Öko-Modell-Regionen

Projekte / Bewusstsein.bilden: Landwirtschaft erfahren und genießen

27.06.2018: Von anderen lernen: Das ist die Aufgabe der Erzeugerarbeitskreise, die das Ziel haben, die kollegiale Beratung unter den Bäuerinnen und Bauern zu fördern. Positive Erfahrungen für andere nutzbar machen und verhindern, dass die gleichen Fehler anderswo noch einmal gemacht werden. Diesmal beschäftigte sich der Arbeitskreis mit dem Thema Hafer-Leindotter-Mischultur. Mischkulturen sind die ursprünglichste Form des Bewuchses: vielfältig, bodenschonend, mit einem Maximum an Photosyntheseleistung auf der Fläche. Die Mischkultur von Hafer und Leindotter ist gleichermaßen interessant für Natur, Bäuerinnen und Bauern und Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Leindotter mit seiner zarten gelben Blüte bietet (Wild-)Bienen nach der Blüte des Raps eine Tracht und ist ein interessantetener Baustein zu einer durchgehenden Blüte von Frühjahr bis Herbst. Für Bäuerinnen und Bauern kann bei der Ernte der Leindottersamen einen zusätzlichen Ertrag bieten, ohne dem Hafer nennenswert Ertrag zu nehmen. Und für die Verbraucherinnen und Verbraucher bietet der Leindotter ein schmackhaftes, hochwertiges Speiseöl, das es vor allem im Naturkosthandel zu kaufen gibt und in Zukunft vielleicht auch ein wichtigen Eiweißträger für die menschliche Ernährung. Beim Erzeugerarbeitskreis wurden Haferfelder von drei Betriebe besucht: Felder der Lebensgemeinschaft Höhenberg in Buchbach, des Betriebs Schweiger in Unterneuling und des Betriebs Maier-Häußler in Taufkirche b. Mühldorf. Als Experten mit dabei waren Benjamin Fichtner (Bioland-Ackerbauberater), Johannes Spengler (Ölmühle Kappelbauer) und Thomas Kaiser (Institut für Energie und Umwelttechnik).

 

Erzeugerarbeitskreis Hafer-Leindotter-Mischkultur am 27.06.2018; Foto: Andreas BentlageErzeugerarbeitskreis Hafer-Leindotter-Mischkultur am 27.06.2018; Foto: Andreas BentlageErzeugerarbeitskreis Hafer-Leindotter-Mischkultur am 27.06.2018; Foto: Andreas BentlageErzeugerarbeitskreis Hafer-Leindotter-Mischkultur am 27.06.2018; Foto: Andreas Bentlage

 


 

 

Der Bevölkerung soll der Wert des heimischen, saisonalen und biologischen Essens vermittelt werden. Durch den Regionalladen in Buchbach wird hier auf breiter Ebene für die Bedeutung kleiner und regionaler Strukturen sensibilisiert. Kochaktionen wie das „Flüchtlingskochen“ starteten in 2015 und sollen weitergeführt und entwickelt werden. Menschen der Region, die sich hier einbringen möchten mit ihren Kochkünsten, sind herzlich willkommen. Die Ökomodellregion Isental hilft dabei, die regionalen Zutaten zu besorgen.

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