Isentaler des Monats Februar – der Stieglitz

19.02.2019

Mit etwas Glück besuchen Stieglitze, auch Distelfink genannt, Futterstellen im Garten und lassen sich Sonnenblumenkerne & Co so richtig schmecken. Seinen Namen verdankt der Stieglitz… seinem Ruf „stiglit“. Neben der bunten Gefiederfarbe fallen Stieglitze vor allem durch ihr lebhaftes, rastloses Verhalten auf. Im Sommer schließen sich Jungvogelgruppen und Familien gerne zu Schwärmen zusammen und gehen tagsüber gemeinsam auf Nahrungssuche, abends bilden sie Schlafgemeinschaften.
Stieglitze führen eine monogame Saisonehe mit durchschnittlich zwei Jahresbruten. Je nach Witterungsverhältnissen beginnt das Männchen im Februar oder März mit dem Balzgesang.
Brüten ist Frauensache hoch oben in der Baumkrone. Ist ein geeigneter Ort gefunden, fängt das Weibchen Mitte April mit dem Nestbau an. Das kleine napfförmige Nest wird in Astgabeln oder auf Astenden gebaut. Die Stieglitz-Frau legt fünf weiße, leicht rotbraun gesprenkelte Eier.
Die sympathischen bunten Finken sind Vollzeit-Vegetarier und fressen mit Vorliebe halbreife oder reife Samen zahlreicher Stauden, Gräser und Bäume. Die Speisekarte der bunten Finken wechselt dabei im Jahresverlauf. Werden im Winter vor allem Baumsamen verzehrt, ernähren sich Stieglitze während der Brutzeit vornehmlich von Samen milchreifer Korbblütler. Während viele andere körnerfressende Vögel für die Jungenaufzucht auf Insekten umsteigen, füttern Stieglitze ihren Nachwuchs vor allem mit Pflanzensamen. Später im Jahr ernähren sich Stieglitze am liebsten von verschiedenen Distelarten.
Auf der Suche nach Sämereien zeigen die kleinen Vögel akrobatischen Einsatz: Sie beugen sich weit vor und können sogar kopfüber hängend picken. Damit der lustige Finkenvogel der Kulturlandschaft erhalten bleibt, braucht es ein ausreichendes Blütenangebot und deren reife Sämereien, die den Winter über stehen bleiben. Das ist nicht nur für den Distelfink gut!