Öko-Modell-Regionen

Projekte / Tourismus

Premiere im Rupertiwinkel: Die ersten Gastronomen mit dem EU Bio-Zertifikat ausgezeichnet

 

Brigitte Sojer
Waging am See. Die starke Nachfrage der Haushalte an Bio-Produkten hat dazu geführt, dass mittlerweile über fünf Prozent der angebotenen Lebensmittel in Deutschland aus ökologischer Erzeugung stammen. Besonders junge Privathaushalte zeigen sich sehr „bioaffin“, aber auch immer mehr Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie kaufen regelmäßig ökologisch erzeugte Lebensmittel ein und bewerben ihr Bio-Angebot.

Lesen Sie hier mehr
 Wer aber seine Lebensmittel nicht nur in Bio kauft, sondern als Bioprodukt auch bei seinen Gästen bewerben will, der muss überprüfen lassen, ob seine Produkte den Auflagen für die ökologische Erzeugung entsprechen, also z.B. das EU-Biosiegel tragen, und ob die eingekaufte Biomenge mit der verkauften Biomenge übereinstimmt. Für Betriebe, die Bio-Produkte nicht abgepackt, sondern offen einsetzen und die Bio-Herkunft auf der Speisekarte, auf einer Tafel im Speisesaal oder auf der Internetseite des Unternehmens bewerben, ist deshalb eine Teilnahme am Bio-Kontrollverfahren erforderlich.
Diesem zukunftsträchtigen Trend stellen sich mehrere Gastronomen aus der Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel, die gemeinsam wohl eine der ersten Bio-Zertifizierungen im Rupertiwinkel erhalten haben: das Strandkurhaus Waging, das Hotel Eichenhof und das Hotel Gut Edermann in Teisendorf. Im Catering-Bereich wurde letztes Jahr das Landhaus Tanner und jüngst Yvonne Liebl von der „Esspedition“ aus Waging mit dem EU-Bio-Siegel ausgezeichnet. Auch das Hotel Rehlegg in der Ramsau, seit mehreren Jahren Vorreiter im Einkauf regionaler und nachhaltig erzeugter Waren, hat sich der Bioteilzertifizierung in diesem Kreis angeschlossen.
Martin Hoffmann, Geschäftsführer der Kontrollstelle ÖkoP – eine der 17 staatlich zugelassenen Öko-Kontrollstellen in Deutschland -, überreichte den Gastwirten nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung und Besprechung mit der Küchenleitung zu Bioeinkauf, Lagerung und Biospeisenangebot ihr Zertifikat. „Diese Auszeichnung zeigt Ihren Gästen, dass Sie auf beste Qualität mit regionaltypischer Küche und heimischen Produkten setzen“, lobte Hoffmann bei der Urkundenübergabe. Die Nutzer des EU-Bio-Siegels werden mindestens einmal jährlich kontrolliert und ca. jeder fünfte Besuch erfolgt unangemeldet. Hoffmann wies darauf hin, dass ein Gastwirt oder Händler so viele Bio-Produkte anbieten kann wie er möchte, solang sie abgepackt weiterverkauft werden. Erst wenn sie offen weiterverkauft werden und nur dann, wenn mit Bio beim Gast auch geworben wird, sei eine Kontrolle notwendig. Bio sei ein geschützter Begriff, bei dem der Gast einfach und schnell Klarheit darüber haben müsse, „wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin“. Wie bei jedem Qualitätssiegel im Lebensmittelbereich gebe es deshalb ein Kontrollsystem, das Transparenz und Vertrauen beim Kunden sicherstelle. Die Kontrollstelle versteht sich auch als fachkundiger Ansprechpartner für alle Fragen der Gastwirte rund um das Thema.
Bürgermeister Herbert Häusl begrüßte die Auszeichnung der Gastronomen mit dem Prädikat „biozertifiziert“. Die Ökomodellregion sei zu Beginn aus dem kommunalen Seenbündnis hervorgegangen, es sei deshalb ein wichtiges Ziel, die Biolandwirtschaft in der Region zu stärken und dadurch die Einträge von Phosphor in Gewässer langfristig zu verringern. Die Biozertifizierung der beteiligten Gastronomen sei ein wichtiges Signal für Landwirte, regionale Kreisläufe wiederzubeleben und die Nachfrage nach Biolebensmitteln zu stärken. Dies trage zu einem gesicherten Einkommen für die Landwirte und zu einer nachhaltigen Produktion bei. Strandkurhauschef Andreas Barmbichler, der den Anstoß zur gemeinsamen Zertifizierung gegeben hatte, verspricht sich durch das einheitliche Siegel eine bessere Vermarktungsinitiative: „Wir wollen Bioprodukte aus der Ökomodellregion einsetzen, denn regionale Produkte schaffen Identität und machen gleichzeitig die Region als touristisches Ziel noch interessanter. Viele Gäste sind inzwischen gut informiert und erkundigen sich auch nach dem Biosiegel. Unsere Biozertifizierung kann auch eine Chance für gemeinsame Aktionen wie Biogenusswochen sein“. Für Michael Stöberl vom Gut Edermann in Teisendorf ist die gemeinsame Zusammenarbeit der erste große Schritt für den Aufbau eines Netzwerkes: „Mit der Gemeinschaftsaktion wollen wir die Verwendung regional erzeugter Bio Produkte voranbringen. Von einer engen Zusammenarbeit zwischen Gastronomen und heimischen Erzeugern profitiert schließlich die gesamte Region und Bio ist inzwischen in gut geführten Hotels auch ein Qualitätsmerkmal“. Klaus Lebek, Inhaber des Eichenhofs, ist es unter anderem auch wichtig, dass das Wort „Bio“ auf der Speisekarte jetzt ausgelobt werden darf: „Das ist gut für die Gäste, weil es bedeutet, dass man sich bei Bio-Lebensmitteln darauf verlassen kann, dass wirklich Bio drin ist.“
Das EU-Bio-Label, mit einem Blatt aus weißen Sternen auf grünem Grund, ist seit 2010 das Standardsiegel für Bio-Produkte und genießt in Deutschland großes Vertrauen. Das eigentlich abgelöste „deutsche Bio-Siegel“ mit sechs Ecken wird aufgrund des hohen Bekanntheitsgrads von den Herstellern parallel verwendet. Das EU-Bio-Siegel hat zum Ziel, die biologische Landwirtschaft über klar definierte Regeln zu fördern. Ein Lebensmittel darf nur dann „bio“ oder „öko“ genannt werden, wenn es folgenden Kriterien entspricht: Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und leicht lösliche mineralische Düngemittel, höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar, artgerechte Haltungsformen, biologische Futtermittel und möglichst geschlossene Betriebskreisläufe, Verbot von Antibiotika zu anderen als medizinischen Zwecken, Verbot von Gentechnik. Auch in der Verarbeitung gibt es Regeln, so sind z.B. nur ca. 15% der sonst gebräuchlichen mehr als 300 Zusatzstoffe in der Verarbeitung von Biolebensmitteln grundsätzlich erlaubt. Viele Bioverarbeiter orientieren sich an möglichst handwerklichen Verarbeitungsgrundsätzen.
Marlene Berger-Stöckl von der Ökomodellregion sieht in der Zusammenarbeit führender Gastronomen einen wichtigen Schritt in Richtung einer Biogenussregion. Für deren Ausgestaltung hat die TI Waging mit Unterstützung des Tourismusverbands Berchtesgadener Land heuer in einem gemeinsamen Konzept Chancen aufgezeigt. In der Handhabung habe sich das Zertifizierungssystem für die Gastronomie inzwischen so weiterentwickelt, „dass für jeden Gastwirt, der gern Bio im Speiseangebot ausloben möchte, eine einfache Möglichkeit für die Umsetzung besteht“, so Berger-Stöckl. Diese Flexibilität ermögliche es beispielsweise, nur bestimmte Warengruppen in Bio einzukaufen, z.B. Trockenwaren oder Getränke, ein Frühstücksbuffet mit Biowaren und regionalen Waren einfach durch kleine Täfelchen zu kennzeichnen oder anstelle eines vollständigen Biogerichtes Gerichte mit Biobeilage einzubeziehen – so sei für jeden interessierten Gasthof etwas Passendes dabei, und die Kontrolle bleibe unkompliziert und kostengünstig. Sie freue sich darauf, dass viele Gäste auf dieses neue Angebot aufmerksam gemacht werden.
Brigitte Sojer, erschienen in der SOR vom 23.12.2017

