Initialveranstaltung "Bio in der Kommune""

Möglichkeiten und Wege Bio in der Kommune einzusetzen

Projekt: Unsere Kommunen engagieren sich!

IV BioBitte!
© Annalena Brams

Mehrere Gemeinden aus der Öko-Modellregion Inn-Salzach nutzen die Chance sich über "Bio in der Kommune" zu informieren.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Den Einstieg macht Andreas Greiner von der Argentur Ökonsult. Er gibt einen Überblick welche Voraussetzungen es für einen gelungenen Einstieg in die Verwendung von Bio-Produkten gibt. Gerade die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen bietet ein großes Potential für Bio-Produkte. Während im Lebensmittelmarkt ohne Außer-Haus-Verpflegung schon 11,6% Bio-Lebensmittel verkauft werden hat der Außer-Hausmarkt lediglich einen Bio-Anteil von 1,3%. Der Aufbau von Bio-Wertschöpfungsketten kann zudem ein Hebel für die ländliche Entwicklung sein.
Im Anschluss ging es um das "Wie" bei Bio-Produkten in der Kommune. Also wie etwa die Verankerung von "Bio" in öffentlichen Ausschreibungen, in welchen Einrichtungen ein Einstieg am einfachsten ist (Kitas) und wie Bio-Produkte auch für die Küchen umsetzbar werden. Auch der Einkauf bzw. die Lieferanten wurden thematisiert. Gerade in Österreich finden sich viele gute Beispiele für die Lösung der Logistikfrage, denn wenn jede Küche bei jedem Direktvermarkter einzeln bestellt wird das für alle Beteiligten schnell unübersichtlich und uneffizient. Gemeinsam geht vieles einfacher, zum Beispiel auch bei einer gemeinsamen Ausschreibung von Verpflegungsleistungen unterschiedlicher Gemeinden. So wird der Einstieg in die Bio-Küche und der damit verbundene Mehraufwand durch größere Aufträge auch für die Küchen rentabel.
Einen Einblick in den Alltag einer Biostadt und Infos über das Biostädte-Netzwerk bekamen die Teilnehmer von Uwe Zwick, dem Manager der Bio-Stadt Lauf an der Pegnitz. Er hat aus jahrelanger Erfahrung viele positive Beispiele vorgestellt wie der Bio-Gedanke in der gesamten Stadt gelebt und weitergetragen werden kann. Sei es der Besuch eines Bio-Bauernhofs für Kinder, ein regionaler Bio-Markt, Einkaufen im Bioladen mit Schulklassen oder der 'Besuch der Biofach (weltweit größte Bio-Messe) mit Lehrkräften der Hauswirtschaftsschule. Nicht zuletzt setzt die Stadt Lauf a. d. Pegnitz auch im Rathaus bei Besprechungen etc. konsequent auf den Einsatz von Bio-Produkten: Kaffe, Milch, Säfte gibt es hier in Bio-Qualität.

28.10.2020

Region: Inn-Salzach