Vermarktung von Bio-Kalbfleisch und Bio-Rindfleisch

Die Bewirtschaftung der zahlreichen Grünland- und Almflächen in der ÖMR Hochries-Kampenwand-Wendelstein erfolgt überwiegend durch Milchkühe. Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie jährlich ein Kalb zur Welt bringen. Weibliche Kälber werden oft als Nachzucht auf dem Betrieb behalten oder werden als Zuchttiere an andere Milchviehbetriebe verkauft.
Männliche Tiere und weibliche Tiere, die nicht für die Nachzucht benötigt werden, werden in der Regel als Kälber verkauft oder in Einzelfällen bis zur Schlachtreife auf dem eigenen Betrieb gemästet.
Die Erlöse für Kälber und Rinder sind derzeit sehr gering. Bio-Landwirte können ihre Bio-Kälber oft nicht als solche vermarkten und müssen konventionelle Preise akzeptieren. Hinzu kommt, dass die Landwirte meist nicht nachvollziehen können, wohin die verkauften Kälber und Jungtiere zur Mast verbracht und wo diese geschlachtet werden. Oftmals werden die Kälber über weite Strecken transportiert, um im Ausland gemästet und geschlachtet zu werden. Dies geschieht mitunter unter sehr fragwürdigen Bedingungen.
Die Ökomodellregion will mit Landwirten, Metzgern, Verarbeitern und Händlern eine regionale Wertschöpfungskette für Bio-Kalbfleisch und Bio-Rindfleisch aufbauen, um weite Transportwege der lebenden Tiere zu verhindern und um die Wertschöpfung in unserer Region zu generieren. So besuchen wir Best-Practice-Betriebe und Initiativen, die Ähnliches vorhaben oder bereits umgesetzt haben. Zudem wurde ein Arbeitskreis Bio-Kalb- und -Rindfleisch gegründet, der sich regelmäßig treffen wird. Die Ökomodellregion unterstützt außerdem Landwirte bei der Direktvermarktung ihrer Fleisch- und Wurstprodukte.

Kontakt

Stefanie Adeili

adeili@frasdorf.de

+49 (0)151 41649187