BioLust: Mit dem Gebietsbetreuer auf der Hochröhntour

13.06.2019

Projekt:

Nasskalt war es, aber trotzdem sehr schön und interessant: Die Hochröhntour mit dem Gebietsbetreuer Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung Bayern. Die Lange Rhön als „Filetstück“ der einmaligen Hochrhönlandschaft besticht durch ihre großflächigen Bergwiesen mit vielfältiger und bunter Blütenpracht. Bei der Wanderung von der Schornhecke zum Basaltsee konnten die Teilnehmer einiges lernen über die Vegetation auf der Hochröhn und auch über das beschwerliche Leben früherer Generationen. Die haben nämlich von Hand auf der Hochebene Heu gemacht und es als Winterfutter ins Tal gebracht. Nährstoffe wurden nicht zurückgeführt. Dadurch entstanden auf der Hochröhn die artenreichen Magerwiesen, die wir heute mit Hilfe des Vertragsnaturschutzprogramms zu erhalten versuchen. Nur die Lupinen scheinen uns einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Einmal am Straßenrand ausgesät siedeln sie sich nun ungewollt auf den Hochröhnflächen an. Die lilane Blütenpracht mag zwar schön aussehen, gefährdet aber die seit Jahren geschützten, teils vom Aussterben bedrohten, Pflanzengesellschaften, weil sie – als Schmetterlingsblütler – Stickkstoff im Boden anreichern. Da braucht es viele haupt- und ehrenamtliche Helfer um dem Lupinenmeer Herr zu werden….