„Bio“ für Schulanfänger – das Abenteuer Schule kann beginnen

Die Ökomodellregion schafft Klima-Bewusstsein bereits bei den Kleinen

Projekt: "Oi mal Bio, bitte" - Bio in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung , Bewusstseinsbildung - Bio erleben

Ausgabe der BioBrot-Box

Ausgabe der BioBrot-Box
© Ökomodellregion Naturlandpark Oberpfälzer Wald

Zu Beginn des neuen Schuljahres erhalten bundesweit wieder rund 165.000 Erstklässler:innen die bekannte gelbe Bio-Brotbox, gefüllt mit einem gesunden Frühstück aus ökologischer Landwirtschaft. Auch die Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald verteilt zum zweiten Mal die gefüllten Frühstücksboxen in den Schulen der zehn Mitgliedsgemeinden der Öko-Region.

Die seit 20 Jahre deutschlandweite aktive Bio-Brotbox-Initiative schenkt in diesem Jahr 256 Schulkindern der Grundschulen Georgenberg, Floß, Waldthurn, Waidhaus, Pleystein, Vohenstrauß, Tännesberg, Leuchtenberg, Moosbach und Eslarn die leckere Box. Gefüllt mit Käse-Gurke-Dinkelbrot, Tomate, Karotte und Apfel sorgt sie für ein gesundes und ausgewogenes Pausenbrot. Die Verteilung fand am Mittwochvormittag der zweiten Schulwoche durch die Projektmanagerin Kerstin Manner statt.

Leichter Lernen mit gesundem Frühstück
Ziel der Bio-Brotbox-Aktion ist es, den Kindern und deren Eltern das Thema gesunde Ernährung näher zu bringen. Denn Kinder, die ein gesundes Frühstück sowie Pausenbrot zu sich nehmen, sind konzentrierter und lernen dadurch leichter. Zusätzlich soll den Erstklässer:innen die Wertigkeit und Ursprung von Lebensmittel nahegebracht werden.
In diesem Jahr gibt es in ganz Deutschland rund 80 ehrenamtliche Bio-Brotbox-Initiativen, die etwa ein Viertel aller Schulanfänger mit einer Bio-Brotbox versorgen. Die wiederverwendbare Box soll Eltern und Kinder täglich daran erinnern mit einem gesunden Frühstück für die Schulpause gefüllt zu werden. Die nachhaltige Funktion der Brotbox ist der Initiative ein wichtiges Anliegen. Denn rund jedes vierte Schulkind in Deutschland geht morgens mit leerem Magen aus dem Haus. Auch in der Schule haben die Kinder oft kein geeignetes Frühstück dabei. Zu Recht gilt aber das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages und als Basis für erfolgreiches Lernen. Auch die Qualität des Frühstücks spielt dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Rohkost und Obst sind eine gute Grundlage für ein erfolgreiches Lernen.
Die Bio-Brotbox-Aktion wird jährlich von regionalen und ökologisch wirtschaftenden Produzenten unterstützt. Dieses Jahr lieferten die Bio-Gemüsegärtnerei Steinhilber aus Moosbach das Gemüse sowie das Obst, die Bäckerei Josef Lindner aus Waidhaus das belegte Brot und die Hofkäserei Lang aus Kirchendemenreuth den selbst gemachten Käse.

Klimaschutz durch bewusste Ernährung
Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung soll auch auf die Produktion der Lebensmittel geachtet werden, da diese den Klimawandel und somit die Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen beeinflusst.
Bio-Lebensmittel stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau. Sie dürfen weder gentechnisch veränderte Organismen enthalten, noch mit synthetischen Pestiziden oder Kunstdünger (chemisch-synthetische Stickstoffverbindungen) aufgrund des hohen Energieaufwandes bei der Produktion erzeugt werden. Zudem enthalten diese wenigen Zusatzstoffe als andere Lebensmittel.
Neben einer artgerechten Tierhaltung mit begrenzten Einsatz von Antibiotika behandelt verhindert die angepasste Tieranzahl an die Betriebsfläche eine Überdüngung der Felder mit Gülle sowie eine Auswaschung von Nitrat in das Grundwasser.
Des Weiteren wird in der Pflanzenproduktion auf den Humusaufbau, der durch vielfältige Fruchtfolgen, angepasste organische Düngung sowie Bodenbearbeitung erreicht wird, geachtet. Humus kann das klimaschädliche Kohlendioxid binden und so zur einer Entlastung führen. Zusätzlich verhindern humusreiche Böden bei Starkregenniederschlägen durch Wasserspeicherung das Abschwämmen des Bodens. Auch der Artenreichtum an Wildpflanzen und Tieren ist durch die ökologische Bewirtschaftungsweise höher.
Ein Grundgedanke im Ökolandbau ist es, dass mit „Bio“ gerechte Preise und Löhne einhergehen sollen. Denn Bio-Produkte stehen nicht nur für ein im Einklang mit der Natur produziertes Lebensmittel, sondern auch für gerechte Entlohnung und einen fairen Umgang von Produzenten und Konsumenten.
Bio-Lebensmittel schützen das Klima sowie die Umwelt und schaffen gleichzeitig eine sozialere gerechtere Welt für unsere Kinder und den zukünftigen Generationen.
















27.09.2021

Region: Naturparkland Oberpfälzer Wald