Stärkung des regionalen Bio-Angebots: Wie kann das gelingen?

Projektschmiede im Landratsamt

Projekt: Förderungen regionaler Wertschöpfungketten, Netzwerke und Kooperationen

Kürbisse neben grünen Kisten

An einigen Stellen ist es schon möglich - mit einem Einkauf viele regionale Bio-Produkte zu kaufen!
© D.Delang

Wie kann ein gebündeltes Angebot regionaler Bio-Produkte erreicht werden? Wie können faire Handelsstrukturen - inklusive der Gastronomie - gelingen? Und wie kann die Kommunikation über unsere regionalen Produkte verbessert werden?
Diesen Fragen stellten sich Landwirte, Verarbeiter, Vermarkter und Vertreter aus Verwaltungen gemeinsam. Zu einer abendlichen Projektschmiede luden die Öko-Modellregion und die NES-Allianz ein.

Einig war man sich, dass es bereits eine Vielzahl an tollen und hochwertigen Produkten im Landkreis gibt. Schon bei der Frage wie die Produkte leichter und zentraler für Verbraucher erreichbar wären, gab es verschiedene Ansichten: Entweder über eine Zusammenarbeit mit größeren bereits bestehenden Handelsstrukturen, über den Auf- und Ausbau von kleinen einzelbetrieblichen Lieferlösungen oder doch eine Mischung aus beidem? Eine konkrete Antwort gab es an diesem Abend (noch) nicht, dafür einiges an Ideen und Ansatzpunkten für die zukünftige Arbeit.

Es stellte sich heraus, dass zu wenig bekannt ist, welche Produkte von wem überhaupt schon im Landkreis geliefert und gehandelt werden. Eine Möglichkeit diese Wissenslücken zu schließen, könnte im Rahmen von kleinen Forschungsarbeiten mit Absolventen von Universitäten oder Hochschulen liegen. Ganz wesentlich sei es auch bei folgenden Treffen verstärkt Verarbeiter wie Brauer, Metzger und auch Jäger mit einzubeziehen. Interessierte dürfen sich gerne bei der Öko-Modellregion melden!

Beim Einkauf direkt ab Hof, weiß ich wo meine Lebensmittel herkommen – oder habe die Möglichkeit den Landwirt oder Erzeuger direkt zu fragen. In der Gastronomie und auch der Gemeinschaftsverpflegung ist das deutlich schwieriger – hier wünschten sich die Teilnehmer verstärktes Marketing und Transparenz für bio und regional. Ein gutes Beispiel sind hier die Rhön-Schaf-Genießerwochen. Auch die Ausarbeitung einer Kampagne „Frag deinen Wirt!“ gezielt in Gasthäusern oder ein Austausch zwischen Köchen und Landwirten im Speeddatingformat sei denkbar. Generell sei die Arbeit mit Best Practice Beispielen wichtig, um Mut zu machen neue und eigene Wege zu gehen!
Es gab viel Diskussion, gezielten Raum für alle "Ja Abers" und Bedenken, und viele gute Ideen und Ansätze. Was es auch braucht sind Menschen die sie umsetzen.

Der Abend zeigte - wie auch schon die vorausgegeangene Umfrage zum nachhaltigen Einkauf (Bericht hier) - der Prozess hin zu mehr Bio und Regionalen Lebensmitteln ist schon längst im Gange!
Dass zeigt zum Beispiel der Anstieg an Direktvermarktern und Bio-Betrieben. Und am Interesse und der Bereitschaft von den Teilnehmern nach Feierabend über diese Themen zu diskutieren und zu überlegen wie Veränderungen machbar sind! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Mit dem Workshop ist ein Schritt getan – ein weiterer Termin mit dem Ziel einzelne Ideen weiterauszubauen ist für Ende Oktober geplant. Interessierte sind herzlich willkommen!

05.07.2022

Region: Rhön-Grabfeld