Öko-Modell-Regionen

Max und Simon Pleintinger

Es lebe das Handwerk!

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Beim Betreten der Metzgerei Pleintinger fällt sofort der mannshohe Schrank für dry-aged Fleischprodukte ins Auge. Neben Rind findet sich hier auch besonders gelagertes Schweinefleisch, das bei den Kunden guten Absatz findet.

 

Der Reifeschrank ist die erste selbständige Aktion des Sohnes Simon Pleintinger, der mittlerweile im Familienbetrieb arbeitet und einige Jahre woanders Erfahrungen gesammelt hat. In der Metzgerei Pleintinger wird noch selbst geschlachtet. Die Tiere stammen von bekannten Betrieben aus der näheren Umgebung. „Da weiß man, wie die Tiere gehalten werden und was auf den Futtertisch kommt“, so Max Pleintinger.

 

Das gesamte Angebot wird selbst hergestellt, von der Bierwurst über die Bratwurst bis zur Leberwurst. „Das ist mittlerweile eine Seltenheit in der Branche. Wir könnten alles billiger zukaufen als wir es produzieren können“, so der Senior. Für ihn und auch für den Sohn ist es eine bewusste Entscheidung, das Metzgerhandwerk hochzuhalten und den eigenen Produkten treu zu bleiben. Im Betrieb zu schlachten und alles selbst zu verarbeiten, das gehört hier zur Tradition und zum Metzgerhandwerk dazu. Den Stolz aufs Handwerk und die schmackhaften Produkte sieht man Vater und Sohn an. Um den Absatz machen sich beide auch langfristig keine Sorgen. Den begrenzenden Faktor sieht der Metzgermeister vor allem bei den Mitarbeitern. Es wird immer schwieriger, Nachwuchs für das Metzgerhandwerk zu finden.

 

Die Kunden schätzen die Qualität der Produkte und oft werden Caterings gebucht. Denn Pleintinger Senior hat auch Erfahrung in der Küche, er kocht für den Kindergarten. Dabei ist es ihm schon immer wichtig gewesen, Alternativen zum gängigen „Schalenessen“ (= Essen, welches nur noch im Ofen aufgewärmt wird) anzubieten. So bereitet der engagierte Metzger auch noch jeden Tag für die Kleinsten einfache Gerichte mit frischen Zutaten zu. „Gerade für Kinder ist es wichtig, dass sie nur gesunde Kost und frisch Gekochtes auf den Tisch bekommen“, so Pleintinger Senior. Es hat eine Weile gedauert, bis die sich an den natürlichen Geschmack gewöhnt haben. Mittlerweile gibt es kaum noch Beschwerden. Den Bereich der Gemeinschaftsverpflegung möchte Herr Pleintinger biozertifizieren lassen und den Kindern neben der Frische auch noch 100 Prozent bio bieten.

 

http://www.pleintinger.com/