Isentaler des Monats April 2015 – Biobagger Wasserbüffel

01.04.2015

Ab Mai grasen die Wasserbüffelkühe Ilvy und Ida als Landschaftspfleger auf Flächen im Isental bei Moosmühle. Ihre „Aufgabe“ ist es, das Zuwachsen einiger Wasserstellen zu verhindern und das Gras der nassen Wiesen zu verwerten, die bisher aufwendig gemäht werden mussten. Dadurch sollen Wiesenbrüter wie die Bekassine gefördert werden. Für die im schlammigen Ufer nach Nahrung stochernde Bekassine werden durch die Büffel, die sich bei warmer Witterung oft im Gewässer suhlen, offene Bodenstellen geschaffen. Für viele Vogelarten bilden die im Büffeldung enthaltenen Insekten zudem eine willkommene Nahrungsquelle.

Wasserbüffel werden traditionell als Haustiere in Osteuropa, wie z.B. in Rumänien und Ungarn gehalten. In Feuchtgebieten grasen sie auch dort, wo es für Rinder zu nass ist. Büffel kommen mit unserem Klima gut zurecht. Einen Stall benötigen sie nur im Winter. Im Sommer genügen Gehölze als Unterstand. Das Büffel-Projekt entstand auf Initiative der Wildland-Stiftung Bayern und des BUND-Naturschutz. Das Wasserwirtschaftsamt sowie zwei private Grundeigentümer stellen die Flächen zur Verfügung. Die Zäunung der Fläche konnte dank einer Förderung durch die Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung realisiert werden.

Die Familie Reißaus vom Reisererhof bei Oberneukirchen ist als Halter der Büffel für das Wohl der Tiere verantwortlich. Sie kümmert sich auch um die Stromversorgung des Weidezauns, sodass die Weidesicherheit gewährleistet ist. Wasserbüffel sind friedliche Tiere. Dennoch sollte man die Weide nicht betreten, die Büffel nicht füttern und Hunde an der Leine lassen. Unterstützt wird das Projekt von der Gemeinde Schwindegg, der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Mühldorf und der Ökomodellregion Isental.