Silphie Becherpflanze

Eine alternative Energiepflanze zum konventionellen Maisanbau

Silphie-Becherpflanze neben einem Maisfeld

Silphie-Becherpflanze neben einem Maisfeld
© J. Wagner (Uni Bayreuth)

Mit Forschungen an der Silphie-Becherpflanze wird in der Region Bayreuth / Fränkische Schweiz seit Jahren daran gearbeitet, eine naturverträglichere Alternative für konventionellen Maisanbau zur Energiegewinnung zu entwickeln. Ziel der Öko-Modellregion ist es Ökolandbau zu fördern. Im Speziellen spielen ökologische Leistungen eine Rolle, wie z.B. Humusaufbau, Bodenverbesserung und Biodiversität. Unter diesen Perspektiven ist die Silphie Becherpflanze gegenüber konventionell angebautem Mais im Vorteil. Als einen Schritt in Richtung Ökologisierung der Landschaft unterstützt die Öko-Modellregion Fränkische Schweiz deshalb die Umstellung von Mais zu Silphie auf konventionellen Flächen.

Aufbauend auf den Forschungen des Lehrstuhls für Pflanzenökologie der Universität Bayreuth wurden 2009 bis 2015 Feldversuche mit verschiedenen Energiepflanzen gestartet, die von einem breiten Netzwerk von Forschungseinrichtungen, Fachbehörden, Wasserversorgern und landwirtschaftlichen Organisationen begleitet wurden. Dabei erbrachte insbesondere die Becherpflanze (Silphium perfoliatum) erfolgversprechende Ergebnisse. Im Gegensatz zu Mais-Monokulturen findet beispielsweise auf Silphium-Flächen mit mehrjährigem, ausdauerndem Wurzelwerk und der raschen Bodenbedeckung durch das dichte Blattwerk im Frühjahr weniger Bodenerosion statt. Die Blüten der Becherpflanze sind von Ende Juli bis Mitte September für Honigbiene und viele andere Insekten Zusatznektar- und Pollenquelle. Pflanzenschutz ist nach dem ersten Jahr nicht mehr nötig.

Der alternative Anbau von Silphie bleibt allerdings weit weniger effektiv in Gewässerschutz und Ökologisierung als die Umstellung von konventioneller auf biologische Bewirtschaftung des Bodens. Die Öko-Modellregion möchte für diese Anbaualternative sensibilisieren und als einen ersten Schritt Richtung ökologische Bodenbewirtschaftung vorantreiben.


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Mai 2020

Region: Fränkische Schweiz