1 SOJER ÖKOMODELL BIOZERTIFIZIERUNG DSCN9930 - Künftig als bio-zertifizierter Betrieb ausgezeichnet. von links: ÖkoP Geschäftsführer Martin Hoffmann, Strandkurhauschef Andreas Barmbichler, Direktor Michael Stöberl vom Gut Edermann, 1. Bürgermeister Herbert Häusl und Hotelchef Klaus Lebek vom Eichenhof Foto: Gitti Sojer

Künftig als bio-zertifizierter Betrieb ausgezeichnet. von links: ÖkoP Geschäftsführer Martin Hoffmann, Strandkurhauschef Andreas Barmbichler, Direktor Michael Stöberl vom Gut Edermann, 1. Bürgermeister Herbert Häusl und Hotelchef Klaus Lebek vom Eichenhof Foto: Gitti Sojer


 

Genusswochen Waginger See – Auftaktveranstaltung beim Bauern z´Hof
Kirchanschöring. Wer seinen Gästen Produkte aus nächster Nähe, von Frische und bester Qualität gekennzeichnet, vorweisen kann, hat einen gewissen Wettbewerbsvorteil.

Und genau diesen Wettbewerbsvorteil versucht die Ferienregion „Waginger See“ herauszustreichen. Dazu leisten die „Waginger See-Genusswochen“, die am Sonntag, den 10. September, losgehen, einen nicht unerheblichen Beitrag. Ihren Abschluss finden die Wochen mit der musikalisch umrahmten „Schmankerl-Meile“, die am 8. Oktober wieder in Verbindung mit dem Waginger Bauern- und Handwerkermarkt über die Bühne geht.

