Startschuss für Öko-Modellregion Obermain-Jura

19.12.2019

Am Freitag den 16.12.2019 hat Landrat Christian Meißner und die Bürgermeister von Königsfeld, Stadelhofen, Scheßlitz und Zapfendorf  die Vereinbarung zur Gründung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft unterzeichnet.

„Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung haben wir ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Etablierung der Öko-Modellregion Obermain-Jura erreicht“, stellte Landrat Christian Meißner bei der Gründungsversammlung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft am Freitag im Landratsamt Lichtenfels fest. „Wir haben damit eine Organisationsform und ein Team am Start, das punkten kann.“

Als Projektmanagerin der Öko-Modellregion fungiert die Agrar-Ingenieurin Biana Faber. Beratend zur Seite steht ihr der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Michael Bienlein, der gemeinsam mit dem Ersten Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath einer der Initiatoren des Projekts war, wie der Leiter der Umweltstation, Michael Stromer, nochmals herausstellte.

Seit Mai 2019 sind der Landkreis Lichtenfels und die Gebiete von fünf angrenzenden Kommunen des Landkreises Bamberg – Königsfeld, Scheßlitz, Stadelhofen, Wattendorf und Zapfendorf – Öko-Modellregion Obermain-Jura und damit eine von bayernweit insgesamt 27 Öko-Modellregionen, die von der Bayerischen Staatsregierung gefördert werden. Die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber hatte im Mai zu den bereits bestehenden zwölf 15 neue Öko-Modellregionen ausgezeichnet.

Ziel dieser Initiative ist es, die ökologische Landbewirtschaftung in Kombination mit Regionalität voran zu bringen, unterstrich Claudia Heid, bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft für die Betreuung Öko-Modellregionen zuständig. Man wolle sich bemühen, die Wertschöpfungsketten mehr in den Fokus zu rücken und darum, wie ökologische Produkte aus der Region besser vermarktet werden können.

„Mit dem Prädikat „Öko-Modellregion können wir in vielerlei Hinsicht neue Impulse setzen und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal unserer Region schaffen“, meint Landrat Christian Meißner. „Unser Ziel muss es sein, bei den Verbrauchern das Bewusstsein für regionale Identität zu steigern, denn die regionale Produktion ist die nachhaltigste.“ Sein Dank galt insbesondere den Initiatoren des Projekts, allen voran Bernhard Storath, der die Idee zur Bewerbung hatte.

Das Bewerbungskonzept der Region Obermain-Jura führt einige Maßnahmen und Projektideen an, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Dazu zählen beispielsweise der Aufbau von Erzeuger-Verbrauchergemeinschaften im Gemüsebereich, die Etablierung von Öko-Regio-Essen in größeren Küchen und Gemeinschaftsverpflegungen oder die Bio-Zertifizierung von Streuobstbeständen mit entsprechender Verwertung und Vermarktung.

Die Fäden dazu laufen bei Bianca Faber, der neuen Projektmanagerin der Öko-Modellregion Obermain-Jura zusammen. Die Agraringenieurin wurde bei dem Treffen ebenfalls vorgestellt. Ihr Arbeitsplatz ist im Landratsamt Lichtenfels der Umweltstation zugeordnet. Sie hat ihr Büro im Landratsamt (Nebengebäude Korbfachschule).