Öko-Modell-Regionen

Projekte / Ökoackerbau

Der Laufener Landweizen in der Ökomodellregion Waginger See–Rupertiwinkel  – eine Bereicherung
Ein wesentlicher Hebel für mehr Biolandbau ist die Stärkung der Wertschöpfung bis zur Verarbeitung der heimischen Produkte, ob Milch, Fleisch oder Ackerfrüchte. Biolandbau lohnt sich, wenn der Mehraufwand durch einen fairen Preis für die Erzeugnisse entlohnt wird. Die Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel setzt sich für mehr Biolandbau ein und deshalb sind bereits mehrere solcher Leuchtturm-Kooperationen zwischen Biobauern und heimischen Verarbeitern entstanden: So wird in der Region das erste Biobier aus heimischer Braugerste produziert, das erste Müsli mit heimischem Hafer und Dinkel sowie Gelbsenf mit Senf vom Waginger See hergestellt – alles in Kooperation mit hervorragenden Bio-Verarbeitern.

 

 

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Seit 2015 gibt es auch erste Kooperationen für eine bessere Vermarktung beim Laufener Landweizen. Für die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel ist der Laufener Landweizen eine echte Bereicherung. Die Regionalsorte aus dem Rupertiwinkel wird dank der Initiative einer jungen Unternehmerin, Jessica Linner, zum „Bioflaschlbrot“, das es handabgefüllt in mehreren Sorten gibt und das vor Ort z.B. als „Rupertiwinkler Milchbrot“ oder als „Waginger Kerndlbrot“ vermarktet wird. Das Flaschlbrot entwickelt sich zu einem unverwechselbaren Präsent aus der Region. Simon Angerpointner, Biopionier aus Taching, baut den Laufener Landweizen aus Freude am Erhalten seit vielen Jahren an und ist der Hauptlieferant. Er hat im Anbau Pionierarbeit geleistet, genau wie Peter Forster, Landwirtschaftsmeister auf dem Staatsgut in der Lebenau, der Saatgut vom Landweizen erzeugt, und Matthias Spiegelsperger aus Teisendorf, der den Weizen auch direkt vermarktet. Die Biobäckerei Wahlich in Surheim sammelt schon länger Erfahrungen mit dem alten Getreide und stellt z.B. Nußschnecken daraus her. Mit im Boot ist auch die Bäckerei Neumeier aus Teisendorf, die den Landweizen zu Bio-Baguette verbäckt.

 

Als Kooperationspartner der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen (ANL) im Projekt Laufener Landweizen erweitert die Ökomodellregion seit 2016 behutsam ihr Netzwerk an Erzeugern und Verarbeitern und hilft beim Sich-Finden der Marktpartner. Zwei Landwirte sind 2016 beim Anbau in der Modellregion neu dazugekommen, zwei weitere Landwirte stellen ihren Betrieb gerade auf Ökolandbau um und könnten neue Partner im Erzeugernetzwerk werden. Damit gibt es inzwischen mindestens sieben Landwirte aus der Ökomodellregion, die den Landweizen anbauen. Gespräche mit weiteren Abnehmern vor Ort stehen bevor.

 

Mit seinem extensiven Anbau versinnbildlicht der Landweizen wesentliche Ziele der Ökomodellregion: der schonende Umgang mit Ressourcen, mehr Vielfalt auf dem Acker, gesunde heimische Produkte und der Erhalt von Landschaft und Natur. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Stadt Laufen als Namensgeber für den Landweizen ein, die der Ökomodellregion 2016 beigetreten ist.

 

Zur Ökomodellregion gehören zehn Gemeinden, die sich dem Ziel von Minister Brunner verschrieben haben, bis 2020 eine Verdoppelung des Biolandbaus zu erreichen: sechs Gemeinden im Einzugsgebiet des Waginger Sees – Waging, Taching, Wonneberg, Petting, Teisendorf und Kirchanschöring -, und vier Gemeinden im Salzachtal – Tittmoning, Fridolfing, die Stadt Laufen und Saaldorf-Surheim. Ökologische Projekte werden auch in den Gemeinden selbst und mit allen interessierten Landwirten vorangetrieben.

