Premiumfleisch aus der Region

01.04.2019

Projekt:

„Mehr Bio aus der Region und für die Region“, so Gerhard Falter bei der Präsentation des Ilzer Land Weiderindprojektes sei ein wichtiges Ziel in der Ökomodellregion.

Viele interessierte Landwirte konnte Bürgermeister Martin Geier im Gasthof Sonnenwald in seiner Gemeinde in Schöfweg zur Vorstellung des Weiderindprojektes in der Ökomodellregion Ilzer Land willkommen heißen. Neben seinen Bürgermeisterkollegen Max König aus Saldenburg und dem 2. Bürgermeister Günter Klampfl aus Schönberg waren auch MdL und 1. Vorsitzender des Ilzer Land e.V. Manfred Eibl und Kreisrat in Passau Walter Dankesreiter und Simon Pleintinger aus Schönberg zur Infoveranstaltung gekommen.

„Mehr Bio aus der Region und für die Region“, so Gerhard Falter bei der Präsentation des Ilzer Land Weiderindprojektes sei ein wichtiges Ziel in der Ökomodellregion. Mit den Strukturen in der Landwirtschaft und in Tier- und Pflanzenwelt sehe es nicht gut aus. Humusreicher Boden, sauberes Wasser, intakte Natur und nachhaltige, regionale Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Handwerk, Gastronomie und auch in anderen Bereichen seien Ziele, die es zu erhalten und zu fördern gelte, so der Projektmanager der Ökomodellregion. Dies sei auch der Grund warum die ökologische Weidewirtschaft eine neue Perspektive für manche Betriebe sein könne. Dafür lohne es sich, ist Falter überzeugt, sich gemeinsam zu engagieren.

Das „Ilzer Land Weidefleisch“ sei als Marke registriert und mittlerweile nutzen bereits erste Biolandwirte, Metzger und künftig auch Gastwirte diese Marke. Ziel sei, so Agraringenieur Falter, dass wir neue regionale Bio-Partnerschaften aufbauen. „Wir brauchen mehr bioregionale Lebensmittel auf unseren Tellern. Dem Fleisch auf dem Teller sieht man es nicht an, woher es kommt. „Aus Agrarfabriken“ oder „von der Weide“? Deshalb brauchen wieder mehr Transparenz: vom Landwirt über den Metzger bis zum Gastwirt und hinein in unsere Haushalte. Dazu wollen wir mit unserem Projekt einen Beitrag leisten. Bioweiderinder seien äußerst begehrt, so Falter. So werden aktuell viele hundert Bioweiderinder pro Jahr aus dem Bayerischen Wald in andere Regionen verkauft. Das hochwertige Fleisch soll aber auch auf unsere Teller in unserer Region kommen. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch regionale Bio-Verarbeiter wie den Pleintinger Metzger haben, so der Projektmanager. Simon Pleintinger, der aus Schönberg gekommen war, informierte die Gäste über seine Arbeit und die Bioweidefleischprodukte, die er mittlerweile in seiner Metzgerei anbieten kann. Egal, ob „Mehr Bio aus der Region und für die Region“, so Gerhard Falter bei der Präsentation des Ilzer Land Weiderindprojektes sei ein wichtiges Ziel in der Ökomodellregion.Weidefleisch, Rindersalami, Rindercurrywurst- oder Zwiebelwurst, der innovative Jungmetzger erfindet ständig neue, schmackhafte Bioproukte vom Ilzer Land Weiderind. „Der Ankauf von entsprechenden Weiderindern hängt und fällt aber mit der Nachfrage“, so Simon Pleintinger.

Auch Wolfgang Aulinger, Chef des Gasthofs Sonnenwald ist, wie Pleintinger, ein innovativer Mensch der Wert auf Regionales, Qualität und guten Service legt. Dies ist auch der Grund, so Gerhard Falter, dass Wolfgang Aulinger letztes Jahr eine Auszeichnung als eine der „100 besten Heimatwirtschaften“ von Markus Söder erhalten habe. „Weil ich auf Regionalität und die Qualität meiner Produkte höchsten Wert lege, so Wolfgang Aulinger, werde ich meinen Gästen künftig auch Schmankerl vom „Ilzer Land Weiderind“ anbieten. Nach einer Diskussion über das Weidefleischprojekt und notwendige Veränderung in der Agrarpolitik, in die sich auch MdL Manfred Eibl und Walter Dankesreiter einbrachten, der sich für eine notwendige Umverteilung der Agrarsubventionen aussprach, endete die Veranstaltung bei Fachgesprächen im Gasthof Sonnenwald.