Öko-Modellregion „Pfaffenhofener Land“ gestartet

02.12.2019

Auf große Resonanz stieß die Auftaktveranstaltung zum Start der Öko-Modellregion „Pfaffenhofener Land“, die in dieser Woche in Scheyern stattfand. Über 80 Bauern folgten der Einladung in den Prielhof, und auch Pater Lukas Wirth, der Cellerar des Klosters Scheyern, und die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden waren dabei.

Gut sechs Monate ist es her, dass das „Pfaffenhofener Land“ als Öko-Modellregion staatlich anerkannt wurde. Das „Pfaffenhofener Land“, ein Zusammenschluss der Stadt Pfaffenhofen mit den Gemeinden Scheyern, Hettenshausen und Ilmmünster, ist eine von insgesamt 27 Öko-Modellregionen in Bayern, die als ein Bestandteil des Landesprogramms BioRegio 2020 die ökologische Landwirtschaft und regionale Kreisläufe stärken sollen.

Pater Lukas hob den Vorbildcharakter der Öko-Modellregion hervor und lobte das Engagement der teilnehmenden Landwirte, wobei er die Bedeutung der bäuerlichen Landwirtschaft für die Gesellschaft betonte: „Sie brauchen sich bei weitem nicht zu verstecken!“

Bürgermeister stehen hinter dem Projekt
Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden stehen hinter dem Projekt „Pfaffenhofener Land“, und so konnte Dr. Peter Stapel, der Nachhaltigkeitsmanager der Stadt Pfaffenhofen, auch Thomas Herker aus Pfaffenhofen, Hans Wojta aus Hettenshausen, Manfred Sterz aus Scheyern und Wolfgang Hagl, den 2. Bürgermeister von Ilmmünster, zu der Veranstaltung begrüßen.

Sehr positiv an dem Zusammenschluss bewertete der Scheyerer Bürgermeister Manfred Sterz vor allem die Unterstützung, die die Landwirte in den Bereichen Artenschutz, Biodiversität und Direktvermarktung bekommen.

Unterstützung durch die bayerische Staatsregierung
Die Projektkoordinatorin der Öko-Modellregion, Katharina Niemeyer aus dem Amt für ländliche Entwicklung, erklärte den anwesenden Bauern, dass die bayerische Regierung die Öko-Modellregion sowohl in fachlichen als auch in organisatorischen Fragen unterstützt. Sie stellte den interessierten Gästen die Ziele vor, wie z. B. die Stärkung der heimischen Produktion oder die Schaffung von Bewusstsein für regionale Ernährung. Ein weiteres wichtiges Ziel stellt die Vernetzung der Partner der Wertschöpfungskette untereinander dar – also vom Anbau bzw. der Produktion landwirtschaftlicher Produkte bis zu ihrer Vermarktung.

Peter Stapel erläuterte die Historie sowie die momentane Situation in der Ökomodellregion. Er klärte die Landwirte über die verschiedenen Angebote auf, die die Ökomodellregion im nächsten Jahr den Teilnehmer anbieten wird, wie z. B. eine mögliche Neuauflage des Bodenkurses aus der Pfaffenhofener „Bodenallianz“, außerdem die Unterstützung bei der regionalen Direktvermarktung und die Organisation von Besuchen bei der Bioland-Woche in Plankstetten oder auf der Messe Biofach in Nürnberg.

Joseph Amberger, der Projektleiter der Pfaffenhofener Bodenallianz, erklärte den Teilnehmern das Projekt, das die Basis für die Öko-Modellregion bildet. Die Bodenallianz dient der Förderung des ökologischen Landbaus, der Biodiversität, der Artenvielfalt sowie der regionalen Vermarktung und legt ganz besonderen Wert auf den Austausch der Landwirte untereinander.

Fotos: Elli Lang