 

Ein wichtiger Grund für dieses Engagement der Gemeinden ist die Notwendigkeit, an der ökologischen Gewässerqualität langfristig etwas zu verbessern, der Erhalt heimischer Höfe und auch touristische Chancen, die sich in Richtung einer Biogenussregion ergeben. Der Laufener Landweizen kann dafür ein Paradebeispiel werden – er steht für einen Schatz aus der Region, den es wieder zu heben gilt.

 

Den Artikel können Sie sich auch hier herunterladen:

10.08.2017: Laufener Landweizen als Bereicherung für die Ökomodellregion (PDF)

 

Laufener Landweizen in Tittmoning 2017, Feld von Hans Glück, Foto: Anne Bogdanski

 


 

Haferaussaattag bei Barnhouse

Der Haferaussaattag von Barnhouse für´s regionale Granola-Müsli fand Anfang April auf dem Hof von Andreas Remmelberger in Burgkirchen statt. Andreas Remmelberger Senior und Junior, beide seit langem überzeugte Biobauern, haben die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel von Beginn an interessiert begleitet und unterstützt und waren mit die ersten Teilnehmer am fairen Anbauprojekt von Hafer und Dinkel für Barnhouse in Mühldorf. Nachbarn, Landwirte aus der  Ökomodellregion Waginger See, aus dem Isental und von Tagwerk sowie Sina Nagl, die Barnhouse-Chefin, mit ihren Mitarbeitern hatten viel Spaß beim gemeinsamen Säen und beim anschließenden Bio-Büffet, das Claudia Häußler, die Wirtin z´Gallenbach, hergerichtet hatte.

 

20.05.2017: Biohafer aus der Region für Barnhouse, aus: Südostbayerische Rundschau, Michaela Resch (PDF)

24.04.2017: Barnhouse Aussaattag, aus: Altbayerische Heimatpost, Michaela Resch (PDF)

 

Impressionen (Fotos: Barnhouse)

Foto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: BarnhouseFoto: Barnhouse

 


 

Bio-Lebensmittel aus der Region für die Region – Verarbeiter aus der Öko-Modellregion stellen sich vor
Preis für Rohstoffe muss bäuerliche Existenz sichern – Seit zwei Jahren gibt es die Öko-Modellregion (ÖMR) Waginger See-Rupertiwinkel mit nunmehr zehn Mitgliedsgemeinden. Ein wichtiges Ziel der Projektarbeit ist die Erzeugung und Vermarktung regionaler Bio-Produkte. „Wir sind bestrebt, ein enges Netzwerk zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern zu schaffen“, erklärte Projektmanagerin Marlene Berger-Stöckl bei einem Treffen von Vorstandschaft und geladenen Gästen in Gausburg (wir berichteten). Wie eine solche Vernetzung funktionieren kann, erfuhren die Besucher anhand verschiedener Beispiele.
Den gesamten Artikel können Sie hier herunterladen:

22.12.2016: Lebensmittel aus der Region für die Region, aus: Südostbayerische Rundschau, Norbert Höhn (PDF)

 


 

