Stetige Weiterentwicklung

Immer mehr Akteur*innen stärken die Arbeit der Öko-Modellregion

Projekt: Ökolandbau erleben - Bewusstseinsbildung

Frau beim Einräumen von Gemüse in Regale

Eva vom Siebenäckerhof in ihrem Unverpackt-Hofladen
© Daniel Delang, Öko-Modellregionen

In einem 1,5 stündigen online-Gesprächsabend „Öko-Modell WAS?“ am vergangenen Mittwoch wurde über vergangene Erfolge und neue Tätigkeiten der Öko-Modellregion Oberes Werntal informiert. Vor allem Verbraucher*innen sollten erfahren, wie sie von der Arbeit der Öko-Modellregion profitieren können.

Zu Beginn rekapitulierte Anton Gößmann, Bürgermeister der Gemeinde Wasserlosen, die vergangenen Jahre seit Beginn der Öko-Modellregion im Jahr 2015. Im Oberen Werntal werden bereits knapp 30% der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Zurücklehnen könne man sich aber nicht, so Anja Scheurich, Projektmanagerin der Öko-Modellregion: „Jetzt geht es darum, die Produkte auch hier vor Ort zu verarbeiten und vermarkten. Und da sind natürlich Sie als Verbraucher*innen gefragt!“. Im Gegenzug könnten diese von den Entwicklungen der Öko-Modellregion auf vielfältige Weise profitieren. So stellte Scheurich unter anderem die vielen Veranstaltungsangebote zum Lernen und Erleben dar: In Felderbegehungen, Radeltouren, Vortragsabenden, Betriebsbesuchen für Groß und Klein sollen Interessierte sich selbst vom Biolandbau überzeugen können. Nach der langen pandemiebedingten Durststrecke seien zukünftig wieder mehr Präsenzveranstaltungen geplant.
Dass man Bio-Lebensmittel in der Region bereits bestens einkaufen und genießen kann, wurde verdeutlicht von drei Impulsgeber*innen: Benedikt Böhm und Eva Schmidt vom Siebenäckerhof in Niederwerrn berichteten von ihrem erfolgreichen Neustart in die Bio-Landwirtschaft mit Unverpackt-Hofladen (Öffnungszeiten Mittwoch 16 - 18 Uhr, Samstag 10-12 Uhr und 14-17 Uhr). Anna Rheude, Leiterin des kurz vor der Eröffnung stehenden Ladens WELTKiND in Werneck, begeisterte die Zuhörer*innen mit dem innovativen Konzept des Unverpacktladens mit bioregionalen Lebensmitteln, neben einem Bistro und dem Angebot von Secondhand-Kleidung. Welchen Nutzen auch unsere Kleinsten aus dem regionalen Ökolandbau ziehen können wurde beim Impuls von Doreen Maar deutlich: Als Köchin im Kinderhaus Greßthal beziehe sie den Großteil der Lebensmittel von umliegenden Bio-Direktvermarkter*innen.
In der Abschlussdiskussion wurde deutlich, welchen wichtigen Nebeneffekt der bioregionale Einkauf neben der Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe hat: Biolandbau erleben.

Weitere Informationen:
Siebenäckerhof: https://www.instagram.com/siebenaecker.hof/
Kinderhaus Greßthal: https://www.kindergarten-gressthal.de/
Weltkind eG: https://weltkind.bio/

24.03.2022

Region: Oberes Werntal