Metzgerei Ruckdeschel

Juniorchef Martin Krasser steckt voller Ideen

Metzgermeister Martin Krasser
© Daniel Delang

Regionaler gehts nicht! Erzeugung - Verarbeitung - Vermarktung in der Region. Ganz nach diesem Prinzip arbeitet die Metzgerei Ruckdeschel langjährig mit ihren Bauern zusammen!

Auf eine über einhundertjährige Familientradition kann Martin Krasser zurückblicken. Der Juniorchef der Metzgerei Ruckdeschel empfindet das aber nicht als Last, sondern trägt die Verantwortung mit Stolz. Zwanzig Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb, der auch seit 1995 über ein eigenes Schlachthaus verfügt und seit 2007 auch die EU-Zertifizierung besitzt.
"Manche Kunden wissen gar nicht, dass wir selbst schlachten", so Martin. Doch für viele kleine landwirtschaftliche Betriebe ist "der Rux" die Adresse, wenn ihre Schweine und Rinder schonend geschlachtet werden sollen. Die Tiere werden am Vortag abgeholt und verbringen noch eine Nacht im Stall bei gutem Futter, um sich vom kurzen Transport zu erholen. Mehr als 30 Minuten ist kein Tier zum Schlachthaus unterwegs. Das ist besonders für Weidetiere, die leichter panisch reagieren wichtig, weil bei Stress die Übersäuerung der Muskulatur einsetzt und die Fleischqualität beeinträchtigt wird.
Mit der biologischen Landwirtschaft sympathisiert Martin schon seit längerem. Schlachtet immer wieder Tiere und findet, dass die Philosophie gut in sein nachhaltig-regionales Konzept passt. Er will seinen Kunden gute Gründe liefern, bei ihm einzukaufen anstatt beim Discounter. „Regional, handwerklich und lecker, transparent und persönlich – so ist es bei uns. Das müssen wir auch klar nach außen tragen – den Unterschied klarmachen. Wissen, woher die Tiere kommen, wertschätzen, was in der Region vorhanden ist“, diese gelebte Tradition der Metzgerei braucht auch immer wieder Entwicklung. Bio passt hier ins Konzept. Und zur Biozertifizierung der Schlachterei ist jetzt auch noch die Zertifizierung der Produktion gekommen, die es ihm erlaubt, Burger und Würste in Bioqualität herzustellen.
Beim Schlachten und Verarbeiten des Biofleisches soll es aber nicht bleiben. Martin Krasser hat noch weitere Pläne. Ein Bio-Regional-Laden, der konsequent nur Qualitätserzeugnisse der Region anbietet, soll entstehen, um die Wertschöpfungskette in der Umgebung zu stärken – und dem Preisdumping der Großhandelsstrukturen zu entkommen und die regionalen Erzeuger allesamt zu stärken. Faire Preise für die Erzeuger und Verarbeiter sind das Ziel – solidarisch mit der Region und seinen Landwirten und Lebensmittelproduzenten.

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Region: Siebenstern