Öko-Modellregion

Peter und Petra Lang

Dass Petra und Peter Lang einmal als Landwirte arbeiten würden, war nicht geplant. Die beiden hatten nicht viel Ahnung von der Landwirtschaft, als die verpachteten Flächen im Familienbesitz frei wurden. Sehr schnell stand fest: Die nehmen wir! Diese Entscheidung stellte sich als echter Glücksfall heraus, denn die beiden Mittfünfziger, die den Hof mit 16 Hektar im Nebenerwerb betreiben, sind mit Leidenschaft bei der Sache, frei nach dem Motto: Andere haben einen Sportwagen in der Garage, wir unsere Rinder auf der Weide!
Der gelernten Hauswirtschafterin Petra Lang war es immer wichtig, hochwertige, schmackhafte Lebensmittel zur Verfügung zu haben. Heute ist sie in der glücklichen Lage, selbst etwas zum gesunden Genuss beitragen und ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung mit „etwas Gutem“ versorgen zu können.

Die Langs kümmern sich um eine Herde von 10 Deutsch-Angus-Mutterkühen, die sich mit der Nachzucht auf der Sommerweide tummeln. Den Stall für die Tiere hat Peter selbst geplant und verwirklichte ihn mit ortsansässigen Handwerkern, um die Kosten überschaubar zu halten. Gefüttert werden die Rinder mit Heu, Silage und Stroh; Getreide kommt nur selten zum Einsatz.

Pro Jahr werden etwa 5 Tiere geschlachtet. Das Fleisch wird direktvermarktet und ist so begehrt, dass eine Warteliste existiert. Bei der Schlachtung legen die Langs großen Wert darauf, dass die Tiere möglichst wenig unter Stress geraten. Zu diesem Zweck haben sie extra eine Schlachttransportbox entwickelt.

Eine weitere Einkommensquelle ist für Petra und Peter Lang der Verkauf von Absetzern, das sind Jungtiere, die auf der Weide ausgemästet werden und keine Milch mehr bekommen.