Öko-Modellregion Steinwald-Allianz Oberpfalz

Sonderkulturen – Steigerung der ackerbaulichen Wertschöpfung

Sonderkulturen gelten als lohnende Marktnische. Der Vorteil für die Region: Mit Sonderkulturen lassen sich gute Preise erzielen – damit macht man sich von der zunehmend globalen Konkurrenz unabhängiger. Meist ist der Aufwand etwas höher, aber auch der Preis und damit der erzielbare Ertrag pro Hektar. Eine Nischenstrategie für kleine bäuerliche Betriebe. Und eine Augen- und Bienenweide in der Flur. Jürgen Streubel hat Erfolg mit Blaubeeren und zeigt, dass es sich lohnt, auf Sonderkulturen zu setzen. -> Link zum Porträt

Mohn
Bis vor einigen Jahren gab es in Bayern keinen Biomohn. In der Öko-Modellregion Steinwald jedoch organisieren sich gerade mehrere Ökolandwirte um gemeinsam den Mohnanbau in der Region zu versuchen. Der Mohn ist keine einfache Kulturpflanze und stellt die anbauenden Landwirte jedes Jahr vor neue Herausforderungen. Auf sich aufmerksam machte der Steinwälder Bio-Mohn vor allem durch das Bio-Mohnöl, das als Innovationspreis für Bayerns beste Bioprodukte 2016 ausgezeichnet wurde. Dank der Anschaffung einer speziellen Reinigungs-Maschine durch den Friedenfelser Landhandel kann der Steinwälder Bio-Mohn mittlerweile in Backqualität erzeugt werden. Erste Päckchen der Bio-Mohn-Saat gibt es im Dorfladen Friedenfels.

Topinambur
Die Wurzel der gleichnamigen Pflanze gilt manchen als wahres Wundermittel. Die Knolle enthält viel Linulin, ist diabetikergeeignet, gesund und liegt voll im Trend einer gesunden, frischen Ernährung mit heimischen Besonderheiten. Im Steinwald wurde die Pflanze angebaut, bis sie von der Kartoffel verdrängt wurde. Die Gründe: Topinambur ist schlecht lagerfähig und die Knolle durch ihre Verzweigungen schwierig zu verarbeiten. An Ideen zur Weiterverarbeitung, möglichen Topinambur-Produkten und schmackhaften Rezepten mangelt es Projektmanager Günther Erhardt nicht. Einen Verarbeiter, der die Abnahme großer Mengen Topinambur durch interessierte Landwirte gewährleisten könnte, gibt es allerdings nicht. Durch seine Biodiversitätsdichte, die schönen Blüten und den pflegeleichten Anbau ist er dafür für einige Gartenbesitzer, Gartenbauvereine oder auch Imker durchaus eine Bereicherung.

Weitere Inforamtionen finden Sie unter „Innovative Produktentwicklung“

Kontakt

Elisabeth Waldeck

elisabeth.waldeck@steinwald-allianz.de

+49 (0)9682 1822 1915

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