Lesen Sie hier mehr

Während dieser Zeit präsentieren die Genusswochen die Region und ihre einzigartigen Schmankerl in vielfältigster Weise. Da wird das umfangreiche Angebot regionaler Lebensmittel mit der heimischen Kochkunst vereint, in der sich die landestypische Linie widerspiegelt. Zudem bieten sich entspannte Erlebnismöglichkeiten in der herrlichen und frühherbstlichen Landschaft an, die von der Radtour bis zur Kräuter-, Moor- oder Pilzwanderung und von Kochkursen, über Hof-, Hofladen- und Schnapsbrennerei-Besichtigungen bis hin zu gemütlichen kulinarischen Spaziergängen zu den schönsten Plätzchen zum Verweilen führen.

Vor allem aber will man Genießer mit schmackhaften Kreationen der klassischen Küche und der zeitgemäßen, gesunden Vitalküche verwöhnen. Und das, was die zahlreichen Erzeuger an Kostproben oder die sechs Genusswochen-Wirte offerieren, regt schon beim Lesen und Durchblättern der eigens für dieses Event aufgelegten und in der Tourist-Info ausliegenden Broschüre „Waginger See-Genusswochen“ den Appetit an. So etwa das „Rosa Reh aus Martl’s Jagd mit Nuss, Trauben, Spitzkraut und Breznknödl“. In diesem kostenlos erhältlichen Heft sind zum einen die teilnehmenden Gastronomie-Betriebe mit all ihren regionalen Lieferanten samt deren Produkte gelistet und zum anderen enthält es das begleitende und zugkräftige Aktionsprogramm, das Genuss und Erlebnis verbindet, mit Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort und allen Anmeldeformalitäten.
Im Rahmen einer festlichen Auftaktveranstaltung machte die Waginger Touristinfo-Leiterin Eva Gruber beim „Bauern z’Hof“ geladene Gäste mit den Einzelheiten des Programmablaufs vertraut. Genauer gesagt, unter den Kastanienbäumen seines Rupertiwinkler Bauernhofmuseums. Dieses Ziel wählte Eva Gruber explizit, um so zu testen, ob sich diese sehenswerte Rarität auch für eine unverwechselbare Erlebnis-Geschichte in authentischer Umgebung eignet, die die Besonderheiten der von Menschen geschaffenen Kulturlandschaft im Herzen des Rupertiwinkels herausstreicht und erlebbar macht. Denn dort können Urlauber wie Einheimische viel über das frühere bäuerliche Leben der Gegend erfahren und die Vergangenheit emotional erleben.

Zudem führt der Museums-Stadel in einer wissenschaftlichen Ausstellung durch den Getreide-Zyklus, der vom Anbau bis zum Dreschen reicht. Hier erfährt man auch vom Comeback einer fast in Vergessenheit geratenen uralten Getreidesorte: dem „Laufener Landweizen“.
Das ist eine regionale Weizensorte aus dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet des Rupertiwinkels und des westlichen Flachgaus, wo er vor gut zwanzig Jahren wiederentdeckt wurde. Aktuell erfährt der Landweizen einen deutlichen Aufschwung. Immer mehr Landwirte und Verarbeiter interessieren sich für ihn. Er gilt derzeit als die einzige bekannte Landweizensorte der Region und soll nun im Rahmen eines Projekts als Marke bekannt gemacht und etabliert werden.
Immer wieder wird das Anwesen z’ Hof auch zum Klassenzimmer, wo Schüler alles Wissenswerte über das Getreide erfahren und gemeinsam mit dem Hausherrn, Franz Huber, wie einst säen, ernten und in seinem alten Steinbackofen selber Brot backen dürfen. Bei dieser Auftaktveranstaltung buk nun aber ein Bäckermeister das Brot und zwar ganz in alter, liebevoller Manier und Handarbeit: der Bio-Verarbeiter der Ökomodellregion aus Saaldorf-Surheim, Michael Wahlich.
Von ihm ließen sich auch der stellvertretende Landrat, Sepp Konhäuser; Wagings Bürgermeister Herbert Häusl, seine Tachinger Amtskollegin, Ursula Haas; die Leiterin der Tourist-Info Kirchanschöring, Sieglinde Gaugler; die Projektmanagerin der Ökomodellregion, Marlene Berger-Stöckl, und viele Interessierte in die Kunst des Brotbackens einweisen.
Wahlich, der in seiner Bäckerei auch Mehl des Laufener Landweizens verarbeitet, bezieht all sein Mehl aus gentechnikfreiem Bio-Getreide von Demeter-Landwirten aus der Ökomodell-Region. Mit Wasser und Steinsalz hatte er ein reines Roggen-Vollkornmehl zu einem Natur-Sauerteig angesetzt. In der Backstube von Franz Huber wurde schnell klar, dass es mit dem „richtigen“ Mehl nicht getan ist, sondern neben ganz präzisen Mengenangaben auch Gär-, Geh- und Ruhezeiten eine wichtige Rolle spielen. Es ging also nicht um Brotbacken für Anfänger oder um eine möglichst einfache Variante, die nur so ungefähr in Richtung eines guten Produktes geht, sondern um ein gutes Ergebnis ohne chemische Hilfsmittel, die für Wahlich völlig tabu sind. Man könne alles ohne Zusatzstoffe backen, obwohl es mit natürlich leichter gehe. Da sein Teig keine Zusatzstoffe enthalte, sei das Brot lange frisch, vorausgesetzt man lagere es richtig, ließ er wissen, ehe er die Gärkörbe mit Mehl bestäubte, in die die großen und kleinen „Bäcker-Gehilfen“ ihre händisch geformten, rund ein Kilo schweren Laibe setzten, um sie darin eine weitere halbe Stunde gehen zu lassen
Zuvor hatte Hausherr Franz Huber den alten Steinbackofen mit dürrem Fichtenholz rechtzeitig angeheizt, wo es dann knackend und rotglühend gut zwei Stunden lang brannte, damit sich Sohle und Gewölbe richtig aufheizen. Als die Ofenwand heiß genug war, zog er Glut und Asche ab und säuberte mit einem nassen Strohbesen die Backfläche. Nach einer kurzen Wartezeit konnte Huber die vorgeformten Teiglinge einschießen, um diese nach einer Stunde wieder herauszuholen. Bäckermeister Wahlich prüfte klopfend den Garzustand. „Es klingt hohl, also ist das Brot gar.“ Am besten schmecke es erst einen Tag später, wenn die Röstaromen an der Kruste auch ins Innere des Laibs gedrungen seien.

