Öko-Modell-Regionen

Projekte / Streuobst und Artenschutz

Der erste Wiesenwettbewerb in der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel ist gestartet – Anmeldefrist bis zum 30.05.2017

Die Integrierte Ländliche Entwicklung und Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel suchen arten- und blütenreiche Wiesen

Der Anblick einer buntblühenden Wiese in unserer einmaligen Voralpenlandschaft, in der Bienen und andere Insekten nur so summen und surren, lässt einem regelrecht das Herz aufgehen. Extensives Grünland gehört neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich; es ist ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere und hat das Landschaftsbild in unserer Region bis vor wenigen Jahrzehnten wesentlich geprägt. Man kann zu Recht von regelrechten Multitalenten sprechen: Extensiv genutztes Grünland stellte im Rupertiwinkel eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzungsformen dar. Es dient der Futterproduktion und damit der Erzeugung von Milch und Fleisch. Traditionell bewirtschaftete, ein- bis dreischürige Wiesen zeichnen sich durch Blütenreichtum und enorme Artenvielfalt aus. Daneben trägt dieses extensiv genutzte Grünland zum Schutz von Boden, Gewässer und Klima bei. Wiesenschutz ist Trinkwasserschutz.

 

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Extensiv genutzte Wiesen sind allerdings auch im Rupertiwinkel selten geworden. Der Lebensraum „Blumenwiese“  ist im Schwinden begriffen, nicht nur in der Landwirtschaft, auch bei privaten Grundstücksbesitzern. Mit dem Wiesenwettbewerb wollen die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) und die Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel in Zusammenarbeit mit der LAG LEADER Traun-Alz-Salzach die Leistungen der Landwirte, Bäuerinnen und Privatpersonen honorieren, die mit einer besonders naturverträglichen Bewirtschaftung diese artenreichen Wiesen erhalten und in ihrem landwirtschaftlichen Betriebskreislauf nutzen. Das Projekt wird finanziell vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) unterstützt, wie das Amt kürzlich mitteilte. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung vieler Wiesenbesitzer! Machen Sie mit Ihren Wiesen beim Wettbewerb mit! Die Veranstalter sind gespannt, welche einmaligen Schätze sich entdecken lassen!

 

Die komplette Ausschreibung können Sie hier herunterladen:

Ausschreibung Wiesenwettbewerb (PDF)

 

Presse

20.05.2017: Wiesenwettbewerb in der Ökomodellregion, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

 


 

Streuobstwiesen als blühende Biotope – „Anleger“ für neue Wiesen gesucht

„Die Aktion blühender Landkreis in Traunstein war kein Strohfeuer, sondern wird in den nächsten Jahren konstant fortgesetzt – und Streuobstwiesen leisten dafür einen wichtigen Beitrag, weil sie für Honig- und Wildbienen eine sehr gute Trachtquelle sind“, so stimmte der neue Kreisfachberater für Gartenkultur, Markus Breier, die ca. 30 interessierten Teilnehmer auf dem Gang zur Obstwiese der Familie Geisreiter in Zözenberg bei Waging ein.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

170508 Streuobstwiesen als blühende Biotope, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

 


 

Gärtnern am besten ohne Torf

„Vielen Hobbygärtnern ist nicht bewusst, dass sie mit dem Kauf von torfhaltiger Erde zur Zerstörung wertvoller und schützenswerter Moore beitragen“: Diese Mahnung richtet Beate Rutkowski zu Beginn der Pflanzsaison an alle umweltbewussten Gartenbesitzer. Die Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Traunstein ist auch in der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel engagiert; dort ist sie Sprecherin der Arbeitsgruppe Artenschutz und Streuobst.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

07.04.2017: Gärtnern am besten ohne Torf, aus: Traunsteiner Tagblatt, Hans Eder (PDF)

 


 

Wälder mit Schutzfunktion für den Waginger See

Was hat ein Wald in Wonneberg mit dem Schutz des Waginger Sees zu tun?

