Bienen, Kräuter, Bauern: Unsere Land.wirt.schaft wird bunt

Eine intakte Natur besteht neben Äckern und Wiesen aus Mischwäldern, Hecken, Biotopen. Vor einigen Jahrzehnten brachte jeder Sonntagsspaziergang auf dem Land eine reiche Ernte der besonderen Art: Blumensträuße aus Ackerwildkräutern und Wiesenblumen.

In den letzten Jahrzehnten sind viele dieser Landschaftselemente der Effizienz zum Opfer gefallen. Der Einsatz von Pestiziden und Fungiziden tut ein Übriges und bewirkt, dass vor allem die Vielfalt am Feldrand drastisch abgenommen hat. Als Folge davon sind Ackerwildkräuter in vielen Gebieten direkt vom Aussterben bedroht, ja sie gehören sogar zu den gefährdetsten Arten Deutschlands. Die Beikräuter wieder zuzulassen, zumindest an der Randzone der Äcker, wäre die Rettung.

Nun stellt der Ökobauer Gust Obermaier den Ausgleichsacker der Gemeinde Schwindegg, den er bewirtschaftet, für die Aussaat der seltenen Blumen in der Randzone zur Verfügung. Doch nicht nur das. Eine angrenzende Wiese wird als sogenannte Magerwiese und Biotop zum wahren Paradies für Bestäuber und seltene Blumen werden.

Auch die Imker sind rege an der Maßnahme interessiert, die bestäuberfreundliche Zustände für die Bürger erfahrbar macht. Denn auch die privaten Gartenbesitzer können etwas unternehmen: Oft reichen schon einfache Maßnahmen auf kleinen Flächen aus, um Vielfalt zu erhalten und Überlebenschancen zu erhöhen. Es finden hier regelmäßig Treffen statt, bei der alle Bürger willkommen sind.

Naturschutz und Landwirtschaft. Kann man das auch gemeinsam denken? Biolandwirt Sepp Braun spricht in diesem Sinne von Partnerschaften. Er möchte weg vom Beherrschen der Natur hin zu einer Landwirtschaft, die Erfolg hat, weil sie natürliche Kreisläufe fördert und einbezieht, anstatt sie gezielt zu unterbrechen. Die Vernetzung und der Wissenstransfer in diesem Bereich stellt ein weiteres Anliegen der ÖMR Isental dar.

Kontakt

Rosa Kugler

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