Boden und Klima

Landwirtschaft als Partnerin für den Klimaschutz - Humus im Boden als CO2 Senke

humusreicher Kompost
© Daniel Delang

Was haben eigentlich Böden und Klima miteinander zu tun? Diese Frage stellt sich vielleicht der ein oder die andere. Und ja, das Thema ist facettenreich und komplex. Aber es birgt auch jede Menge Potenzial und deshalb ist es einen Versuch wert, tiefer in das Thema einzusteigen.

Der Klimawandel ist eines der dringlichsten Themen unserer Zeit und eine gesellschaftliche und politische Mammutaufgabe. Bei dieser Debatte steht die Landwirtschaft zwar nicht im Fokus, aber trotzdem ist sie Teil davon. Bisher war sie sowohl in der „Verursacherrolle“ wie auch in der „Betroffenenrolle“ zu finden. Die Herstellung von chemisch-synthetischem Stickstoff, der in der herkömmlichen Landwirtschaft verwendet wird, ist mit einem hohen Verbrauch an fossiler Energie verbunden, zudem setzen Landnutzungsänderungen wie Trockenlegung von Mooren oder das Umbrechen von Grünland zu Ackerland erhebliche Mengen an klimarelevanten Gasen frei. Um nur ein paar Beispiele aus der ersten Sparte zu nennen. Betroffen ist die Landwirtschaft unmittelbar von der Klimaveränderung. Diese bringt immer häufiger Extremwetterereignisse mit sich, auch in unseren Breiten. Intensive Trockenperioden oder bspw. Starkregenereignisse lassen die Landwirt*innen oft um ihre Ernten und unsere Lebensmittel bangen. Die Landwirtschaft, genauer gesagt die Böden bergen aber auch großes Potenzial CO2 zu sequestrieren. Diesem Thema nehmen sich immer mehr Landwirt*innen, Verbände und Initiativen an. Großes Ziel ist es CO2 Partnerschaften zwischen Landwirt*innen und Kommunen und/ oder Unternehmen herzustellen, quasi eine Dienstleistung der Landwirt*innen für Partner*innen, die eine CO2 Sequestrierung in der Region unterstützen möchten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen noch einige Hausaufgaben gemacht werden. Es bedarf unaufwändigen, kostengünstigen, aber vertrauensvollen Messmethoden und saubere Rahmenbedingungen für dieses Projekt. Die Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal macht sich gemeinsam mit interessierten Landwirt*innen, der LAG Mitterle Isar und weiteren Verbündeten auf diesen Weg.

Und ganz nebenbei – ein gesunder Boden nützt nicht nur dem Klima, sondern auch den eigenen betrieblichen Interessen. Eine angemessene Nährstoffversorgung, Wasserspeicherkapazität und Durchlüftung sind nur ein paar wenige Stichworte, die ein Landwirt*innen Herz höherschlagen lassen, erfolgreiche Ernten verheißen und resiliente Agrarysysteme ausmachen.

Falls Sie Interesse haben, an diesem Projekt mitzuwirken, melden Sie sich gerne bei mir.



Kontakt
Theresa Hautzinger
Projektmanagerin

Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal

Rathausplatz 1

85414 Kirchdorf an der Amper
+49 (0)8166 6769-91
theresa.hautzinger@kulturraum-ampertal.de

Mai 2020

Region: Kulturraum Ampertal