Claudia und Horst Hartmann

Bio mit Herz und Verstand

Claudia Hartmann im Garten des Biohofs Hartmann

Claudia Hartmann
© D. Delang

Wer auf den Hof der Hartmanns kommt, merkt sofort: Hier ist eine ganze Familie mit Leidenschaft für die gesunde Landwirtschaft am Werk. Schon zu Zeiten des Großvaters gab es Rinder, seit 2009 haben Claudia und Horst aber von der Milch- zur Fleischerzeugung gewechselt – und dass auch dies als Biobetrieb erfolgt, war für beide keine Frage. „Die ökologische Landwirtschaft mit ihren Kreisläufen ist nun mal das Beste für Boden, Grundwasser und Klima – und das ist uns eine Herzensangelegenheit“, meint Horst Hartmann.

120 Tiere leben am Hof, mit Weidegang im Sommer und pflegen dabei auch noch für die Landschaft in der Weisbacher Mittelhut. Im Winter kalben die Kühe und der Nachwuchs bleibt dann zwei Jahre am Hof. Das Rindfleisch wird in Paketen von fünf oder zehn Kilo ab Hof an Privatkunden abgegeben. Und im Sommer ergänzen noch Grillpakete das Angebot. Ein kleiner Teil des Jungviehs wird über den Verein Biosphärenrind Rhön vermarktet.

Aber auch, wer sich den Hof nur einmal anschauen möchte, kann nach Absprache jederzeit vorbeikommen. Erlebnisprogramme und Führungen werden auch durchgeführt. „Unser Bauernhof ist seit einiger Zeit auch ein beliebter Anziehungspunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, erzählt Claudia. Ganze Schulklassen kommen ebenfalls und erfahren hautnah das Hofleben. Als ausgebildete Pädagogin hat sie natürlich damit ein ideales Betätigungsfeld. Und welche positiven Auswirkungen ihre pädagogischen Fähigkeiten haben können, sieht die Mutter von fünf Kindern in der eigenen Familie. Sohn Michael hat Öko-Landbau in Freising studiert und sich in diesem Jahr mit dem „Market Garden“ ein eigenes Standbein geschaffen. „Ich stand vor der Entscheidung, entweder mich oder den Hof auf 20 Jahre hin finanziell zu belasten oder etwas Eigenes mit minimalen Investitionskosten aufzubauen. Gemüse bot sich als Ergänzung an für unseren Hofladen“, erläutert Michael. Auf rund 2300 Quadratmetern baut er in Permakultur 30 verschiedene Gemüse an. Alle erforderliche Arbeit dabei wird mit kleinen Handgeräten ausgeführt, schwere Maschinen, die den Boden schädigen oder belasten könnten, kommen nicht zum Einsatz und auch die strikte Beachtung der Fruchtfolgen trägt zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei, die in der Permakultur übliche dichte Bepflanzung sorgt für einen guten Ertrag schon im ersten Jahr. Vermarktet wird das Gemüse über eigene Abokisten, ein Teil geht an die Gastronomie und an die Küche der Umweltbildungsstätte Oberelsbach.

Beste Voraussetzungen also und gute Zukunftsaussichten, auch für die kommende Generation!

Kontakt:
Biohof Hartmann
Horst und Claudia Hartmann
Herrenwiese 21
97656 Oberelsbach-Weisbach

Tel. 09774 8116, mobil 0151 155 79242
E-mail: info@biohof-hartmann.de

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Region: Rhön-Grabfeld