„Mit der Anschnittfläche nach unten auf ein Brett gelegt und mit einem Leinentuch abgedeckt, bleibt es lange frisch.“ Dass keine Spritzgifte beim Wachsen seiner verwendeten Getreidesorten eingesetzt werden, ist Bäckermeister Wahlich sehr wichtig: „Die könnten nämlich ins Brot gelangen.“ Als Biobäcker nehme er auch keine Fertigmischungen her. „Bio bedeutet ein besseres Lebensgefühl“, weil man durch die Verwendung von Bioprodukten auch die natürlichen Kreisläufe unterstütze. Seine Backwaren seien nicht austauschbar. Zudem gebe es einen geschmacklichen Unterschied zu konventionell hergestelltem Brot. „Unsere Rohstoffe kommen weitestgehend von Kleinbauern aus der Region.“ Mit dem Kauf von Bio-Produkten fördere der Konsument zudem die Artenvielfalt, „was wiederum den Bienen und Wildbienen zugutekommt.“
Bio und regional haben auch für die Gesundheitstrainerin Yvonne Liebl einen hohen Stellenwert. Seit vielen Jahren kocht sie mit größter Leidenschaft überwiegend vegetarisch. Ursprung und Erzeugung spielen für sie ebenso eine wichtige Rolle wie Verarbeitung und Zubereitung der Speisen. Liebls kulinarischer Beitrag beim Bauern z’ Hof bestand nun aus einem sorgsam zubereiteten kalten Buffet, mit hausgemachten Brotaufstrichen und Salaten von ausgewählten Getreidesorten. Zum Zubereiten der Speisen hatte sie fast nur Zutaten verwendet, die aus ihrer neuen Bio-Genuss-Kiste der Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel stammten. Die ganze Angebotsvielfalt der Kiste dürfen die Teilnehmer der beiden unter dem Motto stehenden Kochkurse „Bio-regional Querbeet“, die Liebl im Zuge der Genusswochen bietet, auch näher kennenlernen.
An den ungespritzten Wiesen- und Waldrändern von Hof wachsen beste Kräuter. „Man muss nur wissen, welche genießbar sind.“ Auf einem Ausflug zeigte Kräuterexpertin Geli Egger, wie sie aussehen und schmecken, und welche heilende Wirkung sie entfalten, ehe sie in den Körben der Sammler landeten. Die entdeckten mit Spitzwegerich, Löwenzahn, Schafgarbe, Labkraut, Hornklee, Gundermann, Rotklee und so weiter die Reichhaltigkeit der heimischen Flora. Nach der einstündigen Wanderung hätte die selbstgemachte Kräuterbutter nicht besser schmecken können, die Geli Egger aus den Wildkräutern zubereitet hatte. Mit dieser Butter, den Schmankerln von Liebls Buffet, dem frischen Brot und den von der Ökomodellregion-Projektbetreuerin, Jessica Linner, frisch gegrillten Steckerlfischen verwöhnten die Gastgeber nämlich abschließend ihre Gäste bei einem Mittagessen am Bauernhofmuseum. So entstand bei einer „Waginger See Hoibe“ ein erster Eindruck, was den Freunden guter, regionaler Küche bei den mittlerweile zum sechsten Mal stattfindenden „Waginger Genusswochen“ ab dem 10. September so geboten wird. Der erste Eindruck, den der Geschäftsführer des Chiemgau-Tourismus, Stefan Semmelmayr, gewann, war jedenfalls schon mal sehr gut.

 

 

DSCN0371 - Auftakt Genusswochen, Brot backen mit Bio-Bäcker Michael Wahlich Foto: Anneliese CarusoDSCN0386 - Am Wegesrand entdecken die Teilnehmer auf der von Kräuterexpertin Geli Egger (Dritte von links) organisierten Kräuterwanderung die Schätze der Natur. Egger erläuterte dabei die Besonderheiten und die Bedeutung der verschiedenen Wildkräuter (Foto: Anneliese Caruso).

