Isentaler des Monats Juni 2017 – Der Holunderbär

01.06.2017

Einen königlichen weißen Mantel mit schwarzen Tupfen und üppigem weißen Pelzkragen trägt der Isentaler des Monats – der Holunderbär, auchBreitflügeliger Fleckleibbär genannt. Er gehört zu den Nachtfaltern und stammt aus der Familie der Bärenspinner. Die langpelzigen Raupen haben der ganzen Familie den Namen „Bären“ eingetragen. Von Mitte Mai bis Ende Juli fliegen die auffällig weiß gefärbten Nachtschmetterlinge. Tagsüber sind sie beispielsweise an Holundersträuchern zu beobachten. Der Leib trägt eine gelbe Warnfarbe, die zu beiden Seiten mit einer Reihe von schwarzen Flecken versehen ist. Bei Gefahr stellt sich die Art tot und zeigt dem Feind ihr abschreckend gelb und schwarz gefärbtes Hinterteil. Die giftigen Tiere werden von Vögeln ausgespuckt und nach dieser Erfahrung aus ihrem Nahrungsspektrum gestrichen.

Der Schmetterling besiedelt feuchte Stellen an Waldrändern, Feldraine und Obstgärten. Die Eier werden von den Weibchen auf der Blattunterseite der Futterpflanzen ihrer Nachkommen abgelegt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Brennnessel, Brombeeren und Natternkopf. Ab Juli findet man die etwa vier Zentimeter langen und stark dunkelbraun behaarten Raupen. Kurz vor ihrer Verpuppung krabbeln die Bärenspinnerraupen eilig über Wege und Straßen auf der Suche nach einem ruhigen Platz. Ende September ziehen sie sich in ein festes Gespinst, das zum Teil auch mit Raupenhaaren gebaut wird, zurück, verpuppen sich und überwintern auch dort.