Erlebnistour für Vielfaltschmecker auf dem Schloss Gut Obbach

18.09.2016

Projekt: Wertschätzungskampagne für Obstbäume unserer Region

 Eine Veranstaltung im Rahmen der bayerischen Ökoerlebnistage in der Öko-Modellregion Oberes Werntal

Etwa 50 Teilnehmer kamen auf Schloss Gut Obbach, um sich über Vielfalt auf einem ökologisch geführten Betrieb zu informieren. Sie trafen sich im Innenhof von Schloss Gut Obbach, Mitglied beim Naturlandverband und Demonstrationsbetrieb für ökologischen Anbau, mit dem Betriebsleiterehepaar Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann.

Etwa 60 verschiedene Apfel- und Birnensorten mit Namen wie Herzogin Elsa, Gute Graue, Dülmener Rosenapfel und Mostwunder Hilde gab es in einer Ausstellung zu bestaunen und zu probieren. Alles Obstarten, die auf dem Betrieb kultiviert und zum größten Teil zu Saft verarbeitet werden. Eine weitere Ausstellung zeigte Samen aller Kulturpflanzen, die sich in der Fruchtfolge des Betriebs wiederfinden. Angefangen von Berglinsen über Kleemischungen bis hin zu Sonnenblumenkernen. Auch die sieben verschiedenen Kartoffelsorten von mehlig bis festkochend und von rotschalig bis blaufleischig gab es sowohl zum Anschauen als auch zum Essen.

Nach Apfel-, Birnen- und Zwetschgenkuchen ging es auf die Streuobstwiesen. Diplom Biologin Gräfin Susanne von Finckenstein begrüßte die Gruppe an einem Baum mit einer Spechtschmiede. Dort erklärte sie anschaulich die ökologische Bedeutung einer Streuobstwiese für die gesamte Artenvielfalt. Großen Spaß hatten alle Teilnehmer sich anschließend, mit Schmetterlingsnetzen und Becherlupen die Insektenwelt genauer anzusehen. Mit Hilfe der Besucher konnten abschließend noch etwa 30 verschiedene Pflanzenarten der Streuobstwiese bestimmt werden.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Rückblick auf die verschiedenen Arbeiten, die im Laufe eines Jahres auf Schloss Gut Obbach anfallen.