Michlbauer Hof & Manufaktur

Landwirte sind vielfältig aktive und interessierte Menschen. Die Wenigsten betreiben „nur“ ihren Hof. Irgendwie scheinen sie immer auch noch anderswo aktiv zu sein. Sie engagieren sich in Verbänden und Vereinen oder haben mehrere betriebliche Standbeine. Ferienwohnungen etwa in Regionen, die auch Touristen anziehen. Die Oberpfalz ist keine klassische Touristenregion. Zwischen Regensburg und Nürnberg findet man dafür eine traditionell geprägte Gegend mit viel Landwirtschaft und gelebtem Brauchtum.

Sebastian Meier ist gelernter Instrumentenbauer und Musiker und bewirtschaftet einen Milchziegenhof. Den Hof hat er von seinem Vater, dem Biopionier Hans Meier, übernommen.

Sebastian hat am Hof mit Ziegenhaltung begonnen, als eine Bio-Käserei in der Nähe einen Ziegenmilchlieferanten suchte. Das Wohl der Tiere liegt ihm außerordentlich am Herzen. Die Ziegen, die ja durchaus für ihren eigenen Kopf bekannt sind, folgen ihm beeindruckend sanftmütig.

Ziegenmilch ist ebenso wie Schafsmilch in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt. Allergien, diversen Ernährungsweisen und den französischen Käsespezialitäten sei gedankt, dass sich die Verkaufszahlen gut entwickeln und der Preis stabil ist.

Neben der Milch der Ziegen beginnt gerade ein anderes Experiment, die Landwirtschaft zu bereichern. Mehr aus Neugier denn aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus hat sich Sebastian ein paar Wagyu-Rinder angeschafft. Das Fleisch dieser Tiere gilt als unübertroffen zart und schmackhaft. Der ursprünglich aus Japan stammenden Rinderrasse sagt man nach, sehr haltungsintensiv zu sein. Was den hohen Preis erklärt – bis zu 100 Euro werden pro Kilo für die Edelteile bezahlt. Wird das Tier nun wirklich massiert und besonders gepflegt? „Nein. Die Tiere sind etwas scheuer als mancher Artgenosse. Aber der Geschmack und Preis, der ergibt sich durch die lange Lebenszeit. Durchschnittlich vier Jahre alt wird ein Wagyu Rind bis sich die begehrte Maserung und damit der Geschmack voll entwickelt hat.“

Dieses Porträt wird überarbeitet.

Aus dem Milchziegenhof von Sebastian Meier sind inzwischen der „Michlbauer Hof & Manufaktur“ von Sebastian Meier und Schirin Oeding geworden.

Schirin Oeding hat im Sommer 2019 bei der Landfrauenküche des Bayerischen Rundfunks mitgemacht. Die Sendung dazu porträtiert den Hof ausführlich.  Die Amberger Zeitung  und die  Mittelbayerische Zeitung nehmen die Sendung zum Anlass für ausführliche Berichte.