Erschienen in der Südostbayerischen Rundschau vom 29.08.2017; Anneliese Caruso

 


 

Kulinarische Reise durch die Ökomodellregion
Info-Radtour zwischen Fridolfing und Tittmoning zeigte die Angebotsvielfalt von Bio-Produkten aus der Region auf
Mit großen Engagement haben die Verantwortlichen der Tourist-Info Waginger See in Zusammenarbeit mit der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel in den letzten Monaten ein zukunftsfähiges Tourismuskonzept ausgearbeitet (wir berichteten). Teile daraus bilden die Grundlage, mit dem sich die Region an einem Wettbewerb des Bayerischen Umweltministeriums beteiligt. Dieses will in einem Pilotprojekt drei Gemeinden als Naturtourismus –Region entwickeln und fördern. Die Gewinner werden am 5. Juli bekannt gegeben.

 

Lesen Sie hier mehr

Dass die Chancen für die Entwicklung des sanften Naturtourismus und der damit verbundenen regionalen Wertschöpfung um den Waginger See recht gut stehen, hat bereits die enge Vernetzung unterschiedlicher Akteure in der Ökomodellregion deutlich gemacht. Einen praxisnahen Einblick in die Vielfalt der bestehenden Produkte und Angebote gab jetzt eine kulinarische Info-Radltour der Waginger Tourist-Info zu Hofläden und -cafés, Direktvermarktern und Bio-Betrieben zwischen Fridolfing und Tittmoning. Die knapp 30 Teilnehmer, darunter Behördenleiter, Bürgermeister, Vermieter, Firmenangehörige, Touristiker und Einheimische, erfuhren dabei nicht nur viel über alte Zuchtrassen, Stallhaltung und Getreidesorten, sondern auch über die Artenvielfalt in Streuobstwiesen, die ideenreiche Vermarktung von Hofcafés  oder das Netzwerken beim Getreideanbau für Bio-Bier aus der Region.

 

Von wilden Zeiten als „Öko-Rebell“ erzählen konnte Hans Glück aus Grassach bei Tittmon-ing. Vor rund 35 Jahren begann er als einer der ersten Landwirte der Region mit der Umstel-lung auf biologische Landwirtschaft. War das damals noch eine Art „Kriegserklärung“ für die umliegenden Bauern, so liegt „Bio“ heute im Trend. In seinem Hofladen vermarktet Glück Getreideprodukte und Gemüse von eigenen Feldern sowie Fleisch von selbstgezogenen robusten Haustierrassen. Ein Blick in den Stall zeigte den Teilnehmern der Tour, wie eine artgerechte Aufzucht von Schweinen, Rindern, Schafen und Hühnern aussehen kann. Bei einem üppigen Frühstück demonstrierten Glück und seine Lebensgefährtin Jutta, wie vielseitig bereits jetzt das Angebot an ökologisch produzierten Getreideprodukten, Ölen, Gemüsen, Obst und Milchprodukten aus der Region ist und wie leicht sich auch für Gastgeber ein Frühstück in Bio-Qualität zubereiten lässt.

 

Die Zusammenhänge zwischen einer nur zweimal im Jahr gemähten Streuobstwiese mit verschiedenen Obstbäumen und Hecken und der sich einstellenden Artenvielfalt an Pflanzen, Insekten und Vögeln sowie eigenen Erfahrungen als Jungimkerin erläuterte Kathrin Geiger in ihrer „Lines Manufaktur“ nördlich von Tittmoning. Sie produziert Marmeladen und Sirups aus eigenem Obst, Beeren und Kräutern.

 

Von der Kunst des Bio-Gerstenanbaus für eine regionale Brauerei berichtete Bio-Bauer Andreas Maier aus Waldering. Um die erforderliche hohe Qualität zu erreichen, sei viel Knowhow erforderlich. Lohnend zur Zweitverwertung sei die Kombination etwa mit Senfsaaten zur Produktion der scharfen Delikatesse, die er zusätzlich auf seinem Hofladen vermarkte. Vom Vertriebsleiter der Brauerei wiederum war zu erfahren, wie die Zusammenarbeit mit Bio-Bauern und einer Trostberger Mühle der regionalen Wertschöpfung zugute kommt.

 

Die Stalltüren seines Bio-Mastbetriebs für Geflügel und Schweine öffnete Sebastian Ketten-berger aus Kettenberg für die Teilnehmer. Die im Vergleich zur konventionellen Haltung län-gere Aufzucht ohne Medikamente erfordere viel Knowhow, werde aber durch die Haltung in Kleingruppen erleichert, berichtete er. Ergänzend baut der Jungbauer auch Gemüse an und hält Rinder.  Er vermarktet über einen Stand am Bauernmarkt in Tittmoning und den Verkauf ab Hof.

 

Wie sich unter anderem mit Eis vom Bauernhof das nur am Wochenende geöffnete Hofcafé Mühlradl in Mühlham zu einem Renner auch bei Busreisenden entwickelt hat, erzählte Bio-Bäuerin Roswitha Leitner den Teilnehmern der Hofladen-Radtour. Mit kulinarischen Höhepunkten, die die Wagingerin Yvonne Liebl aus Bio-Zutaten der Region zubereitet hatte sowie speziell zubereitetem Gewürzkaffee klang die erlebnisreiche Radtour im familiengerecht ausgebauten Biergarten des Hofcafés mit Almhütte und Wasserreifenrutsche aus.

 

Nähere Infos zu weiteren Biohof-Erlebnisradtouren um den Waginger See mit Regina Faltermeier bzw. Kochkursen mit Yvonne Liebl gibt es bei der Tourist-Info Waging am See unter Tel. 08681-313 oder www.waginger-see.de/genuss.

