Öko-Modellregion Inn-Salzach

BioRegio-Lerchenbrot

Öko-Landbau an sich hat schon viele Vorteile für die Umwelt und die Artenvielfalt. Andreas Eder aus Perach genügt das aber nicht. Sein Betrieb befindet sich aktuell in der Umstellung auf die Richtlinien des ökologischen Landbaus. Darüber hinaus macht er sich mit einem speziellen Projekt zur Förderung der Feldlerche zusätzlich stark für gefährdete Arten. Dabei lässt er sich fachlich vom Landschaftspflegeverband Altötting unterstützen. Aktuell wird bereits eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen zum Schutz der Feldlerche in unterschiedlichen Kulturen durchgeführt.

Zukünftig will sich Andreas Eder aber noch weiter engagieren. Der Landschaftspflegeverband möchte ein Produkt, also ein Brot oder eine Semmel auf den Markt bringen, die aus lerchenfreundlich angebautem Getreide besteht. Für Andreas Eder war klar, da will er mitmachen. Gemeinsam mit der Öko-Modellregion Inn-Salzach laufen jetzt Gespräche mit einer Mühle und Bäckern um diese Wertschöpfungskette aufzubauen. Das Projekt des Landschaftspflegeverbands, das zu der Reihe „Bayerns Ureinwohner“ gehört, zielt darauf ab die Feldlerche durch eine Kombination aus Maßnahmen zu fördern, deshalb wird auf einem Teil der Projektflächen Emmer gesät. Der steht dünner als andere Getreidekulturen und stellt somit gute Lebensbedingungen für die Feldlerche zur Verfügung. Trotz allem lassen sich mit einer angepassten Bewirtschaftung auch in anderen Kulturen Erfolge für die Feldlerche erzielen. Auf allen beteiligten Flächen werden im Lauf der Vegetation auch die ackerbaulichen Maßnahmen, wie das Striegeln an die Bedürfnisse der Feldlerche angepasst. Wir als Öko-Modellregion sind begeistert von Andreas Eders Engagement, der in dieser Thematik klar vorangeht. Auch unser vorrangiges Ziel ist die Kombination von landwirtschaftlicher Erzeugung und aktivem Naturschutz auf ein und derselben Fläche. Unserer Meinung nach ist eine angepasste Bewirtschaftung sinnvoller als Flächen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung in den Naturschutz zu verlegen.

Im Herbst soll es dann soweit sein, die Bestellung der lerchenfreundlichen Felder startet. Das heißt uns im Projektmanagement stehen noch viele intensive Gespräche bevor und Sie als Verbraucher müssen sich leider noch bis Sommer 2021 gedulden, denn dann erst werden die lerchenfreundlichen Äcker druschreif sein.

ABER Öko-Landbau, Artenschutz und Regionale Verarbeitung und Vermarktung in einem Produkt. Besser geht’s doch gar nicht oder?! Von uns ein klarer Daumen hoch!

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Annalena Brams