Isentaler des Monats Mai 2015 – Der Schwefelporling

01.05.2015

Der Isentaler Mai ist gelb wie Schwefel und riecht nach Käse – der Schwefelporling. Seine schwefelgelb gefärbte Unterseite mit tausenden kleiner länglichen Poren geben ihm seinen Namen. Porling wird er genannt, weil er aus vielen winzigen Poren besteht, pro Millimeter können bis zu fünf solcher Poren nebeneinander stehen. Seine Oberseite ist samtig behaart. Im Mai erscheint der Schwefelporling an lebenden Bäumen. Auwälder und feuchte Eichen-Mischwälder sind seine natürlichen Lebensräume. Man findet ihn auch in Parks, Obstgärten und an Straßenbäumen. Der Pilz bildet bis zu einem halben Meter große flache, leuchtend gelbe Scheiben, die mehr als einen Meter hoch übereinander gestapelt sein können.

Der beeindruckende Pilz verblasst mit der Zeit und wird schmutzig weiß, wenn er abgestorben ist. Er befällt bevorzugt Laubbäume wie zum Beispiel Eichen, Weiden und auch Obstbäume. Er ist ein Holzzerstörer, dessen Pilzgeflecht, das so genannte Myzel, über Wunden in den Baum eindringt und das Kernholz des Stammes bröselig zersetzt. Die braunen Brösel werden in der Fachsprache Braunfäule genannt. Der Stamm wird von unten her ausgehöhlt und ist in seiner Stand- und Bruchfestigkeit stark beeinträchtigt. Meist sind die befallenen Bäume überaltert. Sie stellen wichtige Biotope für viele Insekten, Vögel und Fledermäuse, die dort Unterschlupf finden, dar.