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Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg

Termine / Obstbauseminar mit Josef Weimer – Grundkurs Biolandhof Heldrich, Frechetsfeld 15, 92262 Birgland - 07.02.2018 - 9 -17 Uhr

Gärtnermeister und Gartenbaulehrer Josef Weimer aus Schaafheim begeistert Profis aus den grünen Berufen ebenso wie passionierte Gärtner. Die Kursteilnehmer lernen den Obstbaum zu verstehen und die mit den Lebensphasen wechselnden Bedürfnisse des Baumes zu erkennen. Auf dieser Basis wird die Baumpflege einfach und sichert nachhaltig die gewünschten Erträge.

 

Der 2tägigen Grundkurs (7.-8.02.) behandelt in Theorie und Praxis:

  • Geschichte des Obstbaues
  • Befruchtungsbiologie
  • Aufbau von Obst
  • Bäume, Baumformen
  • Unterlagen, Stammbildner, Veredelung
  • Kronenentwicklung, Kronengestaltung
  • Knospen und Triebe
  • Wachstumsregeln
  • Schnittwirkung
  • Schnittarten und Schnittmaßnahmen in Theorie und Praxis
  • Obstarten, Obstsorten
  • Baumpflanzung
  • Werkzeuge
  • Pflege im Jahreslauf

Die Teilnahmegebühr für den 2tägigen Grundkurs beträgt 90€. Darin enthalten sind Getränke, Kaffee und Kuchen. Das Mittagessen wird im Gasthof eingenommen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung im ÖMR-Projektbüro.

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach e.V.

 

Einen ersten Eindruck über die Obstbauseminare können Sie sich durch diesen Kurzfilm verschaffen: https://www.youtube.com/watch?v=WjeIcVfjeGo Im Grundkurs liegt der Schwerpunkt auf dem Verstehen und Schneiden junger und mittelalter Obstbäume. Im Aufbaukurs geht es um die alten Bäume. Der Aufbaukurs baut auf dem Grundkurs auf. Darum ist es notwendig, dass auch Profis zunächst den Grundkurs  besuchen. Es lohnt sich!

 

Hier einige Stimmen ehemaliger Teilnehmer:

Josef Donhauser (Amberg): “Ich habe bereits am Sommerschnittkurs der Streuobstinitiative Hersbruck teilgenommen. Damals war ich bereits am ersten Tag vom Detailwissen und der Vortragsweise von Hrn. Weimer begeistert. Er versteht es in hervorragender Weise die Kursteilnehmer „mitzunehmen“ und von der Notwendigkeit und der Sinnhaftigkeit seiner Schnitt- und Pflegemaßnahmen zu überzeugen. Er…belegt all seine Aussagen mit tatsächlichen Beobachtungen und Entwicklungen an den Obstgehölzen. … Eine seiner anschaulichen Aussagen, die mir…bei den Arbeiten im eigenen Garten hilft, ist sein Ansatz, die Bäume „vom Laub her zu verstehen“. … Die Schnittmaßnahmen von Hrn. Weimer führen zu Obstbäumen, die nicht nur schön, sondern auch „handhabbar“ sind.”

Josef Moosburger (Hahnbach): “Mich hat die Denkweise von Herrn Weimer total überzeugt, weil er zu allen seinen Ausführungen eine Begründung gegeben hat, die nachvollziehbar war. Auch hat mir die geschichtliche Entwicklung der Obstbäume gut gefallen. Mir wurde klar, was ein vegetativ vermehrter Baum ist und wie ein Sämlingsbaum zu schneiden und pflegen ist. Grundsätzlich ist schon ein gehöriges Umdenken erforderlich. Aber in sich ist die Schnittweise logisch. … Das wichtigste am Kurs war für mich die Erkenntnis, dass auch Hochstämme in einer bearbeitungsfähigen Gesamthöhe gehalten werden können.”

Edi Eckl (Iber):Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit als vermeintlich fachkundiger Baumschneider hielt ich es nicht für notwendig weitere Kurse zu besuchen. Außerdem waren die bisher besuchten Kurse kostenlos und warum sollte ich dafür auch noch Zeit und Geld aufbringen. … Dann hat mir eine Gartenfreundin, die einen Kurs bei Josef Weimer besucht hatte, erzählt, dass „dieser“ die Bäume auf Innenaugen ableitet. Das war für mich eine verblüffende Neuigkeit, die mich neugierig gemacht hat. Und so habe ich mich für den Kurs angemeldet. Ich war … restlos begeistert und habe unendlich viel dazu gelernt. … Ich möchte heute sagen, dass ein „Baumpfleger“ sich so nur nennen sollte, wenn er an einem solchen Kurs teilgenommen oder sich diese Kenntnisse anderweitig angeeignet hat.

Besonders für Baumpflege im Streuobstbereich sind diese Kenntnisse unerlässlich.”

Roland Maier (Hirschau): “Der Oeschberg-Palmer-Schnitt ist was Neues, der bessere Schnitt, weil man auf Innenauge schneidet. Beim klassischen Schnitt auf Außenauge, bilden sich immer viele Wasserschosser. Meinen Baum würde ich heute ganz anders aufbauen. Habe gelernt, dass man die „Quertreiber“ rausschneiden muss. Für Obstbäume in Privatgärten braucht man allerdings eine spezielle Technik, weil die sonst leicht zu groß werden. Die Verjüngung der Äste ist das Faszinierende: wenn der Ast nach unten wächst und dann der „Erlöser“ oben sprießt.”

Klaus Herbst (Sulzbach-Rosenberg): “Der Josef hat eine besondere Art. Er kann sehr gut Wissen vermitteln. Man lernt von ihm den Baum zu verstehen. Diese Wuchsgesetze kann man dann auch auf andere Gehölze anwenden. Durch den richtigen Schnitt zur richtigen Zeit, kann man sich viel zukünftige Schneidearbeiten sparen.”