Öko-Modell-Regionen

Projekte / Entwicklungsperspektive Ökolandbau

Praxisworkshop Bio-Milchziegenhaltung

 

Unter dem Motto “Perspektive Ökolandbau” widmete sich die Öko-Modellregion in diesem Jahr dem Thema Milchziegenhaltung im Oberallgäu. Gemeinsam mit dem AELF Kempten veranstalteten wir dazu am 10.11.2017 einen Praxisworkshop im Grünen Zentrum Kempten. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über die Erzeugung und Vermarktung von Bio-Ziegenmilch.

 

Nach einem Grußwort des dritten Bürgermeisters Josef Mayr informierte Bioland-Fachberater Andreas Kern den Einstieg in die Bio-Milchziegenhaltung. Er vermittelte Interessantes über das Wesen der Ziege, Stall- und Haltungsanforderungen sowie die aktuelle Situation der Ziegenmilcherzeugung in Deutschland. Die Andechser Molkerei Scheitz stellte Ihre Vermarktung von Bio-Ziegenmilch vor. Benedikt Kuhn vom AELF Kempten referierte über die Wirtschaftlichkeit der Bio-Ziegenmilcherzeugung unter den regionalen Bedingungen. Bei einem “Markt der Möglichkeiten” hatten die Teilnehmer anschließend die Chance, an “Marktständen” Ihre Fragen direkt an die Experten zu den Themen Stallbau, Fördermöglichkeiten, Bio-Verbandsmitgliedschaft, Milchziegenhaltung in der Praxis oder dem Landesverband Bayerischer Ziegenzüchter zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Am Nachmittag öffneten der Naturland-Betrieb Heberle in Altusried und der Bioland-Betrieb Huttner in Unterthingau ihre Tore und boten den Teilnehmern die Möglichkeit, zwei Allgäuer Milchziegenbetriebe zu besichtigen.

 

Weitere Informationen zur Milchziegenhaltung:

 


 

Großes Interesse am Infotag „Öko-Legehennenhaltung – ein Standbein für meinen Betrieb?“

 

Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, bei der Veranstaltung der Öko-Modellregion und dem AELF Kempten am 07.10.2016 einen Einblick in die ökologische Legehennenhaltung und die Erzeugung von Bio-Eiern zu erhalten.

 

Der Bioland-Betrieb Makary in Unteropfingen zeigte anschaulich die Bio-Legehennenhaltung im Mobilstall. Familie Makary betreibt zwei Mobilställe der Firma Rowa und vermarktet die Bio-Eier ausschließlich direkt. Einen Warmstall für Bio-Legehennen konnten die Teilnehmer beim Bioland-Betrieb von Familie Dötz in Sulzberg besichtigen. Mit  zum neu gebauten Stallgebäude gehört auch ein eigener Bereich mit Sortiermaschine, der die Vermarktung der Bio-Eier über eine Packstelle ermöglicht. Beide Betriebe beteiligen sich an der Bruderhahninitiative. Mit einem kleinen Aufpreis pro Ei kann die Aufzucht der männlichen Geschwister der Legehennen finanziert werden, die dann als Frischgeflügelfleisch vermarktet werden.

 

Nach einer Stärkung mit biologischem Mittagessen vermittelten Fachvorträge im Grünen Zentrum Immenstadt interessante Hintergrundinformationen. Projektmanagerin Sarah Diem eröffnete mit einem Überblick über die aktuelle Marktlage und Nachfrage nach Bio-Eiern. Bioland-Geflügelberater Axel Hilckmann stellte die Anforderungen an die Haltung von Bio-Geflügel vor. Auf die Rechtsvorschriften für die Vermarktung von Eiern ging Markus Mayershofer vom Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte der LfL ein. Einen Überblick über die Wirtschaftlichkeit der Öko-Legehennenhaltung bei verschiedenen Vermarktungswegen gab Benedikt Kuhn vom AELF Kempten. Mit der Biovum GmbH und der Biohennen AG stellten sich zwei Vermarkter von Bio-Eiern den Teilnehmern vor. Abschließend gab es zahlreiche Fragen und regen Austausch unter den Teilnehmern der Veranstaltung.

 

Presse

07.10.2016 – Gegacker im Milchland, aus: Allgäuer Zeitung (PDF)

11.11.2016: Legehennen als Alternative, aus: Unser Allgäu / Bay. LW Wochenblatt (PDF)

 

Mehr Informationen zur Bio-Geflügelhaltung unter:

Betrieb Doetz - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenVeranstaltung Öko-Legehennen, Betrieb Dötz - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenVeranstaltung Öko-Legehennen, Betrieb Dötz - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenVeranstaltung Öko-Legehennen, Betrieb Dötz - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenVeranstaltung Öko-Legehennen, Betrieb Makary - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenVeranstaltung Öko-Legehennen, Betrieb Makary - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu KemptenTeilnehmergruppe Veranstaltung Öko-Legehennen - Foto: Florian MaucherVeranstaltung Öko-Legehennen - Foto: Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten

 


 

Ist der ökologische Landbau eine lohnenswerte Perspektive für mich? Was muss ich an meinem Stall ändern? Wie schaut eine Zertifizierung aus? Wer nimmt mir meine Erzeugnisse ab? Wie wird der Boden im Ökolandbau bearbeitet?

 

Die Auszeichnung als Öko-Modellregion hat für viele Seiten Vorteile: Die geförderte Stelle ermöglicht für die Betriebe in der Modellregion eine „moralische“ Begleitung bei der Umstellungsentscheidung wie auch während der Phase der Umstellung. Gerade während der Entscheidungsfindung und in der Zeit der Umstellung von konventionellen auf ökologischen Landbau gibt es viele Unsicherheiten. Wer ist für welche Themen und zu welchem Zeitpunkt der/die richtige AnsprechpartnerIn? Ob Fachzentren, Erzeugerringe oder Kontrollstellen – es hilft einfach, wenn Rat und Unterstützung unverbindlich und schnell verfügbar sind. Denn manchmal ist es auch schlicht der Faktor, jemanden an seiner Seite zu wissen, der Mut macht und immer wieder Zuversicht stiftet. Die fachliche Begleitung hat immer auch eine menschliche Komponente, deren Bedeutung nicht zu unterschätzen ist.

 

Die Ansprechpartnerin der Öko-Modellregion Sarah Diemist hier gerne eine erste Anlaufstelle. Sie ist vernetzt mit den staatlichen Stellen, den Anbauverbänden und den Beratern vor Ort. Sie hat Zugriff zu wissenschaftlichen Publikationen, zu Fördermöglichkeiten und zu Praxiswissen. Zu den relevanten und aktuellen Themen der Region werden auch immer wieder Praktiker-Workshops und Informationsveranstaltungen angeboten.  Sie hilft, an klare, relevant und auf die persönliche Situation zugeschnittene Informationen zu kommen.

 

Gerne werden auch Exkursionen zu Betrieben aus dem bayernweiten BioRegio-Betriebsnetz organisiert, die mit besonderen Bodenaufbaumaßnahmen, Anbautechniken oder spezieller Vermarktung punkten. Um zu sehen, wie Menschen mit unterschiedlichsten Ansätzen Erfolg haben. Landwirten, die ihre Vision mit Mut, Engagement und häufig auch Ausdauer umsetzen. Das ist für viele der Impuls, den es braucht, auch selbst den mutigen Schritt zu wagen.

Kontakt