Isentaler des Monats September 2016 – Das Grüne Heupferd

01.09.2016

Grasgrün und ein Meister im Weitsprung ist der Isentaler des Monats September – das Grüne Heupferd. Wer kennt die größte unserer einheimischen Heuschrecken nicht!? Streift man im Spätsommer oder Herbst durch Wiesen und Hecken, kann es schon mal vorkommen, dass sich auf der Kleidung der grüne Gesell nieder lässt.

Das Weibchen legt bis zu 300 Eier in den Boden mit ihrem langen Legebohrer. Die Eier können bis zu zwei Winter im Boden verbleiben, bevor sich die Larven daraus entwickeln. Diese häuten sich sieben Mal, ehe erwachsene Insekten hervorgehen. Die Larven des Grünen Heupferds sind im Frühjahr auf den Wiesen zu finden. Die ausgewachsenen Insekten leben dann ab Juli in Hecken, Streuobstwiesen, Gebüschen und auf mageren Wiesen.

Die Nahrungspalette der großen lang gefühlerten Schrecke erstreckt sich von Blattläusen, Raupen, Wanzen, Käferlarven bis hin zu Kräutern wie Löwenzahn, Brennnessel oder Labkraut. Die Heuschrecken sind aber auch als Futter beliebt bei Igel, Fuchs und Marder aber auch Störche und einige Greifvögel verschmähen die nahrhafte Kost nicht. Die ausgewachsenen Männchen sonnen sich in den Morgenstunden und legen sich dabei auf die Seite, damit ihr Körper möglichst viel Sonne tanken kann. Sie liefern sich Gesangsduelle und betasten sich gegenseitig mit ihren Fühlern. Gelegentlich springen sich die Männchen an und das schwächere taucht in den Pflanzen unter.

Das grüne Heupferd zählt zu den häufigsten Heuschrecken Bayerns. Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume und die gute Flugfähigkeit ermöglicht es ihnen, neue Lebensräume in kurzer Zeit zu besiedeln.