Öko-Modell-Regionen
Nürnberg, Nürnberger Land, Roth

Projekte / Wertschöpfungspartnerschaften

Geflügel schlachten in Nordbayern – wir arbeiten an der Umsetzung

Wir möchten gemeinsam mit Erzeugern und Verarbeitern einen transparenten Geflügelschlachthof mit hohem Tierwohlstandard für Nordbayern realisieren und dadurch

  • den regionalen ökologischen Landbau für Erzeuger- und Verarbeiterbetriebe stärken
  • Absatzmöglichkeiten für die heimischen Landwirte schaffen
  • kurze Transportwege für das Lebend-Geflügel gewährleisten
  • Lebensmittel erzeugen, die das bayerische Bio-Siegel tragen können
  • Biogeflügel-Produkte für den ständig wachsenden Bio-Geflügelmarkt erzeugen

Unterstützen Sie uns!
Um die Genehmigungen und den Bau zu realisieren, benötigt es eine starke Gemeinschaft aus Erzeugern, Verarbeitern, Handelspartner und evtl. auch Kommunen, die das Projekt voranbringen, sich beteiligen und auch die Finanzierung gewährleisten. Tragen Sie sich in der Geflügelschlachthof-Teilnahmeliste ein!

 

Weitere Informationen können Sie hier herunterladen:

Flyer Geflügelschlachthof (PDF)

Fragebogen Geflügelschlachthof (PDF)

 

Terminhinweis:

Einladung zum Treffen der Bio-Geflügelerzeuger (Nord-)Bayern am 21.11.2017 von 13:00 – 17:00 Uhr  in der Frankenfarm – Bernecker Str. 40; 95502 Himmelkron

Einladung Bio-Geflügelerzeugertreffen PDF

 

Interessierte Geflügelerzeuger haben sich am 21.11.17 zusammengefunden, um über das Thema Geflügelschlachtstätte für Nordbayern sich auszutauschen und gemeinsam weitere Schritte zu planen.

 

Frau Hock-Klemm, Projektkoordination Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth begrüßte die Anwesenden und betonte die Notwendigkeit der nahen Schlachtmöglichkeit für die Tiere. Da immer mehr Schlachthöfe aufgegeben werden, für kleinere Schlachtstätten teilweise die EU-Zulassung fehlt, um Schlachten und Zerlegen von Geflügel als Dienstleistung anzubieten, besteht weiterhin die Dringlichkeit, nicht nur in Nordbayern Schlachtmöglichkeiten zu schaffen. Nach einer Vorstellungsrunde gab Axel Hilckmann, Bioland-Geflügel-Fachberater einen Rückblick über die verschiedenen Aktivitäten der Arbeitsgruppe „Geflügelschlachtstätte für Nordbayern“ in den letzten 12 Monaten: verschiedenste Treffen mit Verantwortlichen der Zulassungsbehörden, Gemeinden, Verarbeitern und Immobilienbesitzern, wie auch Banken. Etwas ernüchternd musste die Gruppe feststellen, dass ohne größere Geldgeber keine Finanzierung möglich sein wird. So wird aktuell versucht in Kooperation mit Bio-Verarbeitern das Konzept weiter zu verfolgen.

Um den Erzeugern ein wichtiges Sprachrohr zu geben, soll eine Erzeugergemeinschaft initiiert werden:

– gemeinsame Absicherung von Zahlungsausfällen

– gemeinsame Absicherung von Tierausfällen durch Seuchen, Krankheiten, sowie anderer Betriebsgefahren

– Verhandlungen von Auszahlungspreisen, Produktionsmitteleinkauf

– regelmäßiger Austausch mit Kollegen

– gemeinsame Veranstaltungen zu Fütterung, Zucht, Gesundtheitsvorbeuge, etc.

– Organisation der Zerlegung von geschlachteten Tieren

– weitere Punkte:…

 

Die Notwendigkeit wurde von allen Anwesenden gesehen. Wichtig hierfür sind kompetente Personen, die die Erzeugergemeinschaft leiten und im Sinne der Mitglieder die vereinbarten Ziele umsetzen. Daran soll Ende Februar 2018 weitergearbeitet werden.