 

Artikel: Axel Effner, 15.06.2017, SOR

 

Hier können Sie den Artikel mit Foto herunterladen:

15.06.2017: Kulinarische Reise durch die Ökomodellregion, aus: Südostbayerische Rundschau, Axel Effner (PDF)

 

 

Über das vielseitige Angebot regional erzeugter Produkte informierte der ehemalige „Öko-Rebell“ Hans Glück mit Lebensgefährtin Jutta die Teilnehmer einer Info-Radltour zu Hofläden und Direktvermarktern aus der Region. Foto: Richard Scheuerecker, TI WagingDirektvermarkterin Kathrin Geiger erläutert auf der Streuobstwiese mit Obstbäumen in Schlichten bei Tittmoning den Zusammenhang zwischen Mähzyklen und Artenvielfalt. Bio-Bauer Andreas Maier aus Waldering erklärt am Feld die besonderen Anbaubedingungen für regional vermarktete Bio-Braugerste. Foto: Axel EffnerDer Betrieb Kettenberger trägt zum Erhalt der fast ausgestorbenen „schwarzen Alpensau“, einer historischen Rasse, bei. Foto: Axel Effner Ein familiengerechter und stimmungsvoller Biergarten mit Almhütte, Wasserreifenrutsche und Kinderspieleinrichtungen ergänzt das Hofcafé Mühlradl in Mühlham als letzte Station der Info-Radltour zu Direktvermarktern der Region. Foto: Axel Effner


 

Erster Biotag in der Ökomodellregion

Bei Bilderbuchwetter und hochsommerlichen Temperaturen fand Ende Mai der erste Biotag in der Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel statt. Ziel war es laut Eva Gruber, kulinarische Genüsse aus der Ökomodellregion Einheimischen, Vermietern und künftig vor allem den Gästen nahezubringen: „Wir konnten hinter den Kulissen sehen, mit welcher Überzeugung und Leidenschaft diese Produkte erzeugt werden. Die Biolandwirtschaft ist ein wichtiges Standbein für den Landschaftserhalt und für den Ausbau des sanften Tourismus in der Ökomodellregion,“ so Eva Gruber, Leiterin der TI Waging.

 

Lesen Sie hier mehr

Biofrühstück auf dem Hof Glück
Auf dem Hof von Hans Glück und Jutta Staudt-Franzen stand zum Start ein Biofrühstück bereit, das keine Wünsche an die Produktpalette unerfüllt ließ – vom Bio-Freilandei bis zum Biojoghurt der Milchwerke Berchtesgadener Land, vom Barnhouse Granola-Müsli mit Biohafer bis zum Biobrot und zuckerarmer Marmelade, fast alle Produkte stammten direkt aus der Ökomodellregion. Neben Bürgermeister Herbert Häusl aus Waging stimmte Konrad Schupfner, Bürgermeister der Gemeinde Tittmoning, die Teilnehmer auf den Tag und das Programm ein und erläuterte die touristischen Ziele der Ökomodellregion. Landwirt Hans Glück schaute zurück auf die Entwicklung seines Hofs von den bewegten Anfängen bei der Umstellung auf ökologischen Anbau bis zum wirtschaftlich stabilen Betrieb samt Mutterkuh- und Schweinehaltung, Feldgemüse und Aufbau des Hofladens – eine heutzutage ungewöhnliche Leistung bei nur 20 ha eigenem Land, einer Größe, bei der sehr viele Betriebe als Vollerwerbsbetrieb nicht mehr existieren können.

 

Höferadltour rund um Tittmoning
Strahlend blaue Kornblumen und roter Mohn leuchteten aus dem Feld mit Laufener Landweizen, einer historischen Rupertiwinkler Kultursorte, die Hans Glück heuer zum ersten Mal anbaut – das war der Auftakt zur anschließenden Höferadltour, bei der Bürgermeister Bernhard Kern aus Saaldorf-Surheim, später 2. Bürgermeister Egon Kraus aus Fridolfing und Alfons Leitenbacher vom AELF Traunstein ihre Kollegen aus dem Vorstand im sportlichen Teil vertraten. Zunächst ging es über die Tittmoninger Burg bergab und bergauf nach Schlichten oberhalb des Salzachtals. Kathrin Geiger von „Lines Manufaktur“ verarbeitet dort die Überschüsse ihrer 50 Streuobsthochstämme zu Sirup und zu abwechslungsreichen Fruchtaufstrichen, die sie auf Märkten und ab Hof verkauft. Über 140 Pflanzenarten finden sich allein auf ihrer Streuobstwiese – es wird deutlich, wie wichtig diese mehrstöckige uralte Nutzungsart auch für die heimische Artenvielfalt ist.

