Öko-Modell-Regionen

Projekte / Kräuterregion Leitzachtal

Fachexkursion Holleranbau

Busfahrt zu zwei erfolgreichen Holunder-Bauern in Bayern und zum Dasinger Bauernmarkt

Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland organisierte am 25. August 2017 eine Tagesreise zu Holunderplantagen und zu einem besonderen Beispiel regionaler Vermarktung, um alles über Anbau und Pflege des Holunders sowie über Produktverarbeitung und deren Absatzwege aus erster Hand zu erfahren.

 

Weiterlesen

 

Schon früh ging es los mit 22 Teilnehmern, darunter Landwirte, Imker, kommunale und landwirtschaftliche Verwaltung, Mitarbeiter der Herbaria GmbH und des SALUS Haus sowie des Arbeitskreises “KräuterKraftNatur – unser Leitzachtal” von Fischbachau zur ersten Station, dem Biohof Kreitmair in Rudelzhausen. Katharina Kreitmair begrüßte die Gruppe und führte sie zur 5 ha großen Holunder-Plantage. Dort wurden der Boden, die Sorten, der Schnitt sowie die Ernte und auch Schädlinge besprochen. Katharina und ihr Mann Alfons Kreitmair sprechen aus Erfahrung und kennen die Pflanze mit all ihren Vorlieben und Eigenheiten.

 

Alles über die Holunderpflanze - Foto: ÖMRAlfons Kreitmair bei der Ernte - Foto: ÖMRDer Holunder in speziellen Kisten - Foto: ÖMRDie hofeigenen Prokte - Foto: ÖMR

Das Besondere ist die eigene Verarbeitung des Holunders und auch anderer Beeren und der hofeigene Laden. Katharina Kreitmair bietet dazu Erlebnisführungen an, damit das Verständnis und die Wertschätzung für die Produkte steigen. Nach kurzer Verkostung von Holunderblüten- und Holunder-Muttersaft sowie Holunderblüteneis ging es weiter mit dem Bus zum Dasinger Bauernmarkt.

Herr Meitinger, einer der drei Gesellschafter des Dasinger Bauernmarkts berichtete den Interessierten auführlich über dessen Geschichte von der Gründung und Entwicklung bis hin zum heutigen Konzept.

 

Herr Meitinger, einer der drei Gesellschafter - Foto: ÖMREin reiches Angebot - Foto: ÖMR

Anschließend ging es zum dritten Exkursionsziel: Markus Gradl und seine Holunderplantage in Emmering.

Er und sein Vater verdeutlichten die aufwendige Handarbeit mit Blüte und Beere sowie die Risiken als Holunder-Bauer mit Wetter und Hagel. Das Besondere hierbei: er liefert die Rohstoffe zu UNSER LAND, die sie dann weiterverarbeiten und vermakten.

 

Markus Gradl - Foto: ÖMRIn der Plantage - Foto: ÖMR

Insgesamt zeigten die einzelnen Stationen die Besonderheiten des Holunders auf, die Leidenschaft der Praktiker, die bei der Erzeugung dahinterstehen und den Mut, den es braucht, gemeinsame Projekte zu verwirklichen.

 

Holler vom Biohof Kreitmair - Foto: ÖMRDie bunte Teilnehmer-Gruppe - Foto: ÖMR


KräuterKraftNatur – Unser Leitzachtal

Eine Kräuterführung druch das Drachental von Wörnsmühl zum Wohlschlagerhof als Video mit der Kräuterpädagogin Veronika Bernlochner auf LaWiki.bayern

Hier zum Link

 


Hintergrund

Mit Herbaria hat die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland einen erfolgreichen Bioverarbeiter in der Region. Herbaria möchte im Rahmen der Öko-Modellregion ein Leitzachtaler Kräutersalz sowie Kräutertees entwickeln und auf den Markt bringen. Der Vertrieb soll an die heimischen Tourismusbetriebe, aber auch überregional erfolgen. Touristisch soll die Anlage von Schaugärten das Thema Kräuter in die Region tragen. In Fischbachau wurde bereits der erste Schaugarten umgesetzt. Des Weiteren ist die Sammlung und regionale Vermarktung von Wildkräutern angedacht, der Vertrieb kann sowohl an die heimische Gastronomie erfolgen als auch über die Herstellung von Wildkräuter-Käse.

 

Passend dazu planen mehrere Kräuterpädagogen, Therapeuten, Künstler und verschiedenste Akteure im Arbeitskreis „KräuterKraftNatur – unser Leitzachtal“ ein erweitertes Angebot an Käuterexkursionen, Koch-Kursen und Vorträgen bis zur LEADER-Förderung eines touristischen Gesamtkonzepts.

 

Träger: Verkehrsverein Elbach-Hundham-Auerberg-Wörnsmühl e.V. in Fischbachau, 1. Vorsitzender Sepp Obermaier, Herbaria Fischbachau, GF Erwin Winkler

Projektpartner: Arbeitskreis „KräuterKraftNatur – unser Leitzachtal“ , Gemeinde Fischbachau mit Bürgermeister Lechner

 

Presse

13.08.2016: Frische Ideen und neue Wege, aus: Das Gelbe Blatt (JPG)

5.11.2016: Hollertal statt Kräuterregion, aus: Miesbacher Merkur (JPG)

 

 

 

Kontakt