Die Gelbbauchunke

Die kleine Gelbe mit den herzlichen Augen

Projekt: Heimisch zwischen Inn & Salzach

Gelbbauchunke
© Kathy Büscher, Pixabay

Eine "Art in besonderer Verantwortung" für Deutschland. Warum, Wieso, Weshalb erklären wir hier.

Bei der Gelbbauchunke handelt es sich um einen Vertreter der kleinen Froschlurche. Sie ist nur 4 bis 5 cm groß und ca. 12 g schwer. Ihr Körper ist dabei gedrungen, abgeflacht und an der Oberseite graubraun bis lehmgelb, rau und mit vielen Wärzchen besetzt. Die Unterseite ist auffallend gelb-schwarz/grau gefärbt und trägt eine individuelle Musterung.
Ihre Augen an der Kopfoberseite weisen die unkentypischen herzförmigen Pupillen auf. Während ihrer Lebenszeit von bis zu 20 Jahren vertilgt sie Unmengen von Insekten, Spinnen, Kleinkrebsen und Würmern und das sowohl tagsüber als auch in der Nacht. Der Erhalt der Gelbbauchunke hat damit auch Vorteile für uns Menschen: weniger Störenfriede auf der Terrasse beim Grillen.
Zwischen April und August werden mehrmals kleine Laichklumpen mit 10 – 30 Eiern abgelegt. Ab Mitte Mai kann man dann im Gewässer Larven beobachten, die Mitte Juni bis Mitte Juli als Jungunken ihren ersten Landgang unternehmen. Von Oktober bis März ist es dann ruhig um die Gelbbauchunken, weil sie in dieser Zeit ihre Winterruhe abhalten.
Auch die Gelbbauchunke wird auf der Roten Liste als „stark gefährdet“ geführt, was besonders dramatisch ist, weil ein großer Anteil der weltweiten Population der Gelbbauchunken in Deutschland lebt. Die Gelbbauchunke ist für Deutschland somit eine „Art in besonderer Verantwortung“. Das bedeutet, dass Deutschland einen großen Einfluss darauf hat, ob die Art der Gelbbauchunke weiter besteht oder ausstirbt. Das verdeutlicht wie wichtig es ist, dass wir hier in Deutschland uns für den Schutz dieser Froschlurche stark machen. In unserer Öko-Modellregion engagieren sich bereits unterschiedlich Akteure um die Art zu erhalten. Dazu gehört bspw. der Theaterhof Priessenthal.

14.09.2020

Region: Inn-Salzach