 

Sonnenblumenöl, Biobier und Freilandgeflügel
Tourenleiterin Regina Faltermeier führte anschließend zum Biohof Kraller in der Wies, wo die ersten Sonnenblumen aus dem Feld spitzten, die im Herbst zu unraffiniertem Sonnenblumenöl gepresst werden, und zum Hof von Andreas Maier in Waldering. Familie Maier ist an mehreren Anbauprojekten der Ökomodellregion aktiv beteiligt – vom Anbau von Dinkel und Hafer für´s Barnhouse-Müsli über den Anbau von Speisesenf für Byodo, beides Biofirmen mit Sitz in Mühldorf, bis zur Kooperation mit der Brauerei Stein, die aus der Biobraugerste von einem Dutzend Landwirten u.a. die „Waginger See Hoibe“ herstellt. Die Aufforderung zur Bierverkostung auf den schattigen Bänken vor dem Hofladen ließen sich die Teilnehmer nicht zweimal sagen. Christian Eder von der Brauerei Stein erläuterte den speziellen Herstellungsprozess für die alkoholfreie Variante, bei der der Gärprozess frühzeitig gestoppt wird, anstatt den Alkohol später herauszufiltern – mit bestem Brauergebnis.

 

Danach wurde es radltechnisch etwas anspruchsvoller – der Biogeflügelbetrieb von Sebastian Kettenberger liegt, wie der Name schon sagt, in hügeligem Gelände auf der Westseite Tittmonings, aber die Vielfalt, Schönheit und Lebhaftigkeit des in Freigehegen gehaltenen Viehs, Perlhuhn, schwarze Weideputen oder die Nachzucht der seltenen schwarzen Alpensau, lohnten den Einsatz. Familie Kettenberger vermarktet vorwiegend auf Märkten und produziert Fleisch, bei dem die Tiere so natürlich wie möglich gehalten und möglichst stressfrei geschlachtet werden.

 

Ausklang im Hofcafe
Der Tag klang im idyllischen Garten des Hofcafes Mühlradl in Mühlham aus. Seit 1993 führt Familie Leitner ihren landwirtschaftlichen Betrieb nach Biorichtlinien. Der Einstieg in die Eisherstellung aus hofeigener Milch und Sahne ebnete für Roswitha Leitner den Weg zum Aufbau des Hofcafes. Höhepunkt und Abschluss des Tages war das Biobuffet, das Ernährungsberaterin Yvonne Liebl mit Zutaten aus der Ökomodellregion dort hergerichtet hatte, ergänzt durch den Grill von Familie Leitner: vom Kohlrabi-Carpaccio bis zum Beluga-Linsensalat, vom gegrillten Gemüsepäckchen mit Ziegenkäse bis zum Putenfruchtspieß vom Betrieb Kettenberger, vom Baguette aus Laufener Landweizen, hergestellt von Flaschlbrot-Unternehmerin Jessica Linner, bis zur bayerischen Creme, begleitet vom feinen Cajima-Gewürzkaffee aus der Manufaktur von Gerlinde Hohenadl aus Waging. Leicht und frisch, bodenständig und natürlich, aber mit viel Fingerspitzengefühl und Gespür für passende Kombinationen gewürzt und verarbeitet – so lässt sich die Küche von Yvonne Liebl auf den Punkt bringen.

 

„Anfangs musste mich meine Freundin zum Mitkommen auf dem Biotag überreden“, kommentierte ein Teilnehmer aus Kastl zum Abschluss der Tour, „aber jetzt sehe ich das Thema mit neuen Augen. Wenn man weiß, wer hinter dem Bioangebot aus der Region steht und wie artgerecht und landschaftsschonend gewirtschaftet wird, sieht man diese Leistung und den Aufwand dahinter mit großem Respekt“.

 

Die TI Waging hofft jetzt auf viele „Nachahmungstäter“ – vom Biofrühstück bei Gastgebern bis zum Einkaufen auf dem Biohof und einer Weiterempfehlung der Hofradltour! Nachfragen zur Biohöfetour und zu den angebotenen Terminen können jederzeit an die TI Waging gestellt werden.

 

Hier können Sie den Artikel mit Fotos herunterladen:

01.06.2017: Eindrücke vom Biotag in der Ökomodellregion mit Fotos (PDF)

 

Bericht über den Biotag im Regionalfernsehen:

http://www.rfo.de/mediathek/65388/Genusstour_durch_Ouml_komodellregion.html

 

Links zu den Fotos (Fotograf: Richard Scheuerecker):

Teil 1 https://we.tl/wUS0Cg8Otn

Teil 2 https://we.tl/Et6sZXcvBm

 

 

Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker Bio-Tag 2017 - Foto: © Tourist-Info Waginger See / R. Scheuerecker

 


 

Ökomodellregion hat sich ein Tourismuskonzept erarbeitet

18 von 53 Projekten kamen in engere Wahl – Grundlage für eine Bewerbung um Naturtourismus-Region

Anstrengende Wochen liegen hinter den Verantwortlichen der Waginger Tourist-Info und der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel. In weniger als drei Monaten haben sie zusammen mit touristischen Fachleuten aus den zwei Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sowie interessierten Bürgern unter Leitung von Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider ein Tourismuskonzept erstellt.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

 

02.05.2017: Tourismuskonzept für die Ökomodellregion, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder

 


 

Urlaub in einer ganz besonderen Landschaft

 

