Öko-Modellregion Miesbacher Oberland

Marina und Albert Stürzer

Hairerhof

Er sticht sofort ins Auge – der Stand von Marina und Albert Stürzer beim Handwerkermarkt in Fischbachau. Liebevoll dekoriert mit Heu und Wiesenblumen und darauf geschmackvoll in Szene gesetzt: Milch, Heumilch-Käse und Joghurt.

Die Besucher haben gleich Lust alles zu probieren. Und einzutauchen, in die Welt von Marina und Albert Stürzer. Gerne nehmen diese Interessierte mit in „ihre“ Welt. Ihre Welt das ist der Hairerhof bei Wall.

Zusammen mit ihren fünf Kindern und Alberts Eltern bewirtschaften sie den Hof nach den Richtlinien von Demeter. „I war scho immer a bissl alternativ“ so die Bäuerin Marina. Und da passt dann auch die kuhgebundene Kälberaufzucht perfekt zur Betriebsphilosophie. Kälber dürfen bei der Kuh bleiben und deren Milch am Euter trinken. Eine Haltungsform, die wieder mehr Beachtung findet.

Noch mehr veränderte dann aber die Ausbildung zur Erlebnisbäuerin das Leben von Marina auf dem Hairerhof. Seitdem ist der Hairerhof ein beliebtes Ausflugsziel für Kindergärten, Schulklassen aber auch für interessierte Landwirte und Verbraucher. Zusammen mit den Besuchern wird Brot gebacken, gebuttert, Kühe gefüttert und Bauer Albert entführt alle zur Hofrundfahrt mit dem Traktor. Biologische Landwirtschaft schmecken, erleben und verstehen, das versuchen die engagierten Biobauern ihren Besuchern zu vermitteln.

Und weil die beiden voller Ideen sind und lieber handeln statt nur zu reden, setzen sie neue Maßstäbe im Miesbacher Oberland: zusammen mit 14 engagierten Bauern der Region sind sie zertifizierte Heumilchbauern und füttern Ihren Kühen keine Silage, sondern artenreiches Heu. Das ist dann auch für den besonders guten Geschmack ihrer erzeugten Milch verantwortlich.

Und da gibt’s jetzt noch als neue Idee der Stürzers: das „Biokalb Oberland“. Eine Initiative von elf Landwirten, die neue Wege suchen, im ihre Biokälber mit Hörnern in der Region zu vermarkten. Mit Unterstützung der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland werden Mäster gesucht und eine Vermarktung aufgebaut. Und weil das alles dauert, machen es die Stürzers gemeinsam mit ihren Mitstreitern erstmal selbst: monatlich wird auf einem der Betriebe stressfrei und schonend von Metzgermeister Killer ein Tier geschlachtet. Dieses wird dann in seiner Bio-Metzgerei in Wall drei Wochen abgehangen, zerlegt und portioniert und dann am Hairerhof an die Kunden verkauft.

Aber zurück zum Probierstand der Stürzers am Handwerkermarkt: vom Geschmack der guten Heumilch, vom Joghurt und Käse können sich die Standbesucher gleich überzeugen. Auch die echte Liebe zu Natur und Schöpfung spüren die Besucher bei den Stürzers. Mit ihrer sympathischen, bodenständigen und doch sehr feinen Art verstehen sie es, die Besucher in ihren Bann zu ziehen und für ihre Ideen zu begeistern. Da stehen sie dann am Stand und riechen am Heu und tauchen ein – in die Welt von Marina und Albert Stürzer.

https://www.hairerhof.de/