Allgemeine Informationen zum Feldhamsterschutz

15.04.2019

Projekt:

Bedeutung des Feldhamsters:
Tobias Reiners beschäftigt sich am Senckenberg Forschungsinstitut, welches als Kernthema Biodiversitätsforschung betreibt, seit vielen Jahren mit Feldhamstern.
Er beschreibt den Feldhamster als wichtiges Beutetier und damit Nahrung etwa für Rotmilan, Turmfalke, Fuchs und Wiesel. Während früher Weibchen dreimal im Jahr 6-10 Junge bekamen, wird heute aufgrund der verschlechterten Lebensbedingungen diese Reproduktionsraten längst nicht mehr erreicht, sodass der Feldhamster mittlerweile auf der Roten Liste Deutschland in der Kategorie 1 „Vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird.
Feldhamster tragen auch wesentlich zur Bodenumwälzung und Durchlüftung der Böden bei. Sie graben ihrer Gänge und Höhlen bis in zwei Meter Tiefe. Pro Jahr schafft so ein Feldhamster mehr als eine Schubkarre Erde an die Oberfläche und trägt somit zur tiefgründigen und intensiven Bodendurchmischung bei. Das ist wesentlich für die Entstehung von Schwarzerde, die wiederum sehr fruchtbar ist und eine hohe Wasserleitfähigkeit besitzt. Alles Eigenschaften, die in Zeiten des Klimawandels in der Landwirtschaft durchaus erwünscht sind.

Feldhamster sind Bioindikatoren. Es ist also eine Zeigerart, die auf die häufig vom Menschen hervorgerufenen Umwelteinflüsse durch Veränderung der Lebensfunktion, d. h. Prozesse und Aktivitäten im Organismus reagiert. Weiter ist es eine eher anspruchslose Art. Daher sollte einem der Rückgang der Feldhamster umso mehr zu denken geben, so Tobias Reiners.

Steckbrief Feldhamster

Vorkommen des Feldhamsters

Was kann ich als Bürger für den Feldhamsterschutz tun?

Welche Maßnahmen zum Feldhamsterschutz kann ich in meinen Betriebsablauf als Landwirt aufnehmen? Wer sind Ansprechpartner?