

 


 

Teilnahme an Ökoackerbauprojekten

2015 wurde gemeinsam mit einer weiteren Ökomodellregion und der Tagwerk-Genossenschaft eine Erzeugergemeinschaft für die Lieferung von Biodinkel und Biohafer an Barnhouse, einen Mühldorfer Hersteller von Knuspermüsli, gegründet. Im Moment stehen einige Teilnehmer aus einem größeren Umkreis auf der Warteliste, wir hoffen aber auf die Erhöhung der Liefermengen durch Barnhouse im Lauf des Jahres 2017 (bisher ist die Anliefermenge noch auf jeweils 500t jährlich beschränkt) und die Öffnung für weitere Landwirte aus unserer Region. Interessierte Landwirte können sich bei der Ökomodellregion vormerken lassen.

 

Den ganzen Bericht können Sie hier herunterladen:

23.11.2016: Teilnahme an Öko-Ackerbauprojekten der Ökomodellregion (PDF)

 


 

Betriebsportraits

01.10.2016: Vom Feld direkt auf den Tisch (Betriebsportrait Andreas Maier), aus: Hallo Nachbar, Janina Hügel (PDF)

25.08.2016: Mit Getreideanbau experimentieren (Betriebsportait Franz Obermeyer), aus: Salzburger Bauer, Prof. Ernst Standl (PDF)

 


 

Das fehlende Puzzleteil gefunden – Schlossbrauerei Stein und die Ökomodellregion Waging kooperieren mit der Mussenmühle in Tacherting
„Dass uns die Familie Huber Kapazitäten in ihrem Bio-Lagerhaus in der Mussenmühle bieten kann, ist für uns ein Glücksfall. Und nicht nur für uns – alle Beteiligten profitieren davon.“ Markus Milkreiter, 1. Braumeister der Schlossbrauerei Stein, ist begeistert, wie sich das Problem, die von der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel gelieferte Biobraugerste sach- und fachgerecht zu lagern, in Wohlgefallen aufgelöst hat.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

24.07.2016: Das fehlende Puzzleteil gefunden, Alzhaus-Media, Andreas Falkinger (PDF)

 


 

Der kurze Weg zum Bier

Erst sechs Wochen ist das Zwickelbier alt, das Markus Milkreiter, Braumeister der Schlossbrauerei Stein, gestern zur Probe an Landwirte und Bürgermeister ausschenkte – mitten im Feld von Josef Berger. Dieser ist einer von inzwischen zwölf Bauern, die im Rahmen der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel Bio-Braugerste anpflanzen und an die Steiner Brauerei liefern.

 

Lesen die den ganzen Artikel von Simone Bernard:

01.07.2016: Der kurze Weg zum Bier, aus: Südostbayerische Rundschau, Simone Bernard (PDF)

 


 

Zusammenarbeit mit Barnhouse

Als einen „Gewinn für die Region und die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern“ hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Kooperation von Bio-Landwirten der Öko-Modellregionen Isental und Waginger See-Rupertiwinkel mit dem überregionalen Bio-Verarbeiter Barnhouse bezeichnet. Über 40 Biobauern aus den beiden Öko-Modellregionen wollen künftig bei der Lieferung von Dinkel und Hafer zusammenarbeiten. Auf der Nürnberger BIOFACH 2016 haben Vertreter der Liefergemeinschaft im Beisein des Ministers mit dem Bio-Verarbeiter Barnhouse einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Noch im Februar wird das erste Getreide aus den beiden Regionen zu Flocken verarbeitet.

 

Die komplette Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können Sie hier herunterladen:

11.02.2016: Pressemitteilung BIOFACH (PDF)


 

Biosenf – ein Projekt mit Byodo

Einige Biobauern aus der Öko-Modellregion gehen neue Wege. So soll in Zusammenarbeit mit der Mühldorfer Firma Byodo der erste Biosenf aus der Öko-Modellregion entstehen. Der Anbau von Biosenf ist nicht einfach und in Jahren mit vielen Rapsschädlingen, die auch verwandte Arten wie Senf schädigen, mit einem hohen Anbaurisiko verbunden. Die ersten Betriebe, die damit experimentieren, bauen den Senf deshalb nicht als Hauptfrucht, sondern im Gemenge mit Erbsen, Ackerbohnen oder weiteren Mischpartnern an. Für die Landwirte ist ein fairer Preis entscheidend, der das Ausfallrisiko mit absichert.

 

Beitrag über den Biosenfanbau in der Ökomodellregion aus dem Notizbuch/ Bayern 2 vom Montag, den 5.9. um 10.00 Uhr:

Beitrag BR2 Notizbuch, von Christine Haberlander (mp3)

 


 

Lieferbeziehungen aufbauen

Nicht nur Byodo, auch andere Unternehmen der Region sind  interessiert an einer Zusammenarbeit. Die Brauerei Stein will ein Biobier aus regionalen Sorten brauen und hat in Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion im ersten Jahr sieben Landwirte als Partner gefunden. Die erste Bio-Braugerste der Region ist geerntet und das erste Bier mit Regionaler Braugerste wurde gebraut. Auch die Zusammenarbeit mit Barnhouse spielt eine wichtige Rolle für die Landwirte in der Region. Dank dieser Lieferbeziehungen sucht die Ökomodellregion 2016 nach Biolandwirten und Umstellungswilligen, die sich an den Anbauprojekten Biobraugerste, Biosenf, Biodinkel und Biohafer beteiligen. Jeder interessierte Landwirt kann sich gern bei der Ökomodellregion melden!

 


 

Presse

26.04.2017: Waginger See Hoibe Info Urlaubsbier (PDF)

01.05.2017: Senf aus regionalem Anbau Schrot und Korn, aus: Schrot und Korn (PDF)

28.11.2016: Neue Ära für Heinz vom Stein, aus: Steiner Bräuhaus Zeitung (PDF)

03.09.2016: Besinnung auf bodenständige Sorten und Rassen, aus: Südostbayerische Rundschau, Ernst Deubelli (PDF)

29.07.2016: Rohstoff für heimisches Bier, aus: Trostberger Tagblatt, Manfred Peter (PDF)

21.07.2016: Regionaler Byodo Senf gedeiht (PDF)

21.07.2016: Premiere mit Biobier, aus: Südostbayerische Rundschau, Deubelli (PDF)

13.07.2016: Biobraugerste der Ökomodellregion Waging (PDF)

14.08.2015: Biobraugerste und Biosenf, aus: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, Manfred Peter (PDF)

03.08.2015: Feldbesichtigung Bio-Gemüse – Manfred Peter (PDF)

08.07.2015: Flurbegehung Biobraugerste und Biosenf (PDF)

08.07.2015: Flurbegehung (PDF)

28.04.2015: Brauerei Stein (PDF)

 

 

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