Vom Umgang mit Hecken im Garten und in der Flur

02.12.2019

Projekt:

Obbach, 28.11.2019
Rund 22 Teilnehmer belegten auf Schloss Gut Obbach den Heckenkurs mit Josef Weimer, der neben der Obstbaumpflege auch in der Gartengestaltung und Heckenanlage tätig ist.
Sie besprachen den Aufbau von Hecken, erhielten Pflanzempfehlungen für die Heckenanlage und thematisierten ihre verschiedenen Funktionen.

An den Ausführungen des Referenten konnten die Teilnehmer feststellen, dass das Erscheinungsbild einer Hecke von ihrem jeweiligen Zweck abhängt. In einer Hecke mit Eichen zur Möbelholzgewinnung wurden diese zu großen geraden Bäumen gezogen, bei einer Hecke mit Eichen zur Futtererzeugung, wurde diese regelmäßig eine Handbreite über dem Boden auf Stock gesetzt, damit viele neue Triebe mit Laub für das Vieh ausschlugen. Heckengehölze dienten in früheren Zeiten als Nahrungsquelle, Medizin oder Tierfutter, zur Brenn- und Möbelholzgewinnung, als Windbremse oder als Abgrenzung von Feldstücken gegenüber Nachbarn und Einzäunung für die Tiere.

Auch heute können Hecken je nach Gehölzauswahl und Art der Anlage zahlreiche positive Funktionen in der Landschaft übernehmen. Sie beugen Winderosion vor, helfen bei Schlammlawinen, bieten ein Blühangebot über das ganze Jahr für Insekten und sind damit Nahrungsquelle für Feldvögel. Auch können sie das Brennholz für die eigene Hackschnitzelheizung liefern oder Früchte für die Direktvermarktung erzeugen uvm.

Heute scheint das Wissen der Heckenpflege und -nutzung nicht mehr so präsent zu sein. Ein Grund sieht Josef Weimer, darin dass bei einer Heckenanlage der Zweck, also die spätere Nutzungsform nicht definiert wurde und man daher schwer ableiten kann wie die jeweilige Hecke zu pflegen ist.

Die Modulinhalten des Heckenkurses sind hier…  zu finden