Öko-Modellregion Region Regensburg

Die Öko-Modellregion Regensburg
Die Öko-Modellregion Regensburg besteht aus dem Landkreis Regensburg mit seinen 41 Gemeinden und der kreisfreien Stadt Regensburg. Sie umfasst 1.472,6 km². Die Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen sind in den vergangenen Jahrzehnten überdurchschnittlich angewachsen, sodass in der Region inzwischen rund 350.000 Menschen leben. Da in der Bevölkerung ein hohes Umweltbewusstsein vorliegt, bietet die Region ein großes Potential für den Absatz regionaler Bio-Lebensmittel.
Die Region Regensburg gliedert sich mit dem Fränkischen Jura im Nordwesten, dem Vorderen Bayerischen Wald im Nordosten und dem Gäuboden / Donau-Isar Hügelland im Süden in drei größere geologische Einheiten. Daraus resultieren nicht nur verschiedene Natur- und Kulturlandschaften, sondern auch eine vielfältige Landwirtschaft.

Landwirtschaft im Gebiet der Öko-Modellregion Regensburg
Mit 69.890 ha handelt es sich bei rund 50 % der Landkreisfläche um landwirtschaftlich genutzte Flächen. Dieser Anteil liegt bei der Stadt Regensburg mit knapp 30 % (2.345 ha) deutlich niedriger. Bewirtschaftet werden die Flächen von 1.946 landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis und 54 Betrieben in der Stadt Regensburg. Dabei liegt der als Ackerland genutzte Anteil im Landkreis bei rund 85 % und in der Stadt Regensburg bei ca. 75 %. Knapp 35 % der landwirtschaftlichen Betriebe arbeiten im Haupterwerb.
Die Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe und deren Fläche hat sich im Modellgebiet in den letzten Jahren deutlich positiv entwickelt. So stieg die Zahl der Bio-Betriebe von 2013 bis 2018 um 59 % auf 8 %. Gleichzeitig nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 58 % auf 10 % zu. Bei den ökologisch bewirtschafteten Flächen handelt es sich bei knapp 80 % um Ackerflächen, gut 20 % der Öko-Landbauflächen sind Dauergrünland.

Zielsetzungen der Öko-Modellregion Regensburg
Im Bereich landwirtschaftlicher Erzeugung sollen der Anteil ökologischer Betriebe und Flächen erhöht, bestehende ökologische Angebote in Netzwerken und Erzeugerzusammenschlüssen gebündelt, die regionale Wertschöpfung gesteigert sowie die Verbindung des Öko-Landbaus mit Umwelt-, Landschafts- und Gewässerschutz ausgebaut werden.
Im Bereich Verarbeitung und Vermarktung wird angestrebt, die Anzahl von Verarbeitungsbetrieben für ökologische Lebensmittel zu erhöhen, bestehende und neu entstehende Angebote an Bio-Lebensmitteln in Netzwerken und Kooperationen effektiv zu bündeln, die Direktvermarktung und die Vermarktung durch verarbeitende, regionale Handwerksbetriebe auszubauen und den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel in (großen) Schul- und Betriebskantinen, der Gastronomie und Hotellerie sowie Cateringbetrieben zu steigern.
In den Bereichen Information und Bewusstseinsbildung stehen Veranstaltungen und Informationsmaterialien zur gezielten und nachhaltigen Information von Erzeugern, Verarbeitungsbetrieben und Verbrauchern zur Sensibilisierung für den (Mehr-)Wert ökologischer Landwirtschaft und Lebensmittel im Mittelpunkt. Dabei soll zudem eine intensivere Abstimmung und Vernetzung mit bestehenden Bildungsangeboten bzw. -trägern erfolgen.