Bei einem Waldbegang in der Ökomodellregion erläuterte Förster Max Poschner  gemeinsam mit Leonhard Strasser (Agrarbündnis) und Hans Praxenthaler (Arbeitsgemeinschaft naturgemäßer Waldbau), wie z.B. der Schutzwaldstreifen am  Panolsgraben in Wonneberg so bewirtschaftet werden kann, dass er seine Schutzfunktion für den Seezubringer als Nährstoffrückhalt und Wasserspeicher  auch in Zukunft erfüllen kann.

 

Den ganzen Artikel können Sie herunterladen:

18.03.2017: Wälder mit Schutzfunktion für den Waginger See (PDF)

29.03.2017: Abflusssituation bei Starkregen dramatisch verschärft, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

 


 

Streuobsthochstamm in Lampoding gepflanzt

Zwei neue Obstanger wurden vom Landschaftspflegeverband Traunstein e.V. mit 24 Schülern aus der Staatlichen Berufsschule Traunstein III, Fachrichtung Gartenbau, im Bereich der Ökomodellregion Waginger See/ Rupertiwinkel angelegt. Gemeinsam pflanzten die Berufsschüler mit ihren Lehrern Klaus Herold und Manfred Maier sowie Carsten Voigt vom Landschaftspflegeverband Traunstein jeweils acht neue Bäume auf zwei Wiesen in Lampoding an – und damit den 500. Streuobsthochstamm.

 

Den kompletten Artikel können Sie hier herunterladen:

09.11.2016: Streuobstpflanzung in Lampoding, aus: Südostbayerische Rundschau, Gitti Sojer (PDF)

 


 

Presse

13.10.2016: Waldumbau, aus: Bayernkurier, Anja Schuchardt (Link zu Youtube)

04.06.2016: Streuobstbäume für Wildbienen, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

04.06.2016: Streuobstbäume als wichtige Lebensräume, aus: Traunsteiner Tagblatt, Hans Eder (PDF)

31.05.2016: Freut sich die Biene, freut sich der Mensch (PDF)

01.03.2016: Streuobstwiesen wertschätzen und erhalten (PDF)

 

Weitere Presseartikel finden Sie am Ende dieser Seite.

 


 

Die Arbeitsgruppe „Streuobst und Artenschutz“ kooperiert mit vielen Initiativen und wichtigen Partnern aus der Region, so mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein, der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz in Traunstein, den Obst- und Gartenbauvereinen, der Chiemgauer Streuobstinitiative, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein/ Abteilung Forstwirtschaft, der Leadergruppe Traun-Alz-Salzachtal und weiteren künftigen Partnern.

 

Ein konkretes Ziel ist die Anlage von 1.500 neuen Streuobsthochstämmen in der Region, über 400 davon wurden bis zum Frühling 2016 gepflanzt. Auch die Pflege muss organisiert werden: Interessierte Baumpaten kümmern sich um Erziehungs- und Auslichtungsschnitt und dürfen schließlich den Hauptteil des Obstes genießen, wenn ein Eigentümer zwar Flächen zur Verfügung stellt, sich aber nicht selbst mit der Pflege befassen will. Was die Verwertung angeht, so wurde gemeinsam mit der Streuobstinitiative Chiemgau e.V. und verschiedenen Leader-Arbeitsgruppen der Region ein Projekt zur Bio-Sammelzertifizierung von Streuobst in die Wege geleitet, dessen Finanzierung gerade geklärt wird. Die Vernetzung von Feld-, Wald- und Gewässerrändern zu Lebensräumen für gefährdete Tierarten wurde von der Ökomodellregion als Leitprojekt in die integrierte ländliche Entwicklung (ILEK) eingebracht, denn auch Wildhecken sind wichtige Lebensräume; es soll 2016 gestartet werden.

 

Passionierte Bürger und Naturschützer setzen sich ein für das Überleben der Wildbienen und weiterer Arten, für naturnahe Wälder, Vielfalt und Wildwuchs.

 

Presse

29.10.2015: 16 neue Obstbäume am Mühlberg gepflanzt (PDF)

02.07.2015: Aufruf des Landschaftspflegeverbandes (PDF)
02.06.2015: Neuanlage Streuobst (PDF)

28.05.2015: Streuobst – Hans Eder (PDF)

11.05.2015: Giftfreier Hausgarten (PDF)

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