Sortenbestimmung der Obstbäume durch Pomologen

14.10.2018

Projekt:

Ankündigung 2019 Sortenvielfalt erhalten! Äpfel und Birnen sammeln zur Sortenbestimmung
Am Samstag, den 05.10.2019 findet in Maibach ab 14 Uhr, in der Zehntscheune, Schweinfurter Str. 25, das jährliche „Apfelsaftfest“ organisiert vom Verein für Gartenbau und Landespflege Maibach, in diesem Jahr mit integriertem Apfelmarkt statt.

Zum Fest hat der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Schweinfurt erstmals Steffen Kahl Pomologe (Sortenbestimmer) aus Hessen für eine Sortenwanderung mit anschließender Bestimmung von Äpfel und Birnen eingeladen. Mit der Einladung des Pomologen leistet der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Schweinfurt und der Ortsverein Maibach gemeinsam einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Obstsortenvielfalt. Seltene oder verschollene regionale Apfel- und Birnensorten von den Bürgern zusammengetragen, können am Fest identifiziert und damit erhalten werden. Unterstützt wird diese Aktion auch von der Öko-Modellregion Oberes Werntal.

Von 10 Uhr bis 12:30 Uhr führt Steffen Kahl durch die Maibacher Flur. Treffpunkt dazu ist um 10 Uhr, Am Maibach (bei der Grotte). An praktischen Beispielen erfahren die Besucher dabei, wodurch man einzelne Sorten unterscheidet und wie es um die regionale und weltweite Sortenvielfalt bestellt ist. Von 14 bis 18 Uhr werden dann die mitgebrachten Apfel- und Birnensorten der Bürger gegen eine Gebühr von 2 € je identifizierter Sorte bestimmt.

Die ersten Äpfel und Birnen werden reif …unbekannte Sorten frühzeitg sammeln
Für eine Sortenbestimmung benötigt Steffen Kahl jeweils mindestens drei gesunde, madenfreie, an der Sonnenseite des Baumes gereifte Früchte. Es empfiehlt sich, die Früchte bis zum „Apfelsaftfest“ im Oktober zu sammeln und an einem kühlen Ort aufzubewahren.
Gemeinsam für den Erhalt der Apfel- und Birnensortenvielfalt im Landkreis Schweinfurt

Ziel dieser Aktion ist es alte Sorten wiederzuentdecken und deren genetische Vielfalt durch Veredelung junger Bäume zu erhalten, damit die regionaltypischen alten Sorten nicht verloren gehen. Schon jetzt können Bürgerinnen und Bürger überlegen, welche Bäume sie bestimmen lassen möchten. Die Wahrscheinlichkeit eine Rarität zu gefunden zu haben erhöht sich, wenn Früchte von alten vergessene Bäume in der Flur oder aus Obstgärten von Menschen, die früher bereits Sorten sammelten oder in der Veredelung tätig waren mitgebracht werden. Die Veranstalter freuen sich auf viel Unterstützung aus der Bevölkerung.

Rückblick 2018: 80 Früchte durch Pomologen Hans-Joachim Bannier bestimmt
Anhand von Frucht, Geschmack und Kernfarbe und -form bestimmte Hans-Joachim Bannier aus Bielefeld, umringt von zahlreichen Interessierten, am dritten „Adöpfel- und Moustfest“ in Hambach 80 Früchte der Region. Am Häufigsten (10 Mal) legten die Bürger dem Experten die Apfelsorte „Rheinischer Winterrambur“ vor. Insgesamt konnten 44 verschiedene Apfel- und 5 Birnensorten identifiziert werden. Insgesamt legten 35 Personen dem Pomologen Früchte vor, sie kamen die auch aus entfernten Landkreisen wie Aschaffenburg und Würzburg aber auch aus den Landkreisen Haßberge, Karlstadt, Bad Kissingen und Schweinfurt. Hieran erkennt man, dass das Thema Rückgang der Sortenvielfalt in der Gesellschaft noch nicht so präsent ist. Die Personen allerdings, die sich mit Obstbäumen beschäftigen und sich interessieren sind bereit auch längere Strecken für die Bestimmung ihrer Sorten in Kauf zu nehmen. Hans-Joachim Bannier, Mitglied des deutschen Pomologen-Vereins, zählt zu den inzwischen selten werdenden Obstbaumkundlern und ist Experte für Apfel- und Süßkirschensorten.

Ankündigung: 2018 Pomologe Hans-Joachim Bannier kommt ins Obere Werntal und bestimmt die Apfelsorten der BürgerInnen

Zum dritten „Adöpfel- und Moustfest“ organisiert von der Freien Wähler Gemeinschaft wird der Pomologen Hans-Joachim Bannier zusammen von der Gemeinde Dittelbrunn, der Öko-Modellregion Oberes Werntal und dem Verein für Gartenbau und Landespflege nach Hambach eingeladen. Hans-Joachim Bannier… gilt als führender Experte für alte Apfel- und Süßkirschensorten und  bestimmt am 14.10.2018 ab 13 Uhr die Apfelsorten der Bürger aus dem Oberen Werntal gegen eine Gebühr von 2 € je identifizierter Sorte. Für eine Sortenbestimmung benötigt er jeweils mindestens drei gesunde, madenfreie, an der Sonnenseite des Baumes gereifte Äpfel. Steht ein unbekannter Obstbaum im Garten oder auf einer Streuobstwiese besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Apfelsorte bestimmen zu lassen. Es empfiehlt sich, die Früchte bis zum „Adöpfel- und Moustfest“ zu sammeln und an einem kühlen Ort aufzubewahren.

Ziel dieser Aktion ist es alte Sorten wiederzuentdecken und deren genetische Vielfalt für die Nachzucht zu erhalten, damit alte heimische Sorten nicht verloren gehen. Und wer weiß, vielleicht wird auf diesem Weg, gemeinsam, sogar ein schmackhafter Zufallssämling und damit die neue Apfelsorte „Schöner aus dem Oberen Werntal“ gefunden.