Besichtigung des Anton Henneka Hauses

Biozertifizierte Wachsumarbeitung in sozialer Einrichtung im Landkreis Freising

Projekt: Bio-Honig und Wachsumarbeitung

Wachsmittelwand im Wabenrähmchen

Wachsmittelwand im Wabenrähmchen
© Daniel Delang

Das Anton Henneka Haus in Gelbersdorf im Landkreis Freising ist eine soziale Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins München e.V. In den Werkstätten werden vielfältige Arbeiten ausgeübt und Produkte hergestellt. Die Produkte reichen von Bio-Gemüse und Apfelsaft, über Insektenhotels bishin zu Honig aus eigener, biozertifizierter Herstellung. Die verzehrbaren Produkte sind überwiegend für den Eigenbedarf bestimmt.

Im Zuge der Imkerei hat sich die Werkstatt notwendiges Know How und Ausrüstung zur Umarbeitung des Wachses für die Mittelwände der Wabenrähmchen angeschafft. Anfang November war Theresa Hautzinger, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal gemeinsam mit dem interessierten Imker und Landwirt Lukas Hammer vom Biolandhof Braun in Gelbersdorf, um das Anton Henneka Haus, die Mitarbeiter und die Verantwortlichen dort kennenzulernen. Tassilo Winhart, Leiter des Anton Henneka Hauses und Michael Goldbrunner, Bereichsleiter der Werkstatt ermöglichten einen tollen Einblick in Arbeitsweise und Philosophie des Anton Henneka Hauses. Im Fokus der Besichtigung stand dabei die Wachspresse und die biozertifizierte Umarbeitung von Eigenwachs. Für Lukas Hammer und andere Bio-Imker ist die Biozertifizierung ausschlaggebend. Er betreibt die Imkerei im Rahmen der Landwirtschaft, welche den Bioland Richtlinien entspricht. Zudem ist es ihm wichtig, sein eigenes Wachs für die Mittelwände zurück zu bekommen. Das hat vielfältige Gründe, unter anderem soll die Gefahr vom Eintrag von Pathogenen dadurch verringert werden. Um einen biozertifizierten Betrieb zu finden, der garantiert, auch das eigene Wachs umzuarbeiten muss man oft weite Wege fahren. Umso erfreulicher, dass wir mit dem Anton Henneka Haus eine Einrichtung gefunden haben, die das direkt vor Ort gewährleistet. Lukas Hammer vernetzte sich direkt mit dem Bereichsleiter. Die ersten Wände werden bald umgearbeitet werden und wir hoffen, das Projekt auf weitere Bio-Imker ausweiten zu können. Erste Interessierte haben bereits angeklopft.

13.11.2020

Region: Kulturraum Ampertal