Die Projektgruppe Geflügelschlachtstätte für Nordbayern geht in eine neue Arbeitsgruppe „Erzeugergemeinschaft Biogeflügel“ über. Interessierte können sich bei Hermann Bäuml (0174/4351625), Axel Hilckmann (0821/34680-172), Gerald Kamphaus (0170/8064322) oder Judith Hock-Klemm (0176/62574271) melden.

 

Dieses Projekt läuft unter dem Dach der BioMetropole Nürnberg und wird weiterhin von Judith Hock-Klemm begleitet.

 

Während der ersten drei Jahre des Projektzeitraumes wurde auch die Möglichkeit einer mobilen Schlachtung genauer beleuchtet. Hierfür wurde eine Projektskizze erstellt. Für weitere Informationen können Sie Judith Hock-Klemm kontaktieren: 0941/20071773.


 

Inspirierende Fahrt zu TAGWERK Betrieben und der neuen Biometzgerei in Niederhummeln

 

Etliche Nürnberger Metzger und Gastronomen nahmen an der Exkursion der Öko-Modellregion zu TAGWERK Betrieben teil. Der Dachserhof der Familie Kratzer war der erste Halt: Was sind die Besonderheiten des Ökolandbaus, gerade was das Tierwohl angeht? Welche Philosophie verfolgt TAGWERK? Auch die Entwicklung des eigenen Betriebes, der Landschaftspflege geschickt mit Mutterkuhhaltung kombiniert, wurde diskutiert.

 

Mittagessen gab es im BioHotel Hörger, dessen Angebot regional-saisonal und biologisch ist. Welchen Aufwand das bedeutet und was man im Gegenzug dafür bekommt, erklärte der überzeugte Wirt nach dem Mittagessen den interessierten Nürnberger Gastronomen.

 

Abschluss und Höhepunkt des Ausflugs bildete der Besuch der seit Juni 2015 eröffneten TAGWERKMETZGEREI. Diese wurde über Genossenschaftsanteile mit Bürgerbeteiligung finanziert und widmet sich beispielhaft den Themen Tierwohl und Metzgerhandwerk. Besonders bemerkenswert sind die großzügigen Stallungen und Weiden für die Tiere, die dort ankommen. In Hygienekleidung gewährten die Betreiber Interessierten auf Anmeldung Einblicke in alle Bereiche – Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung, Kochen und Verpackung. Damit schaffen die Initiatoren auch die Verbindung zu Öffentlichkeit und Verbraucher. Ein inspirierender und informativer Abschluss mit Einblicken in die Warmbrätverarbeitung und einen zukunftsweisenden Ansatz zum respektvollen Schlachten.

 


 

Nürnberg als BioMetropole hat einen hohen Bedarf an Ökolebensmitteln! Dieser soll zunehmend aus der Region gedeckt werden. Viele aktive Gestalter sind bereits vorhanden. Dabei will die Region jedoch nicht stehen bleiben. So wird weiter gezielt an der Schließung und Entstehung regionaler Wertschöpfungsketten gearbeitet.

 

Die Region sucht weitere Partner in den Bereichen:

 

Fleisch

  • Metzger, die regionales Biofleisch verarbeiten möchten
  • „Wie kommt das Fleisch in die Stadt?“ – Gemeinsam mit den ÖMR Neumarkt und Steinwald soll ein Konzept erarbeitet werden, wie das wachsende Fleischangebot aus artgerechter Weidehaltung Absatz im Großraum Nürnberg findet.

 

Getreide

  • Bäcker, die regionale und ökologische Rohstoffe verbacken möchten
  • Biomühlen
  • weitere Verarbeiter von Bio-Getreide

 

Gemüse
Förderung von samenfesten, evtl. auch regionalen Sorten

 

Ökobauern, Umstellern und Umstellungsinteressierten soll geholfen werden langfristige und lukrative Absatzwege nach Nürnberg zu erschließen. Zu Verarbeitern und zum Verbraucher. Verarbeiter und Landwirte, die sich hier angesprochen fühlen, sind eingeladen, sich mit den Projektbetreuern in Verbindung zu setzen. Sie informieren gerne über bestehende Projekte und Perspektiven und begleiten bei der Umsetzung eigener Ideen.

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