Tischgespräch am Blümlhof

Im Rahmen der Bio-Erlebnistage 2020 in der Öko-Modellregion

Projekt: Ernährungs- und Bewusstseinsbildung durch Erleben , Solidarische Landwirtschaft: Blümlhof

© A. Zaghdoudi/Copyright

Der Blümlhof lies es sich auch im Corona-Jahr 2020 nicht nehmen eine Veranstaltung im Rahmen der Bio-Erlebnistage in Bayern durchzuführen.

Tischgespräch am Blümlhof
Im Rahmen der Bioerlebnistage 2020 lud der Blümlhof zum »Tischgespräch« ein. Den Rahmen bildete ein gemütliches Weißwurstfrühstück im Rondello-Zelt. Bio-Weißwürste und Bio-Bier wurden von der Metzgerei Chiemgauer Naturfleisch aus Trostberg und der Schlossbrauerei Stein aus Stein an der Traun gesponsert. Zusammengekommen waren zahlreiche BürgerInnen, Gemeinde- und Stadträte sowie Erster Bürgermeister der Gemeinde Burgkirchen, Johann Krichenbauer. Dabei waren auch Biobauern und Bio-Bäuerinnen, Bund Naturschutz und wir von der Öko-Modellregion Inn-Salzach. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wolfgang Landsberger, Bio-Imker auf dem Blümlhof. Thema des Tages waren die Erwartungen der Gäste an den Ökolandbau.

Es entstand eine hochkarätige Diskussion mit Fragen wie „Was ist zu tun, um den Ökoanteil in der Landwirtschaft zu erhöhen?“ „Wie kann man für das kleinstrukturierte regionale Ökoangebot Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen schaffen?“ Außerdem diskutierten die TeilnehmerInnen, wie man in der Krankenhaus- oder die Schulverpflegung (mehr) Ökoprodukte aus heimischer Produktion einbauen könne. Besprochen wurde auch, welche Bildungsprogramme Kinder und Jugendliche für den Biolandbau und die gesunde Ernährung mit biologisch erzeugten Lebensmitteln begeistern. Ein konkreter Vorschlag war, dass doch jeder immer wieder einmal in »seiner« Bäckerei, Metzgerei, »seinem« Lebensmittelgeschäft nachfragen sollte, ob es dieses oder jenes Produkt nicht auch in Bioqualität aus der Region gebe. Ziel ist, die örtlichen Verarbeiter und Händler für „bio-regional“ zu sensibilisieren, damit sie beim Einkauf vermehrt auf Bio-Erzeugnisse aus der Region setzten. So entstünde ein sicherer Absatzmarkt für konventionell wirtschaftende Betriebe, die bislang mit dem Umstieg auf die ökologische Bewirtschaftung zögern. Grund ist, dass sie aktuell noch Sorge haben, ihre Erzeugnisse nicht in den verarbeitenden Unternehmen und im Handel unterbringen zu können.

Von der mitreißenden musikalischen Begleitung empfangen, gespielt von Simon und Franzi auf Diatonischer und Kontrabass, kam von einem Teilnehmer gleich zu Anfang der Vorschlag, das Tischgespräch doch in einen Volkstanz umzuwidmen … aber es mangelte leider an einem ordentlichen Tanzboden. So genossen die Teilnehmer die musikalischen Kostproben des großartigen Duos im Sitzen und Wippen.

Zum Schluss zeigte Hubert Hochreiter den Teilnehmer die geballte Vielfalt am Blümlhof. Es ging vom Gewächshaus rüber zu Kuhweide, am Gemüsefeld entlang bis in den Schweinestall - vom Afrikanischen Salat bis zum zum vorm aussterben bedrohten Angler Sattelschwein könnten Fragen rund um das System "Mitbauer" besprochen werden.

Auch das Regionalfernsehen Oberbayern lies es sich nicht nehmen die Veranstaltung zu besuchen. Den Beitrag dazu finden Sie hier

13.10.2020

Region: Inn-Salzach