BioLust: Auerochsen in der Rhön

12.06.2019

Projekt:

Im Rahmen der BioLust – Reihe lud Carmen Kronester zu ihrer Auerochsen-Herde in der Rhön ein. Mit Start am Wanderparkplatz schwarzes Moor ging es durch das Naturschutzgebiet ca. zwei Kilometer bis zur Weide. Dort angekommen wollten die Teilnehmer dabei sein, wie die Cowboys, die Tiere in ein Gatter treiben, damit eine Tierärztin Blut abnehmen kann. Die Auerochsen sind eigentlich schon seit dem 17. Jahrhundert ausgestorbern, allerdings gibt es eine Rückzüchtung, die den ursprünglichen Auerochsen sehr nahe kommt. Die Auerochsen haben im Naturschutzgebiet die Aufgabe artenreiche Weidelandschaften zu erhalten. Diese Tiere sind wegen ihrer Ursprünglichkeit sehr robust und eigenen sich daher besonders für die ganzjährige Freilandhaltung.  Allerdings sind sie auch sehr scheu, weswegen für Treibearbeiten und zur medizinischen Versorgung die Kasseler Cowboys , das „Cattl Drive Team“ hinzugezogen werden. Leider wurde die Haupttreibearbeit der Cowboys, nämlich die Rinder auf der Weide zusammen zusammeln und dann in den Pferch zu treiben schon gemacht, bevor die Wandergruppe ankamen. Lediglich die Presse und einige wenige Zuschauer konnten dem beiwohnen.

Cowboy Fedder erklärte den Wanderern anhand einer Kuhatrappe und seinem Pferd, wie mit dem Lasso ein Kalb gefangen wird. Am Ende wurden einzelne Tiere nochmal in die Nähe der Besucher getrieben.

Die Fotos wurden von Fred Rautenberg zur Verfügung gestellt, der das Glück hatte, unabhängig von der Wandergruppe unterwegs zu sein und die Treibearbeit von Anfang an an mitzuerleben.