Bioprodukte zur Verkostung

Die Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel arbeitet mit mehreren Bioverarbeitern in enger Kooperation zusammen, die heimischen Biolandwirten einen fairen Preis für ihr Produkt bezahlen: Landwirte bauen Biosenf für den Feinkosthändler Byodo in Mühldorf an, Biobraugerste für die Brauerei Stein in Stein an der Traun, Biodinkel und –hafer für den Müslhersteller Barnhouse in Mühldorf sowie Laufener Landweizen für die Bäckereien Wahlich in Surheim und Neumeier in Teisendorf. Zum Jahresabschluss fand eine Verkostung in Saaldorf-Surheim statt, an der die beteiligten Firmen die neuen regionalen Bioprodukte den Vorständen vorstellten: Prokurist Josef Stellner präsentierte den neuen Gelbsenf mit regionaler Senfsaat, Geschäftsführer Stefan Haunberger und Braumeister Markus Milkreiter das regionale Biozwicklbier mit und ohne Alkohol, Geschäftsführerin Sina Nagl drei neue Sorten Granola-Knuspermüsli mit regionalem Hafer sowie die Bäckermeister Michael Wahlich und Andreas Neumeier ihre Spezialitäten aus Laufener Landweizen. Dazu gab es ein Käsebuffet von der Hofkäserei Paulbauernhof und den drei Biokäsereien Obermaier in Fridolfing, Frisch in Wonneberg und Scholz in Sondermoning (mobile Hofkäserei).

 

Den gesamten Artikel können Sie hier herunterladen:

19.12.2016: Bioprodukte zur Verkostung anbieten, aus: Südostbayerische Rundschau, Norbert Höhn (PDF)

 


 

Teilnahme an Ökoackerbauprojekten

2015 wurde gemeinsam mit einer weiteren Ökomodellregion und der Tagwerk-Genossenschaft eine Erzeugergemeinschaft für die Lieferung von Biodinkel und Biohafer an Barnhouse, einen Mühldorfer Hersteller von Knuspermüsli, gegründet. Im Moment stehen einige Teilnehmer aus einem größeren Umkreis auf der Warteliste, wir hoffen aber auf die Erhöhung der Liefermengen durch Barnhouse im Lauf des Jahres 2017 (bisher ist die Anliefermenge noch auf jeweils 500t jährlich beschränkt) und die Öffnung für weitere Landwirte aus unserer Region. Interessierte Landwirte können sich bei der Ökomodellregion vormerken lassen.

 

Den ganzen Bericht können Sie hier herunterladen:

23.11.2016: Teilnahme an Öko-Ackerbauprojekten der Ökomodellregion (PDF)

 


 

Betriebsportraits

01.10.2016: Vom Feld direkt auf den Tisch (Betriebsportrait Andreas Maier), aus: Hallo Nachbar, Janina Hügel (PDF)

25.08.2016: Mit Getreideanbau experimentieren (Betriebsportait Franz Obermeyer), aus: Salzburger Bauer, Prof. Ernst Standl (PDF)

 


 

Das fehlende Puzzleteil gefunden – Schlossbrauerei Stein und die Ökomodellregion Waging kooperieren mit der Mussenmühle in Tacherting
„Dass uns die Familie Huber Kapazitäten in ihrem Bio-Lagerhaus in der Mussenmühle bieten kann, ist für uns ein Glücksfall. Und nicht nur für uns – alle Beteiligten profitieren davon.“ Markus Milkreiter, 1. Braumeister der Schlossbrauerei Stein, ist begeistert, wie sich das Problem, die von der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel gelieferte Biobraugerste sach- und fachgerecht zu lagern, in Wohlgefallen aufgelöst hat.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

24.07.2016: Das fehlende Puzzleteil gefunden, Alzhaus-Media, Andreas Falkinger (PDF)

 


 

Der kurze Weg zum Bier

Erst sechs Wochen ist das Zwickelbier alt, das Markus Milkreiter, Braumeister der Schlossbrauerei Stein, gestern zur Probe an Landwirte und Bürgermeister ausschenkte – mitten im Feld von Josef Berger. Dieser ist einer von inzwischen zwölf Bauern, die im Rahmen der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel Bio-Braugerste anpflanzen und an die Steiner Brauerei liefern.

