Öko-Modell-Regionen
Waldsassengau (bei Würzburg)

Thomas und Ines Schwab

Remlinger Rüben

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Manche Geschichten verlaufen rückblickend so optimal, dass man sie für geplant hält. Die von Thomas und Ines Schwab ist so eine. Nach einer gemeinsamen USA Reise waren sie sich schnell im Klaren:  Sie wollen einen Biobetrieb bewirtschaften.

 

Mit vollem Engagement und einer gehörigen Portion Optimismus starten die beiden in den Gemüsebau. Das ist bis heute ohne große Fläche und großen Kapitaleinsatz möglich. Der Start erfolgte im Nebenerwerb, die erste Anschaffung war eine Handsähmaschine. „Es ist für mich heute nicht mehr nachvollziehbar, wie wir damals die viele Arbeit geschafft haben.“, meint Ines lachend. Erwerbsarbeit, kleine Kinder im Haus, Gemüse in Handarbeit, Warenverkauf.

 

Das Gemüse kommt gut an. Es folgt die erste größere Investiton: eine Abpackmaschine. Denn die Vermarktung der Ware ist den beiden von Beginn an ein persönliches Anliegen. Der Betrieb wächst und verringert sein Warenangebot auf Rüben, Zwiebel und Kartoffeln. Denn diese Sorten gedeihen auf den Remlinger-Böden phantastisch. Der Rest ist Remlinger-Rüben-Geschichte: Das Handelsunternehmen „tegut“ bemerkt die Qualität und bezieht die Ware der beiden. Bald schon reicht die eigene Produktion bei weitem nicht mehr: so entsteht die bäuerliche Liefergemeinschaft tegut.

Die Ware wird zentral bei der Rüben AG abgepackt und täglich an die tegut-Läden ausgeliefert. Neben Ökolandbau ist auch Regionalität wichtig: So kommen die rund 600 Tonnen Zwiebel bis heute aus der Region, die Kartoffeln aus Deutschland. Lediglich bei den Karotten gibt es internationale Handelsbeziehungen.

 

Aus anfänglich 14 Hektar wurden so 75. Aus der Abpackmaschine ein neu erbautes Lager mit Abfüll- und Waschanlage. Ein Hofladen schafft auf dem Land ein exquisites Angebot an Verbandsbiowaren. Der Idealismus und das Engagement des Ehepaares Schwab ist über die Jahre nicht geringer geworden.  Professionalität, Verantwortung und die stete Suche nach Verbesserungen machen aus den beiden ein erfolgreiches Team.

 

Das nächste Projekt: Die Ausschussware, die entweder von Landwirten abgeholt oder kompostiert wird, soll professioneller verwertet werden. Schon heute landet als kaum was auf den Müll. Die Kompostanlage würde Thomas Schwab jedoch gerne professionalisieren und zusammen mit dem Grünschnitt der Gemeinde feinen Kompost herstellen.

 

http://www.remlinger-rueben.de/