Schon Gewusst?

Bio-Tierhaltung - Flächengebunden, na klar!

Projekt: Schon Gewusst?

Schon Gewusst?

Schon Gewusst?
© Annalena Brams

Was bedeutet flächengebundene Tierhaltung, warum ist das wichtig und welche Probleme werden dadurch gelöst?

Flächengebundene Tierhaltung bedeutet, dass die Anzahl der Tiere, die pro Betrieb gehalten werden dürfen an die Flächenausstattung des Betriebs gekoppelt ist. Warum macht das Sinn?
Einerseits soll diese Regelung sicherstellen, dass die Fütterung der Tiere vorrangig mit betriebseigenen Futtermitteln möglich ist. Durch eine Deckelung der Tiere auf umgerechnet 2 Kühe pro Hektar soll erreicht werden, dass der Betrieb in der Lage ist selbst ausreichend Futter für seine Tiere zu erzeugen. Dadurch wird weniger Futtermittel zugekauft. Damit können Transportwege vermieden und vor allem die Futtermittelimporte aus dem Ausland und Übersee verringert werden.
Andererseits soll der beschränkte Tierbesatz eine Überdüngung der Flächen verhindern. Wenn nur begrenzt Gülle und Mist zur Düngung vorhanden sind verteilen Landwirte den verfügbaren Dünger bedarfsgerecht auf die Flächen um alle Kulturen möglichst optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Da der Einsatz von mineralischen Düngemitteln, landläufig als Kunstdünger bezeichnet, für Bio-Landwirte verboten ist, gibt es auch keine Möglichkeit die Düngermenge künstlich zu erhöhen. Der beschränkte Tierbestand hilft somit dabei, die Nitratgehalte im Grundwasser zu senken. Schon seit einiger Zeit ist die Förderung des Ökolandbaus deshalb ein beliebtes Instrument in Wasserschutzgebieten.

15.02.2021

Region: Inn-Salzach