Isentaler des Monats Juli 2017 – Der Gewöhnliche Natternkopf

01.07.2017

Mager und sonnig liebt`s der Isentaler des Monats – der Gewöhnliche Natternkopf. Er gehört zur Familie der Borretsch- bzw. Raublattgewächse. Der Natternkopf besitzt steife Borsten an Stängeln und Blättern. Diese schützen die Pflanze vor Verdunstung und helfen somit Wasser sparen. Der „Starre Hansl“, so wird er in Österreich im Volksmund genannt, blüht von Mai bis Oktober an sandigen Stellen, wie z.B. an Straßenrändern.

Da seine Wurzeln bis zu 2,5 Meter in den Boden reichen, kommt er gut auch mit Trockenheit zurecht. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden. Bestäubt wird sie von Faltern, Schwebfliegen, Hummeln und Bienen, darunter dem „Kleinen Natternkopfbienchen“, einer hoch spezialisierten Art, die vollständig auf diese Pflanze angewiesen ist. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Kleb- und Klettwirkung, durch Wind und den Menschen. Die Frucht sieht nach dem Abfallen der Kron- und Staubblätter mit den verbleibenden grünen Kelchblättern und dem gespaltenen Griffel aus wie ein „Natternkopf“. Das Aussehen der Pflanze hat dazu geführt, dass sie als Mittel gegen Schlangenbisse verwendet wurde.

Der Natternkopf ist eine zweijährige Sommerblume, seine Samen keimen noch im selben Jahr. Die Sämlinge bilden dicht über dem Boden Rosetten aus länglichen Blättern, die überwintern und im zweiten Jahr blühen. Der Gewöhnliche Natternkopf ist leicht giftig und kann bei Berührung die Haut reizen. Er verträgt keinen Dünger. Als wichtige Hummel- und Bienennahrungspflanze gilt es, sie langfristig zu erhalten.