 

Lesen die den ganzen Artikel von Simone Bernard:

01.07.2016: Der kurze Weg zum Bier, aus: Südostbayerische Rundschau, Simone Bernard (PDF)

 


 

Zusammenarbeit mit Barnhouse

Als einen „Gewinn für die Region und die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern“ hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Kooperation von Bio-Landwirten der Öko-Modellregionen Isental und Waginger See-Rupertiwinkel mit dem überregionalen Bio-Verarbeiter Barnhouse bezeichnet. Über 40 Biobauern aus den beiden Öko-Modellregionen wollen künftig bei der Lieferung von Dinkel und Hafer zusammenarbeiten. Auf der Nürnberger BIOFACH 2016 haben Vertreter der Liefergemeinschaft im Beisein des Ministers mit dem Bio-Verarbeiter Barnhouse einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Noch im Februar wird das erste Getreide aus den beiden Regionen zu Flocken verarbeitet.

 

Die komplette Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können Sie hier herunterladen:

11.02.2016: Pressemitteilung BIOFACH (PDF)


 

Biosenf – ein Projekt mit Byodo

Einige Biobauern aus der Öko-Modellregion gehen neue Wege. So soll in Zusammenarbeit mit der Mühldorfer Firma Byodo der erste Biosenf aus der Öko-Modellregion entstehen. Der Anbau von Biosenf ist nicht einfach und in Jahren mit vielen Rapsschädlingen, die auch verwandte Arten wie Senf schädigen, mit einem hohen Anbaurisiko verbunden. Die ersten Betriebe, die damit experimentieren, bauen den Senf deshalb nicht als Hauptfrucht, sondern im Gemenge mit Erbsen, Ackerbohnen oder weiteren Mischpartnern an. Für die Landwirte ist ein fairer Preis entscheidend, der das Ausfallrisiko mit absichert.

 

Beitrag über den Biosenfanbau in der Ökomodellregion aus dem Notizbuch/ Bayern 2 vom Montag, den 5.9. um 10.00 Uhr:

Beitrag BR2 Notizbuch, von Christine Haberlander (mp3)

 


 

Lieferbeziehungen aufbauen

Nicht nur Byodo, auch andere Unternehmen der Region sind  interessiert an einer Zusammenarbeit. Die Brauerei Stein will ein Biobier aus regionalen Sorten brauen und hat in Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion im ersten Jahr sieben Landwirte als Partner gefunden. Die erste Bio-Braugerste der Region ist geerntet und das erste Bier mit Regionaler Braugerste wurde gebraut. Auch die Zusammenarbeit mit Barnhouse spielt eine wichtige Rolle für die Landwirte in der Region. Dank dieser Lieferbeziehungen sucht die Ökomodellregion 2016 nach Biolandwirten und Umstellungswilligen, die sich an den Anbauprojekten Biobraugerste, Biosenf, Biodinkel und Biohafer beteiligen. Jeder interessierte Landwirt kann sich gern bei der Ökomodellregion melden!

 


 

Presse

26.04.2017: Waginger See Hoibe Info Urlaubsbier (PDF)

01.05.2017: Senf aus regionalem Anbau Schrot und Korn, aus: Schrot und Korn (PDF)

28.11.2016: Neue Ära für Heinz vom Stein, aus: Steiner Bräuhaus Zeitung (PDF)

03.09.2016: Besinnung auf bodenständige Sorten und Rassen, aus: Südostbayerische Rundschau, Ernst Deubelli (PDF)

29.07.2016: Rohstoff für heimisches Bier, aus: Trostberger Tagblatt, Manfred Peter (PDF)

21.07.2016: Regionaler Byodo Senf gedeiht (PDF)

21.07.2016: Premiere mit Biobier, aus: Südostbayerische Rundschau, Deubelli (PDF)

13.07.2016: Biobraugerste der Ökomodellregion Waging (PDF)

14.08.2015: Biobraugerste und Biosenf, aus: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, Manfred Peter (PDF)

03.08.2015: Feldbesichtigung Bio-Gemüse – Manfred Peter (PDF)

08.07.2015: Flurbegehung Biobraugerste und Biosenf (PDF)

08.07.2015: Flurbegehung (PDF)

28.04.2015: Brauerei Stein (PDF)

 

 

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