Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement Kaufbeuren

Praxisorientierte Fortbildung für Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter


© Daniel Delang

Anspruchsvoll ist er, der Beruf der Hauswirtschafterin. Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert und reicht von der Hauswirtschaftsleitung in Groß- und Mittelbetrieben wie Seniorenheimen und Tagungshäusern oder Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen über die Objektleitung in Reinigungsfirmen bis hin zu Fach- und Führungskräften oder Ausbildern für den Beruf der Hauswirtschaft. Auch Selbständige findet man oft in diesem Bereich, die ihre Dienste zum Beispiel in ländlichen Beherbergungsbetrieben anbieten.

Die Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement in Kaufbeuren ist eine der ersten Adressen, wenn es um die Fortbildung der Hauswirtschafterinnen geht. Ihre Absolventen streben das Lehramt oder eine Führungsposition in großen Betrieben oder eine Selbstständigkeit an. Dabei spielt nicht nur fachliche Kompetenz eine Rolle, sondern auch die kollegiale Atmosphäre und vor allem der enorme Anteil, den die Praxis an der Technikerschule einnimmt. Zahlreiche Praktika gehören selbstverständlich in der zwei- bis dreijährigen Ausbildung dazu. Zur Praxis gehört aber auch, dass die Studierenden schon verantwortlich sind für die Versorgung des "Grünen Zentrums", zu dem u. a. das Amt für Ernährung und ländliche Entwicklung sowie der Maschinenring gehören. Es ist sozusagen der "tägliche Ernstfall" – und nicht bloß eine Trockenübung.

Seit 2015 die damalige Leitung der Schule entschieden hat, sich einem regionalen und öko-regionalen Einkauf zu widmen und zumindest teilweise biozertifizieren zu lassen, sind große Fortschritte erzielt worden. Lieferanten der Technikerschule sind dabei der Naturkost-Großhandel Bodan sowie der Ökoring.

Wie so häufig ist der Einkauf aufgrund der im Großhandel üblichen Gebindegrößen gerade im Biosektor eine Herausforderung und mit einem logistischen Mehraufwand verbunden. Doch alle finden es gut, dass die Studierenden mit Bio-Lebensmitteln in Berührung kommen. Am wichtigsten ist für Frau Epp, die den Einkauf leitet, aber die Beziehung zu einem regionalen Partner: Daniel Oettermann vom Grasserhof liefert nicht nur Gemüse nach Kaufbeuren. Der gebürtige Nordhesse, den die Liebe ins Allgäu verschlagen hat, steht der Schule auch mit Rat und Tat zur Seite. Bio-Lebensmittel einzukaufen hat ja neben dem Charme der besonderen – auch sinnlich wahrnehmbaren – Qualität mit Vielfalt und Saisonalität und Regionalität zu tun. Nicht alles ist jederzeit verfügbar – und so muss öfter auch einmal nach Alternativen geschaut werden. Das regt die Fantasie an – und das ist ja nicht das Schlechteste bei einem so anspruchsvollen Beruf wie dem der Technikerin für Ernährungs- und Versorgungsmanagement. Kein Wunder also, dass auch die Schülerinnen mit Begeisterung dabei sind und auch später ihr Wissen als Lehrerinnen oder auch in Führungspositionen weitergeben wollen.

Kontakt:
Staatliche Technikerschule für Agrarwirtschaft
Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement
Am Grünen Zentrum 3
87600 Kaufbeuren
Tel.: 08341 9002-0
Fax: 08341 9002-1050
E-Mail: poststelle@technikerschule-kaufbeuren.bayern.de

http://www.technikerschule-kaufbeuren.bayern.de/

Region: Ostallgäu