Für manchen ist es ein Katalog, ein Sammelsurium an Ideen und Vorschlägen. Für andere ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einem Tourismuskonzept für die Ökomodellregion Waginger See / Rupertiwinkel (ÖMR). 50 mögliche Projekte und Einzelmaßnahmen listete Professor Dr. Ulrike Pröbstl-Haider im Pettinger Gasthaus Riedler auf 99 Seiten auf. „Fast alles davon kommt aus Ihren Reihen“, hielt sie den kritischen Stimmen aus den Reihen von Bürgermeistern, Tourismusmanagern und Geschäftsleitern entgegen. Am Ende durfte jeder insgesamt zehn Stimmen in vier Kategorien vergeben. Die Favoriten unter den Vorschlägen: Eine Bier-Radltour, Bio in der Gastronomie, qualifizierte Kulturlandschaftsführer und Landschaft im Wandel.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

 

06.04.2017: Urlaub in einer ganz besonderen Landschaft, aus: Südostbayerische Rundschau, Hannes Höfer (PDF)

 

Das Tourismuskonzept können Sie hier herunterladen: Tourismuskonzeption der Ökomodellregion (PDF)

 

Impressionen (Fotos: Hannes Höfer)

 

Tafel  - Foto: Hannes Höfer

 


 

Tourismus fördern mit Naturerlebnissen Landschaft und regionale Produkte als Chance – Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel lässt Konzept erstellen

Das Zusammenspiel von Naturerlebnis und Kulturlandschaft spielt im touristischen Angebot am Waginger See schon immer eine wichtige Rolle. Mit der Ökomodellregion kam das Ziel dazu, mehr Bioprodukte in der Region zu erzeugen und zu vermarkten. Durch die Verbindung zu Direktvermarktern und Bioprodukten aus der Region ergeben sich touristische Chancen, die für Einheimische wie für Gäste stärker erschlossen werden soll. Um passende Angebote in Richtung einer Genussregion zu entwickeln und die Ökomodellregion für den Gast erkennbar und erlebbar zu machen, finden am heutigen Montag und morgen, Dienstag, in der Tourist-Info in Waging vier Workshops statt. Auftakt dazu war eine Veranstaltung im Gasthaus „Alpenblick“ in Weibhausen, bei dem Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider aus Polling im Landkreis Weilheim ihre Vorstellungen skizzierte und zur Mitarbeit aufrief.

 

Den ganzen Artikel können Sie hier herunterladen:

20.02.2017: Tourismus fördern mit Naturerlebnissen, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

 

Hier können Sie die Einladung für die Abschlusstermine zum Tourismuskonzept herunterladen:

Einladungsschreiben Abschlusstermine Tourismuskonzept (PDF)

 


 

Naturtourismus als Schwerpunkt der Ökomodellregion

Die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel will ein Konzept für ein touristisches Profil entwickeln – mit Schwerpunkt auf naturnahem Tourismus. Neben der ökologischen Zielsetzung in Sachen Landwirtschaft war es von Anfang an ein zweiter wichtiger Punkt der Ökomodellregion gewesen, auch den Tourismus zu fördern. Nun ist es gelungen, mit Unterstützung der Leader-Region Traun-Alz-Salzach eine Förderung von 12000 Euro für dieses rund 28000 Euro teure Konzept zu bekommen.

 

Aktuelle Pressemitteilung zum Thema

08.02.2017: Naturtourismus – Bürger sollen an Konzept mitarbeiten, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder

23.01.2017: Naturtourismus als Schwerpunkt, aus: Südostbayerische Rundschau, Hans Eder (PDF)

21.01.2017: Naturtourismus als Schwerpunkt, aus: Traunsteiner Tagblatt, Hans Eder (PDF)

12.12.2016: Tourismuskonzept bewilligt, von Eva Gruber (PDF)

 


 

Antrag für ein gemeinsames Tourismuskonzept zur Ökomodellregion in Vorbereitung

Zum ersten Mal planen alle Mitgliedsgemeinden der Ökomodellregion ein gemeinsames Förderprojekt über die Leaderregion Traun-Alz-Salzachtal,  unter Einbezug der drei neuen Mitgliedsgemeinden im Raum Berchtesgadener Land. Ist das Prädikat „staatlich anerkannte Ökomodellregion“ auch für Erholungssuchende interessant, wie können wir die Modellregion für den Gast erkennbar und erlebbar machen? Wie bringen wir unsere regionalen oder ökologischen Produkte dem Gast genussvoll nahe, auf welchen Angeboten, auch naturtouristischen Angeboten, können wir aufbauen? Wie kann der Gast dazu beitragen, dass bäuerliche Betriebe wie z.B. mit Urlaub auf dem Bauernhof, mit Seminarräumen oder mit Direktvermarktungsangeboten weiter gestärkt werden? Diese Fragen sollen in einem touristischen Konzept beantwortet werden, das durch ein Büro von Januar bis März maßgeschneidert werden soll. Die Förderstelle der Leaderregion Traun-Alz-Salzachtal hat das Konzept mit Schreiben vom 19.12.2016 bewilligt, der Auftrag an ein Fachbüro wird in Kürze vergeben. Die Projektleitung liegt bei der Geschäftsführerin des Tourismusverbands Waging, Eva Gruber, Kooperationspartnerin ist Leader-Managerin Elke Ott und die Gemeinden der Ökomodellregion.

 

Den ganzen Bericht können Sie hier herunterladen:

23.11.2016: Ankündigung Tourismuskonzept (PDF)

 


 

Informationen zum Herunterladen

Faltblatt Geschenkkörbe (PDF)

Kontakt