Öko-Modellregion Pfaffenhofener Land

Die Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm sowie die Gemeinden Scheyern, Hettenshausen und Ilmmünster liegen mittendrin in Deutschlands Wachstumsregion Nr. 1, genau zwischen München und Ingolstadt. Entsprechend groß ist der Wachstumsdruck durch steigende Einwohnerzahlen. Beim Gemeindeverbund handelt sich um ein kompaktes, beinahe kreisförmiges Gebiet. In dessen Zentrum liegt die Kreisstadt Pfaffenhofen a. d. Ilm mit einer intakten kleinstädtischen Infrastruktur. Das ländliche Umland präsentiert sich als Hallertauer Hügellandschaft, über der das Kloster Scheyern, der einstige Stammsitz der Wittelsbacher thront. Ilmmünster und Hettenshausen sind durch das Ilmtal geprägt, das die Nord-Süd-Achse des Gebiets darstellt.

Öko-Modellregion und Bodenallianz
Der Pfaffenhofener Stadtrat hat im Herbst 2018 einen Beschluss über die Förderung der ökologischen Landwirtschaft gefasst und das Solidaritätsprojekt „Bodenallianz“ initiiert. Insgesamt rund eine Million Euro stellt sie dafür in den kommenden drei Jahren bereit. Die Bodenallianz ist als Projekt für nachhaltige Landwirtschaft sowie Arten- und Klimaschutz konzipiert und hat eine deutliche Verstärkung der nachhaltigen und pestizidfreien Landwirtschaft zum Ziel. Angestrebt wird eine Verdreifachung der ökologisch und naturnah bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet auf 20 Prozent. Um die angestrebten Ziele auf entsprechend größerer Fläche umzusetzen und weitere wichtige Akteure zu gewinnen, hat sich die Stadt Pfaffenhofen gemeinsam mit den Nachbargemeinden um die Auszeichnung als Öko-Modellregion beworben.

Landwirtschaft
Im Gemeindeverbund gibt es 315 Betriebe, die 8.328 ha1 landwirtschaftliche Fläche bewirtschaften. Der Anteil der Haupterwerbsbetriebe beträgt 42 %. Das Pfaffenhofener Land liegt im tertiären Hügelland, am südlichen Rand des Hopfenlandes Hallertau. Die meisten der tiefgründigen, fruchtbaren Böden sind Grundlage für intensiven Ackerbau, nahezu die gesamte Bandbreite der Ackerkulturen wird angebaut. Als Sonderkultur ist Hopfen verbreitet, es gibt etwa 50 Hopfenbaubetriebe mit einer Hopfenanbaufläche von 857 ha. 61 Betriebe halten Milchvieh, 32 Legehennen, 10 Zuchtsauen und 39 betreiben Schweinemast.

Lebensmittelhandwerk
Die handwerklichen Strukturen im Lebensmittelhandwerk sind im Bereich der Grundversorgung noch intakt: So sind in der Region 6 Bäckereibetriebe und 6 Metzgereien aktiv. Dazu kommen 2 Brauereien. Und auch seltenere Handwerke sind vertreten, z. B. eine Lebzelterei oder eine Fischräucherei. Bedeutend für eine mögliche Öko-Modellregion sind darüber hinaus die Möglichkeiten, die sich durch mehrere örtliche Bio-Lebensmittelverarbeiter mit überregionaler Bedeutung ergeben.

Der Zeit wird die Stelle einer Projektmitarbeit für die Öko-Modellregion Pfaffenhofener Land ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 10. September 2019.

Projektmitarbeiter Öko-Modellregion Pfaffenhofener Land (PDF)