Isentaler des Monats März 2015 – Die Lerche

01.03.2015

Jetzt, wo der Frühling Einzug hält, suchen die Menschen draußen Erholung, begleitet vom tirilierendem Gesang der Feldlerche. Dieser ist jedoch seit einiger Zeit nahezu verstummt. Als Vogel der Kulturlandschaft nehmen die Bestände in ganz Europa stark ab. Als Kulturfolger ist sie eng an die Landwirtschaft gebunden. Jedoch zu schnelle Fruchtfolge auf Äckern, Aufgabe der extensiven Beweidung und das Verschwinden von insektenreichen Ackerrandstreifen machen dem Vogel zu schaffen. Lerchen stehen für eine reichhaltige Kulturlandschaft, die nicht nur vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet. Auch wir Menschen können uns dort erholen!

Damit der lebhafte Gesang der Lerche im Frühling nicht verstummt, kann ihr mit sogenannten Lerchenfenstern geholfen werden. Und so geht`s:
Bei der Aussaat hebt der Landwirt die Sämaschine für einige Meter an, so dass eine nicht bestellte Fläche von gut 20 m² entsteht. Dabei achtet er darauf, dass die Fenster in ausreichendem Abstand zu Fahrspuren, Feldrand, Gebäuden und Sitzwarten von Greifvögeln liegen. Das Ganze wird pro Hektar zwei Mal durchgeführt. Bei den weiteren Arbeitsgängen können die Fenster wie der restliche Bestand behandelt werden. Eine Markierung der Fenster mit zwei Holzstöcken, die diagonal gesetzt werden, läßt bei einer zeitnahen Bearbeitung ein sicheres Auffinden zu.Die Lerchen haben nun „Landebahnen im Getreide-Dschungel“. Hier suchen sie nach Insekten, Spinnen und kleinen Schnecken und laufen in den Bestand, wo sie ihre Bodennester in der Nähe der Fenster anlegen.

Bei Fragen können Sie sich an Rosa Kugler, Ökomodellregion Isental, unter 08081-9379 51 wenden. Mehr Infos unter www.lbv.de.